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Mömax

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Mömax GmbH

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Rechtsform GmbH
ISIN NO0010886369
Gründung 2002
Sitz Wels, Österreich
Leitung
  • Patrik Kiesow
  • Jiri Sulc
  • Fabian Seifert
Mitarbeiterzahl 3000 Mitarbeiter
Branche Möbeleinzelhandel
Website https://www.moemax.at/
Stand: 2023

Mömax ist eine Möbelhauskette, die zur XXXLutz-Gruppe gehört und ihren Ursprung in Österreich hat. Das Unternehmen betreibt mehr als 99 Standorte in verschiedenen europäischen Ländern und bietet Möbel und Wohnaccessoires an.[1]

Die Geschichte von Mömax begann im Oktober 2002 mit der Eröffnung des ersten Einrichtungsmarktes in Dornbirn, Vorarlberg, Österreich.[2] Der zweite Markt folgte 2003 in Innsbruck.[3] Im selben Jahr eröffnete Mömax die erste Filiale in Deutschland in Hirschaid bei Bamberg. Der zweite deutsche Standort folgte 2004 in Nürnberg.[4]

Im Laufe des Jahres 2003 wurden bestehende Geschäfte der bisherigen Marke Möma ebenfalls in Mömax-Geschäfte umgewandelt.[5][6]

In den folgenden Jahren trat Mömax auch in den deutschen Markt ein.[7] Bis 2009 hatte Mömax 15 Geschäfte in Deutschland eröffnet, 2015 waren es bereits 28.[8][9] 2012 entstanden die ersten Filialen in Slowenien[10] und 2013 in Ungarn.[11] 2013 hatte das Unternehmen 13 Filialen in Österreich.[12] 2018 erfolgte der Markteintritt in Rumänien.[13] 2020 eröffnete die erste Filiale in der Schweiz.[14]

Unternehmensstruktur

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Im Jahr 2024 betrieb Mömax mehr als 99 Standorte in 9 Ländern in Europa[15] und beschäftigte über 3.000 Mitarbeiter.

Die Möbelhäuser von Mömax haben eine grüne Fassade mit einem pinkfarbenen X.[16][17][15]

Die Möbel von Mömax wurden seit Beginn der Produktion als Baukastenmöbel konzipiert und im günstigeren Preissegment angesiedelt für jüngere Kunden.[4] Dabei positioniert sich das Unternehmen als Alternative zu IKEA, da es eine ähnliche Zielgruppe anspricht und ein ähnliches Verkaufsflächenkonzept hat wie das schwedische Unternehmen, in dem Kunden einem vorgegebenen Weg folgend komplette Wohneinrichtungen betrachten können.[18] Dabei werden alle Bereiche der Wohnmöbel abgedeckt, sowie Dekoartikel und Heimtextilien. Dominique Bielmeier beschreibt in der Sächsischen Zeitung, dass sich das Sortiment des Unternehmens an aktuellen Trends orientiere.[19] Die Produkte werden vom Unternehmen selbst entwickelt und dann in Großserien von Vertragspartnern hergestellt; bei den Möbeln sitzen die Hersteller zum Großteil in Europa, bei kleineren Artikeln in Asien.[4][20]

Mömax fiel über die Jahre mehrmals mit Werbespots auf. Zur Eröffnung des Geschäfts in Vösendorf 2005 schaltete Mömax eine kurzzeitige Werbekampagne, in der auf humoristische Weise ein Vergleich mit dem Konkurrenten IKEA gezogen wurde. Das schwedische Möbelunternehmen ging positiv darauf ein.[21]

2015 zeigte Mömax die Werbefigur Mia Hausgeist, eine junge Frau, die als Hausgespenst die Einrichtung der bespukten Häuser kommentiert. Aufgrund der knappen Bekleidung der Figur erhielt die Kampagne Sexismusvorwürfe.[22]

In einer Analyse des Branchenbeobachter Observer von 2020 wurde die Online-Präsenz verschiedener Möbelhäuser betrachtet. Mömax wurde hierbei ein Anteil an der österreichweiten Online-Präsenz von 2,7 % zugeschrieben.[23]

Einzelnachweise

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  1. Mömax: Gründung und Standorte des Möbelhauses. 29. November 2022, abgerufen am 19. April 2024.
  2. Mömax: Gründung, Standorte, Öffnungszeiten – alle Infos zum Möbelhaus. In: Münchner Merkur. 8. Februar 2022, abgerufen am 19. April 2024.
  3. Mömax will Ideengeber und Problemlöser sein. In: Tiroler Tageszeitung. Nr. 134, 12. Juni 2003.
  4. Hochspringen nach: a b c Tilmann Grewe: Der »Lutz«-Konzern eröffnet »Möbelix«und »Mömax«. Zwei neue Möbelgeschäfte locken. In: Nürnberger Zeitung. 13. November 2004.
  5. Lutz-Gruppe künftig unter einem Dach. In: Oberösterreichische Rundschau. Nr. 43. 22. Oktober 2003. S. 10.
  6. Lutz möbelt Wels auf. In: Oberösterreichische Rundschau. Nr. 11. 11. März 2004. S. 22.
  7. Elisabeth Dostert, Stefan Weber: "Das größte Vergnügen haben die Verbraucher". In: Süddeutsche Zeitung. 19. Mai 2010, abgerufen am 30. September 2025.
  8. Petra Kirchhoff: Killbill statt Billy. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 13. August 2009. Nr. 186, S. 44.
  9. Thomas Baumann-Hartwig: Möbelmarkt an der Flügelwegbrücke – Investor will Dresdner Brachfläche wiederbeleben. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 22. September 2025, abgerufen am 30. September 2025.
  10. Mömax: Eröffnet heute 4. Filiale in Slowenien. In: Möbelmarkt. 15. Juni 2016, abgerufen am 30. September 2025.
  11. Ostexpansion in der Krise. Mömax startet in Ungarn. In: Oberösterreichische Nachrichten. 8. September 2012. S. 4.
  12. Heinz Bidner: Lutz lernt von den Schweden. In: Niederösterreichische Nachrichten. Nr. 04/2014. 20. Januar 2014. S. 16.
  13. Herta Scheidinger: Wenn Wachstum Programm ist. In: Kurier. 25. Februar 2018. S. 6.
  14. Österreichische Firma «mömax» eröffnet erste Schweizer Filialen – auch im Aargau. In: Aargauer Zeitung. 30. Juli 2020 (aargauerzeitung.ch [abgerufen am 30. September 2025]).
  15. Hochspringen nach: a b Jorid Behn: Leerstand im Ostseepark: Wie geht es mit Max Bahr und Real weiter? In: Kieler Nachrichten. 24. September 2025, abgerufen am 30. September 2025.
  16. Grüne Fassade mit pinkfarbenem X. In: Mitteldeutsche Zeitung. 26. Juli 2025, S. 17.
  17. Jutta Grätz: „Möbelhaus wird seinen Charakter bewahren“. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung. 4. September 2024. S. 4.
  18. Marie-Luise Joepgen: Die Mode im Mittelpunkt. In: Stuttgarter Nachrichten. 22. Juni 2005. S. 23.
  19. Dominique Bielmeier: „Wir wollen einen scharfen Preis bieten“. In: Sächsische Zeitung. 24. Mai 2023. S. 15.
  20. Zara Zatti: Österreicher marschieren in Pratteln ein. In: Aargauer Zeitung. 18. November 2020. S. 23.
  21. Evelyn Holley-Spiess: Mömax und Ikea liefern sich Werbe-Hickhack. Möbelhandel. In: WirtschaftsBlatt. 4. Januar 2005. Nr. 2275, S. 13.
  22. Künstliche Sympathieträger. In: extradienst. Nr. 03-04. 7. Mai 2021. S. 188–192.
  23. Ikea war online am präsentesten. In: Medianet. Nr. 2214. 29. Mai 2020. S. 43.