- Alle Artikel zum Thema finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine. Eine Übersichtskarte mit den aktuellen Entwicklungen aktualisieren wir täglich hier.
- Russische oder ukrainische Angaben zu Details einzelner Angriffe und zur Zahl Verletzter und Getöteter lassen sich derzeit nicht unabhängig verifizieren.
- Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters.
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Wie wir bei der ZEIT Nachrichten zum Ukrainekrieg machen, finden Sie hier.
Eric Voigt
Selenskyj spricht sich für ein weiteres Treffen mit europäischen Staaten aus
Nach dem Gespräch einer ukrainischen Delegation mit der US-Seite in Miami hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein neues Treffen mit den europäischen Staaten vorgeschlagen. Der ukrainische Präsident schrieb in sozialen Medien, es gebe Einigkeit darüber, dass die Ukraine nach der Arbeit ihres diplomatischen Teams in den USA mit ihren europäischen Partnern im größeren Kreis beraten sollte.
Die ukrainische Delegation in Florida habe mit der US-Seite zusammengearbeitet, man komme zügig voran, sagte Selenskyj weiter. Er schrieb von konstruktiven Verhandlungen, nannte aber keine Details.
Die ukrainische Delegation in Florida habe mit der US-Seite zusammengearbeitet, man komme zügig voran, sagte Selenskyj weiter. Er schrieb von konstruktiven Verhandlungen, nannte aber keine Details.
Eric Voigt
Macron nimmt Gesprächsbereitschaft Putins zur Kenntnis
Frankreich hat die Bereitschaft Russlands für ein Gespräch zwischen den Präsidenten Wladimir Putin und Emmanuel Macron zur Kenntnis genommen. In den nächsten Tagen werde die "beste Vorgehensweise" ausgearbeitet, teilte das Präsidialamt in Paris mit. Die Nachrichtenagentur RIA hatte zuvor unter Berufung auf den russischen Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow gemeldet, dass Putin zu Gesprächen mit Macron bereit sei, wenn ein gegenseitiger politischer Wille vorhanden sei.
Marlena Wessollek
Ukraine wirft russischen Truppen Entführung von 50 Einwohnern aus Grenzregion vor
Russische Truppen haben ukrainischen Angaben zufolge die Grenze zur nordöstlichen Region Sumy überquert und rund 50 Einwohner eines Grenzdorfes nach Russland verschleppt. Die russischen Streitkräfte seien am Samstagabend in das Gebiet des Dorfes Hrabowske eingedrungen, hieß es in Berichten des öffentlich-rechtlichen Senders Suspilne und der Nachrichten-Webseite Ukrajinska Prawda mit Verweis auf das Militär. Demnach handelt es sich bei den meisten der verschleppten Dorfbewohner um ältere Menschen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Marlena Wessollek
Keine direkten Gespräche zwischen USA, Ukraine und Russland bei Beratungen über Waffenruhe in der Ukraine geplant
Der russische Präsidentenberater Juri Uschakow hat Berichte über ein mögliches direktes Treffen zwischen Vertretern der USA, der Ukraine und Russlands zurückgewiesen. "Bislang hat niemand ernsthaft über dieses Vorhaben gesprochen und meines Wissens ist dies nicht in Vorbereitung", zitierten russische Nachrichtenagenturen Uschakow. Zudem kritisierte Uschakow die Änderungen an den US-Vorschlägen für ein Kriegsende in der Ukraine. "Ich bin sicher, dass die Vorschläge, die die Europäer und Ukrainer gemacht haben (...) die Möglichkeit eines langfristigen Friedens definitiv nicht verbessern", sagte Uschakow laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax.
Der russische Präsidentenberater Juri Uschakow. Maxim Shemetov/pool/AFP/Getty Images
Seit Freitag wurde in den USA in separaten Gesprächen über eine Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine beraten. Der russische Sondergesandte Kirill Dmitrijew bezeichnete die Gespräche als konstruktiv.
Elizabeth Rushton
Ukrainische Kräfte dringen in Kupjansk vor
Ukrainische Soldaten sind entlang einer Autobahn im Zentrum der umkämpften Stadt Kupjansk im Osten der Region Charkiw vorgestoßen. Das meldet das Institute for the Study of War (ISW) in seinem aktuellen Lagebild. Von dort aus konnten sie gegen russische Angriffe auf Stellungen nördlich der Stadt zurückschlagen.
Russische Streitkräfte rückten nördlich der Stadt Huljaipole in der Region Saporischschja vor. Laut ISW zeigen geolokalisierte Aufnahmen, wie diese innerhalb der Dörfer Dobropillya und Warwariwka weitere Gebiete eroberten.
Lesen Sie hier mehr dazu:
Russische Streitkräfte rückten nördlich der Stadt Huljaipole in der Region Saporischschja vor. Laut ISW zeigen geolokalisierte Aufnahmen, wie diese innerhalb der Dörfer Dobropillya und Warwariwka weitere Gebiete eroberten.
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Bastian Hartig
Putin unter bestimmten Voraussetzungen bereit zu Gespräch mit Macron
Russlands Präsident Wladimir Putin ist unter gewissen Bedingungen zu Gesprächen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron bereit. Voraussetzung sei ein gegenseitiger politischer Wille, meldete die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf Kremlsprecher Dmitri Peskow. "Wenn es einen gegenseitigen politischen Willen gibt, dann kann das nur positiv gesehen werden", zitierte die Agentur den Sprecher.
Sarah Vojta
Russischer Präsidentenberater nennt Gespräche mit USA "konstruktiv"
Nach mehreren Berichten über die fortgesetzten Verhandlungen zwischen Russland und den USA hat sich der russische Präsidentenberater Kirill Dmitrijew dazu geäußert. "Die Gespräche verlaufen konstruktiv", sagte Dmitrijew. Er war für das Treffen mit Vertretern der US-Regierung nach Miami gereist. Die Gespräche würden im Verlauf des Samstags und am Sonntag weitergeführt werden, erklärte er.
Hintergründe zu den Verhandlungen in Miami lesen Sie hier.
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Sven Crefeld
Drohne mit russischer Fahne über Kyjiw
Unbekannte haben über der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw eine Drohne gestartet, an der eine russische Flagge befestigt war. Entsprechende Berichte bestätigte die Polizei Kyjiws auf Telegram, nachdem die Behörde zunächst von einer Falschmeldung gesprochen hatte. Videos von der Drohne kursierten zuvor in Onlinenetzwerken; die Polizei will den Vorfall prüfen. In der Ukraine ist die Demonstration russischer Symbolik verboten.
Sarah Vojta
Russischer Präsidentenberater wohl in Miami angekommen
Der russische Präsidentenberater Kirill Dmitrijew ist in Miami im US-Bundesstaat Florida zu neuen Gesprächen über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine eingetroffen. Das berichten die Nachrichtenagenturen AFP und Reuters, die sich dabei jeweils auf anonyme russische Quellen beziehen. Laut Reuters wird Dmitrijew sich dort mit dem US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, dem Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, treffen.
Kirill Dmitrijew ist für Gespräche in die USA geflogen. Maxim Shemetov/Pool/Reuters
Zudem soll es laut dem ukrainischen Präsidenten zu den ersten direkten Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland seit etwa einem halben Jahr kommen. Laut Wolodymyr Selenskyj hatte die US-Regierung die Gespräche zwischen Unterhändlern der Regierungen in Kyjiw und Moskau vorgeschlagen.
Sven Crefeld
Russischer Gesandter soll in Miami mit Ukrainern sprechen
Erstmals seit einem halben Jahr soll es wieder direkte Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland über eine mögliche Waffenruhe geben. Zwar begannen die Gespräche im US-Bundesstaat Florida zwischen Vertretern der USA, der Ukraine und Europas ohne russische Beteiligung. Ein Kreml-Gesandter sollte jedoch später hinzukommen. Der russische Präsidentenberater Kirill Dmitrijew bestätigte am Samstag seine geplante Teilnahme an den Verhandlungen; auf X schrieb er, er sei auf dem Weg nach Miami.
Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hatte die US-Regierung vorgeschlagen, dass es die ersten direkten Gespräche zwischen Unterhändlern Kyjiws und Moskaus seit Juli geben soll. Nach seiner Kenntnis hätten die USA das neue Gesprächsformat vorgeschlagen, "das die Ukraine, die Vereinigten Staaten und Russland umfasst", erklärte Selenskyj. Er fügte hinzu, dass auch europäische Vertreter anwesend sein könnten, und äußerte die Hoffnung, dass es zumindest eine Einigung über den Austausch von Gefangenen zwischen Russland und der Ukraine geben könne.
Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hatte die US-Regierung vorgeschlagen, dass es die ersten direkten Gespräche zwischen Unterhändlern Kyjiws und Moskaus seit Juli geben soll. Nach seiner Kenntnis hätten die USA das neue Gesprächsformat vorgeschlagen, "das die Ukraine, die Vereinigten Staaten und Russland umfasst", erklärte Selenskyj. Er fügte hinzu, dass auch europäische Vertreter anwesend sein könnten, und äußerte die Hoffnung, dass es zumindest eine Einigung über den Austausch von Gefangenen zwischen Russland und der Ukraine geben könne.
Sven Crefeld
Selenskyj berichtet von US-Vorschlag für neues Gesprächsformat
Die USA haben ein mögliches neues Format für Gespräche mit Russland angeboten. Die Ukraine werde über das Format entscheiden, sobald klar sei, ob die bilateralen Gespräche mit US-Unterhändlern positiv verliefen, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die USA hätten erklärt, sie würden ein separates Treffen mit Vertretern Russlands abhalten – "und sie haben das folgende Format vorgeschlagen, soweit ich das verstehe: Ukraine, Amerika, Russland und, da es dort Vertreter Europas gibt, wahrscheinlich auch Europa", sagte Selenskyj.
US-Unterhändler sollten sich am Samstag mit russischen Regierungsvertretern in Florida treffen. Ukrainische und europäische Gesandte hatten am Freitag eine Gesprächsrunde mit ihren amerikanischen Kollegen abgehalten und vereinbart, die Kontakte bald wieder aufzunehmen, wie der ukrainische Delegationsleiter Rustem Umjerow mitteilte.
Die Ukraine und Russland haben seit Juli nicht mehr direkt miteinander verhandelt. Die von den USA unterstützte Pendeldiplomatie zur Beendigung des fast vier Jahre dauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich in den vergangenen Wochen intensiviert.
Die Ukraine und Russland haben seit Juli nicht mehr direkt miteinander verhandelt. Die von den USA unterstützte Pendeldiplomatie zur Beendigung des fast vier Jahre dauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich in den vergangenen Wochen intensiviert.
Parvin Sadigh
Ukraine und Portugal vereinbaren Co-Produktion von Seedrohnen
Die Ukraine und Portugal wollen künftig gemeinsam ukrainische Seedrohnen herstellen. "Wir haben bewiesen, dass unsere unbemannten Überwasserfahrzeuge (USV) hervorragend gegen russische Kriegsschiffe und U-Boote funktionieren", schreibt der Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Oleksandr Kamyschin, auf der Plattform X. "Jetzt werden sie Portugal helfen, Europa vom Meer aus zu verteidigen."
Sarah Kohler
Ukraine meldet erneut russischen Angriff auf Hafen Piwdennyj
Bei einem russischen Angriff ist nach ukrainischen Angaben erneut der Hafen Piwdennyj am Schwarzen Meer in der Region Odessa getroffen worden. Dies teilt der stellvertretende Ministerpräsident Oleksij Kuleba mit. Die russischen Truppen zielten seiner Ansicht nach absichtlich auf zivile Logistikrouten in der Region Odessa, schrieb er auf Telegram. Eine russische Stellungnahme gab es zunächst nicht.
Sarah Kohler
Russisches Militär will weitere Dörfer eingenommen haben
Das russische Militär hat die Einnahme der Dörfer Switle in der Region Donezk und Wysoke in der Region Sumy in der Ukraine gemeldet. Die Angaben des Verteidigungsministeriums können nicht unabhängig überprüft werden.
Elizabeth Rushton
Russland besetzt weitere Siedlungen bei Charkiw
Russische Streitkräfte haben in den vergangenen Tagen zwei Orte in der Region Charkiw im Osten der Ukraine eingenommen. Das meldet das Institute for the Study of War (ISW) in seinem aktuellen Lagebericht. Die Siedlungen Synelnykowe und Tsehelne liegen nordöstlich der Regionalhauptstadt.
Zugleich meldete Russland Vorstöße in zwei Teilen der Region Donezk. Sowohl im Südosten der Stadt Kostjantyniwka als auch in der Nähe der Stadt Dobropillja belegen geolokalisierte Aufnahmen, dass russische Kräfte hier vorgedrungen sind.
Lesen Sie hier mehr dazu:
Zugleich meldete Russland Vorstöße in zwei Teilen der Region Donezk. Sowohl im Südosten der Stadt Kostjantyniwka als auch in der Nähe der Stadt Dobropillja belegen geolokalisierte Aufnahmen, dass russische Kräfte hier vorgedrungen sind.
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29,587 Kommentare
Lukas23
Putin und Vorbedingungen! Auf Gut Deutsch heißt das, ich will nicht!
schekomirII
Putin und Trump spielen hier eine Show ab, schwanken täglich zwischen Bereitschaft zu Gesprächen oder atomaren Auslöschungsfantasien, um die Medien zu manipulieren, und die spielen willentlich mit bei dieser Affenshow.
Derweil wollen beide nur davon ablenken, wie schlecht es innenpolitisch läuft, also muss man Krieg spielen und andere Länder überfallen und mit Raketen bewerfen.
Die Menschheit in 2025 ist keinen Schritt weiter gekommen vom Brot und Spiele von vor 2000 Jahren.
Für Menschen, die Vernunft, Weitsicht, Differenzierbarkeit und Anstand gelernt haben, tut das unendlich weh, wie einfach sich die Massen von billigen Parolen und Clownsshow einfangen lassen, um dann Freiheitsfeinde, autoritäre korrupte Selbstbediener und morallose Verbrecher und Rechtsignoranten an die Macht zu wählen und dort noch weiter zu unterstützen, motiviert allein vom Hass gegen Andere und der Hoffnung, das man von der asozialen, unmenschlichen Politik irgenwie seinen eigenen Profit ziehen kann.
Dominik1991
Liebe Zeit, eure Überschrift beim heutigen Blog-Beitrag ist nicht ganz korrekt. Offensichtlich hat es seitens der USA und der Ukraine sehr wohl Pläne für direkte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine gegeben, aber diese wurde von Russland abgelehnt.
So genau sollte man schon sein. Schließlich ist die Frage, wer verhandlungsbereit ist und wer nicht, nicht ganz unwesentlich.
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Derweil tötet Russland weiter gezielt ukrainische Zivilisten.
Das_kleine_Schweizerlein
Die Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs Pramila Patten sagte im Oktober 2022, von den Russen werde sexuelle Gewalt als Kriegswaffe eingesetzt. Frauen und Mädchen sowie Männer und Jungen seien Opfer.
Laut einem Bericht des UN-Menschenrechtsrats vom August 2023 drangen im März 2022 russische Soldaten in einer Siedlung in der Nähe von Kiew in ein Haus ein, vergewaltigten die dort lebende Frau, griffen ihren Ehemann sexuell an und zwangen das Paar zum Sex, während sie zusahen. Die vierjährige Tochter des Paares wurde zu Oralsex mit einem russischen Soldaten gezwungen.
Laut ukrainischen Vorwürfen waren an mehreren Orten Zivilfahrzeuge und Kinder zwischen den abziehenden russischen Panzern als Schutzschilde eingesetzt worden.
Im Juni und Juli 2023 veröffentlichte das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (UNOCHA) und The Associated Press (AP) Berichte zu den tausenden ukrainischen Zivilisten, die nach Russland deportiert wurden. Von diesen werden laut den Berichten mindestens 4000 (ebenso viele, wie Russland in den ukrainischen besetzten Gebieten gefangen hält) in Gefängnissen und Straflagern gefangen gehalten, dort teils gefoltert und zu Zwangsarbeit gezwungen.
Vor allem ab Herbst 2023 und verstärkt ab 2024 begann die russische Armee, zahlreich und gezielt FPV-Drohnen gegen ukrainische Zivilisten einzusetzen. So machten russische Drohnen-Piloten beispielsweise in der Region und in der Stadt Cherson gezielt Jagd auf ukrainische Zivilisten.
Allzeittief
https://www.sueddeutsche.de/politik/ukraine-krieg-newsblog-putin-macron-treffen-li.3353907
Heute 11:15 Uhr Anna Bolten
Putin zu Gesprächen mit Macron bereit
Der russische Präsident Wladimir Putin ist zu Gesprächen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron bereit. Voraussetzung sei jedoch ein gegenseitiger politischer Wille, meldet die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti unter Berufung auf Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. „Wenn es einen gegenseitigen politischen Willen gibt, dann kann das nur positiv gesehen werden“, zitierte die Agentur den Sprecher.
Paris bezeichnete die Bereitschaft des russischen Präsidenten, mit Macron zu sprechen, als willkommen. Französische Medien berichten unter Berufung auf den Präsidentenpalast, dass Paris in den kommenden Tagen entscheiden werde, auf welche Weise das Gespräch stattfinden soll.
Macron hatte am Freitag gesagt, dass es für Europa und die Ukraine nützlich sein könnte, wieder mit Putin zu sprechen, um direkt an der Diskussion beteiligt zu sein. „Ansonsten diskutieren wir untereinander mit Verhandlungsführern, die allein mit den Russen diskutieren werden. Das ist nicht optimal“, so Macron.
Führen durch Handeln. Sehr gut.
Das_kleine_Schweizerlein
Mitte Mai 2022 meldete Selenskyj die Rückeroberung von 30 Dörfern rund um Charkiw. Laut ukrainischem Militär zeigen sich auch in den Dörfern um Charkiw russische Kriegsverbrechen. So wurde ein Konvoi von Zivilfahrzeugen zerschossen und teilweise ausgebrannt aufgefunden. Mehrere Zivilisten, darunter Kinder, wurden getötet.
Am 27. Juni 2022 schlugen laut ukrainischen Angaben zwei russische Ch-22-Marschflugkörper in das zentral gelegene Einkaufszentrum namens Amstor ein. Das Gebäude ging in Flammen auf. Es gibt mindestens 20 Tote und 59 Verwundete.
Bei der Befreiung der ukrainischen Region Charkiw durch die ukrainischen Streitkräfte im September 2022 wurden bei Isjum über 400 Gräber entdeckt. Bei der Exhumierung der Gräber wurden vielfach Anzeichen von Folter und mutwilligen Exekutionen sichtbar.
Am Vormittag des 8. Juli 2024 verübten gemäß UN-Informationen die russischen Streitkräfte einen Angriff mit einem Ch-101-Tarnkappen-Marschflugkörper auf die Kinderklinik Ochmatdyt in Kiew, eines der größten Kinderkrankenhäuser Europas.
Am 4. April 2025 führte Russland einen gezielten Angriff auf ein Wohngebiet in Krywyj Rih durch. Dabei wurden mehrere Sozialeinrichtungen, darunter ein Kinderspielplatz, sowie Geschäfte und mindestens zwei Dutzend Wohnungen zerstört oder schwer beschädigt. Um die Zahl der Toten und Verletzten zu maximieren, setzte Russland eine Iskander-M-Rakete mit Streumunition ein.
Das_kleine_Schweizerlein
Das Vorgehen Russlands in der Belagerung von Mariupol wurde von der Europäischen Union als Kriegsverbrechen verurteilt.[61] Die Rechtswissenschaftler Christian Tomuschat und Otto Luchterhandt bewerten diese Art der Kriegsführung als Völkermord.
Während der Belagerung von Mariupol erfolgte am 9. März 2022 eine Bombardierung des Maternity Hospitals No. 3, eines Krankenhauskomplexes, der sowohl als Kinderkrankenhaus als auch als Entbindungsstation diente.
Am 16. März 2022 bombardierten die russischen Streitkräfte das Akademische Dramatheater in Mariupol, in dem mehr als tausend Zivilisten Schutz gesucht hatten. Die Plätze vor und hinter dem Theater waren mit weißer Farbe in riesigen Buchstaben mit dem russischen Wort für „Kinder“ beschriftet, was darauf hinweisen sollte, dass sich in dem Gebäude vorwiegend Frauen und Kinder aufhielten.
Am 5. März 2022 wurden 360 Bewohner des Dorfes Jahidne im Kreis Tschernihiw in einen Keller getrieben und dort unter menschenunwürdigen Bedingungen auf engstem Raum für 26 Tage eingesperrt. Während der Gefangenschaft starben 10 Menschen, weitere 16 wurden von russischen Soldaten erschossen.
Am 3. März 2022 wurde ein Wohngebiet in Tschernihiw mit mindestens acht ungelenkten Bomben bombardiert. Dabei starben 47 Zivilisten, die in einer Schlange für Lebensmittel anstanden. Amnesty International hat den Vorfall untersucht und als Kriegsverbrechen eingestuft.
Das_kleine_Schweizerlein
Ich muss mich für die russischen Narrative entschuldigen, die ich in der Vergangenheit verbreitet habe.
Die Wahrheit ist: In den Kriegen Russlands in Tschetschenien, Georgien, Syrien und der Ukraine sind Kriegsverbrechen nicht die Ausnahme, sondern von Beginn an die Regel gewesen.
Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte dokumentierte bereits im März 2022 Angriffe Russlands auf zivile Einrichtungen wie Schulen, Kliniken und Kindergärten. Außerdem wurde über den Einsatz von Streumunition in dicht besiedeltem Gebiet berichtet.
Nach Einschätzung von Human Rights Watch sind Kriegsverbrechen gegen Zivilisten in der Ukraine keine Ausnahmen und werden von der russischen Armee offenbar gezielt eingesetzt.
Der österreichische Völkerrechtsexperte Wolfgang Benedek, fasste die Ergebnisse einer Untersuchung zusammen: „Hinsichtlich der Gebiete unter russischer Kontrolle wurden auch glaubhafte Nachweise für umfangreiche und schwerwiegende Verletzungen der Menschenrechte gefunden. Es gab gezielte Tötungen von Zivilisten, Verschwindenlassen von Amtsträgern, Deportationen und Vergewaltigungen.“
Präsident Putin zeichnete am 18. April 2022 eine der Kriegsverbrechen in Butscha verdächtigte Truppe für ihre „Professionalität“ aus.
Am 8. April 2022 wurde der mit mehreren hundert Zivilisten überfüllte Bahnhof der Stadt Kramatorsk gezielt mit einer russischen Rakete des Typs 9K79 Totschka mit Splittergefechtskopf bombardiert, 58 Menschen – vorwiegend Frauen und Kinder – wurden getötet.