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Tristesse im Letzigrund
GC lockt keine 3000 Menschen an – ans Derby der Frauen kamen mehr Fans

Die Grasshoppers verlieren gegen Servette 0:1 und sind weiter im Abstiegskampf. Zu denken geben muss dem Verein auch die Entwicklung auf den Rängen.

Spieler des Grasshopper-Club Zürich begrüssen Fans im Stadion nach dem Spiel gegen Genf Servette FC.
Wenig Support: Die Grasshoppers bedanken sich nach dem Spiel gegen Servette bei ihren Fans.
Foto: Roger Albrecht (Freshfocus)
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Dienstag, 2. Dezember, Stadion Eizmoos in Cham: Die Grasshoppers gastieren im Cup beim Verein aus der Promotion League, etwas mehr als 3700 Menschen sitzen und stehen im Publikum.

Sonntag, 7. Dezember, Stadion Letzigrund in Zürich: Die FCZ-Frauen empfangen die GC-Frauen zum Derby. Zuschauende: 3096, die allermeisten unterstützen beim 4:2 den FCZ.

Dazwischen, am Samstagabend, spielen die Grasshoppers, die Männer, gegen Servette . Super League diesmal. Und es schauen 2958 zu, zur besten Zeit, das Spiel beginnt um 18 Uhr. Die tiefe Qualität des Spiels rundet den trostlosen Abend ab. Servette-Goalie Joël Mall, einst auch GC-Spieler, sagt nach der Partie: «Das tut dem Fussballherzen schon weh.»

Für GC-Verhältnisse ist die tiefe Zahl an Zuschauenden zwar nicht unbedingt dramatisch. Die Grasshoppers hatten in den letzten Jahren manche solche Spiele. Vor fast genau einem Jahr, am 7. Dezember 2024, waren gegen Yverdon knapp mehr als 2300 Menschen im Letzigrund. Und diese Saison kam GC gegen Spitzenteam YB auf 3866 Zuschauer.

Hinzu kommt, dass der Durchschnitt steigt. Die Saison 2024/25 war in dieser Hinsicht die erfolgreichste, seit die Grasshoppers im Letzigrund spielen, also seit September 2007. Und auch diese Saison steht er noch bei 7264.

Das ändert aber nichts daran, dass den Verantwortlichen das geringe Aufkommen gegen Servette zu denken geben muss. Wenn sich in dieser delikaten Lage – GC spielt einmal mehr gegen den Abstieg – keine 3000 einfinden, um das Team zu supporten, dann läuft einiges falsch. Zumal zu Beginn dieser Saison so etwas wie Euphorie zu spüren war um den Verein.

GC bleibt im Abstiegskampf stecken

Vor allem fehlen die Menschen am Samstagabend nicht nur auf den Tribünen und im Gästesektor, diesmal sind auch in der Fankurve viele leere rote Sitze zu sehen. Dazu passt, dass es in Fankreisen durchaus schon Stimmen gegen die amerikanischen Eigentümer der Grasshoppers gibt.

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Bald zwei Jahre ist es her, dass der Los Angeles FC den Schweizer Rekordmeister übernahm. Für viele ist seither zu wenig passiert – auf allen Ebenen. GC lag zum Zeitpunkt der Übernahme immerhin auf Rang 8, musste danach aber zweimal in Folge in die Barrage und ist nun erneut auf bestem Weg dorthin.

Der Zuschauerschnitt blieb dennoch stabil, er stieg sogar an. Angesichts des Trauerspiels vom Samstagabend stellt sich allerdings die Frage: Wie lange noch? Wenn es bei diesem anhaltenden sportlichen Tiefflug bleibt, werden die grossen Massen auch in den kommenden Monaten kaum in den Letzigrund kommen.

Dabei träumen auch einige Verantwortliche in Zürich, so ist es aus dem Umfeld der Grasshoppers zu hören, von einem Zuschauerschnitt von 10’000. 

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