Der drittreichste Deutsche war immer sparsam. Jetzt ist Klaus-Michael Kühne 88 Jahre alt und überhäuft seine Heimatstadt Hamburg mit Geld. Wir haben ihn gefragt, warum.
Der 88-jährige Milliardär Klaus-Michael Kühne überrascht mit dem Bau eines spektakulären Opernhauses in Hamburg, obwohl er als äußerst sparsam bekannt ist. Seine riskanten Geschäftsentscheidungen haben sich meist ausgezahlt, und er zählt zu den reichsten Deutschen. Trotz seines finanziellen Erfolgs möchte Kühne vor allem der Oper und Hamburg Glanz verleihen und die Stadt wirtschaftlich stärken. Sein Vermögen soll nach seinem Tod an eine gemeinnützige Stiftung gehen, die Bildung, Kultur, Medizin und Klimaforschung fördert. Trotz Vorwürfen aus der NS-Zeit, die sein Vermögen belasten, zeigt sich Kühne zunehmend offen für die Aufarbeitung seiner Familiengeschichte.
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Warum nur macht er das, fragen sich viele in diesen Tagen. Warum schenkt ein 88-jähriger Milliardär, der seit 50 Jahren in der Schweiz lebt und lange für seine Sparsamkeit berüchtigt war, seiner alten Heimatstadt Hamburg ein spektakuläres Opernhaus?
Um sich selbst ein Denkmal zu setzen, sagen die einen. Um sein schlechtes Gewissen zu beruhigen, vermuten die anderen.
Klaus-Michael Kühne lacht, wenn man ihm diese Mutmaßungen schildert. "Also, ich brauch keine Denkmäler", sagt er bei einem Treffen in seinem Hamburger Luxushotel The Fontenay im Sommer. Und ein schlechtes Gewissen? Das plagt ihn offenbar schon gar nicht. Kühne wirkt vielmehr wie ein Mann, der sehr mit seinen Entscheidungen im Reinen ist. Seine riskanten Wetten sind ja auch meist aufgegangen.