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VermögenWarum Bill Gates sein Geld nicht loswird

Der Microsoft-Gründer gibt Milliarden aus. Trotzdem schrumpft sein Vermögen nicht. Das liegt auch an einer Regel, die die USA Deutschland voraushaben, schreibt unser Kolumnist.Felix Oldenburg 14.11.2025 - 13:43 Uhr Artikel anhören
Bill Gates, Felix Oldenburg: Es gibt drei Antworten darauf, warum der Microsoft-Gründer sein Geld nicht ausgeben kann, schreibt Oldenburg. Foto: AP, Viktor_Strasse

Bill Gates wird einfach nicht ärmer. Der ehemals reichste Mann der Welt hat sich bereits vor 25 Jahren bei der Gründung der Gates Foundation dazu entschieden, sein gesamtes Geld für Bildung und Gesundheit im globalen Süden einzusetzen. Damals war sein Vermögen 63 Milliarden Dollar wert. Inflationsbereinigt wären das heute 120 Milliarden Dollar.

Seitdem hat die nach wie vor größte Stiftung der Welt etwa einhundert Milliarden Dollar ausgegeben. Zwanzig Jahre später war Bill Gates trotzdem nicht ärmer. 2020 war er hinter Jeff Bezos noch der zweitreichste Mann der Welt mit 98 Milliarden Dollar, was heute ebenfalls 120 Milliarden Dollar entspricht.

Und heute? Auch weitere fünf Jahre später ist er noch 118 Milliarden Dollar wert. Warum schafft es Bill Gates einfach nicht, sein Geld auszugeben? Darauf gibt es gleich drei Antworten, und jede ist eine Lektion für Wohltäter in Deutschland.

Die Gründe für die Entwicklung des Gates-Vermögens

Erstens schaut er nicht nur auf sein eigenes Geld, sondern er mobilisiert ein Vielfaches von anderen Vermögenden. Warren Buffett hat bis 2022 etwa ein Drittel des Budgets der Gates-Stiftung beigesteuert, statt eine eigene Stiftung zu gründen. Und 250 Reiche aus 30 Ländern haben den „Giving Pledge“ unterzeichnet und so eine Billion für gute Zwecke zu ihren Lebzeiten versprochen. In Deutschland gibt es dagegen nur wenige und eher kleine Gemeinschaftsstiftungen, und den Giving Pledge hat bisher nur Hasso Plattner unterschrieben.