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WirtschaftEuropas Niedergang? Der Mythos vom abgehängten Kontinent

Die USA ziehen Europas Wirtschaft davon, heißt es oft. Doch stimmt das? Ein Blick auf das mittlere Einkommen und die Lebenserwartung zeichnet ein anderes Bild.Moritz Koch, Julian Olk und Jakob Bonke 22.12.2025 - 18:32 Uhr Artikel anhören
Stretch-Limousine des US-Herstellers Hummer vor dem Brandenburger Tor: Es gibt eine Wachstumslücke zwischen den USA und Europa. Foto: AFP

Berlin. Die Diagnose der US-Regierung ist hart: Europa hat seine besten Zeiten hinter sich. In der Sicherheitsstrategie des Weißen Hauses heißt es, der Kontinent befinde sich in einem ökonomischen Verfall. Es sei zweifelhaft, ob einzelne europäische Länder künftig „über eine ausreichend starke Wirtschaft und Streitkräfte verfügen werden, um verlässliche Verbündete zu bleiben“.

Ähnlich urteilen US-Wirtschaftsgrößen. Nicht nur der nach rechts außen abgedriftete Milliardär Elon Musk zieht über Europa her, sondern auch Jamie Dimon, der Chef der Großbank JP Morgan . „Sie haben Unternehmen vertrieben, Investitionen vertrieben, Innovation vertrieben“, sagte Dimon kürzlich. Europa stehe vor einem „ernsthaften Problem“.

Viele Staaten in der Europäischen Union (EU) leiden unter schwachem Wachstum und hoher Schuldenlast. Doch ist die Lage so dramatisch, wie sie aus den USA beschrieben wird? Es lohnt sich, genauer hinzusehen.