Das Konzept für den Alten Leipziger Bahnhof als Gedenkort für NS-Opfer in Dresden steht. Jetzt soll der Stadtrat eine Entscheidung dazu treffen. Die drohende Ablehnung schlägt vorab Wellen.
Dresden. Die Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsstätte am Alten Leipziger Bahnhof soll der zentrale Holocaust-Gedenkort in Sachsen werden. Das Konzept wurde vor gut einem Monat vorgestellt. Jetzt soll der Stadtrat in Dresden darüber abstimmen und entscheiden, dass weiter daran geplant wird. Doch das droht an diesem Donnerstag womöglich zu scheitern. Worum es genau Streit gibt.
Was ist geplant?
Von 1942 bis 1944 wurden vom Alten Leipziger Bahnhof aus Jüdinnen, Juden und andere Verfolgte des NS-Regimes in Vernichtungslager und Ghettos deportiert. Um daran zu erinnern und auch für künftige Generationen zu mahnen, welches Gräuel seinerzeit auch von Dresden ausging, hat der Verein Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof ein Konzept erarbeitet.