Toggenburg: Er soll seine Schwester über tausendmal vergewaltigt haben – Bruder wird mangels Beweisen freigesprochen
Ein 27-Jähriger soll seine zwei Jahre jüngere Schwester im Kindesalter mehrmals wöchentlich sexuell mishandelt und vergewaltigt haben. Nun liegt das schriftliche Urteil vor: Freispruch für den Bruder.
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1 Kommentare
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Roman Kamm
vor 1 Stunden
Ein zentrales Problem in solchen Fallen ist, dass Aussagen von schwer traumatisierten Menschen (Missbrauch) vor Gericht oft als nicht verwertbar eingestuft werden. Ursache dafür können unter anderem dissoziative Amnesien oder auch eine Dissoziative Identitätsstörung sein. Dabei handelt es sich um anerkannte Traumafolgestörungen, die infolge schwerer Traumatisierung entstehen. Gerade gegen diese Diagnosen wurde in der Schweiz in den vergangenen Jahren eine breit geführte, teils polemische Kampagne betrieben. Obwohl sie im ICD-11 klar beschrieben und diagnostisch verankert sind, werden sie weiterhin infrage gestellt. Betrachtet man den konkreten Fall genauer, zeigt sich, dass das Verfahren letztlich genau an diesem Punkt gescheitert ist. Im Zweifel gegen das Opfer... in diesem Bereich ist die Schweiz noch ein „Dritt Welt Land"