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Erfolg für SP Kloten
Wohninitiative fliegen die Unterschriften nur so zu

Fünf Personen stehen in einer Einkaufspassage neben einem Schild mit der Aufschrift ’Mehr bezahlbare Wohnungen’. Sie halten Klemmbretter und Flyer.
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In Kürze:
  • Die SP Kloten sammelte für ihre Wohninitiative in Rekordzeit 459 Unterschriften.
  • Stadtrat und rechtsbürgerliche Mehrheit verzichteten bisher auf Vorgaben für preisgünstige Wohnungen.
  • Die Initiative fordert, dass Investoren bei Auf- und Einzonungen zwischen 25 und 50 Prozent der damit zusätzlich ermöglichten Wohnungen zum Selbstkostenpreis anbieten müssen.

Mit ihrer neusten Initiative trifft die SP Kloten den Nerv der Zeit: Eben erst von den beiden Parlamentsvertretern Max Töpfer und Philip Graf lanciert, hat die Wohninitiative schon am allerersten Tag der Unterschriftensammlung 150 Prozent der erforderlichen Unterschriftenzahl erreicht. Das vermelden die beiden einheimischen Politiker nachdem sie am vergangenen Samstag zusammen mit der Zürcher Co-Parteipräsidentin Michèle Dünki-Bättig und Klotens Nationalrätin Priska Seiler Graf in der Stadthauspassage für die Volksinitiative warben.

Bereits 459 Personen haben das Anliegen mit dem populären Titel «Für mehr bezahlbare Wohnungen» unterzeichnet. Dass das nötige Quorum von 300 Unterschriften derart schnell übertroffen worden sei, verdeutliche, «wie sehr die steigenden Mieten die Menschen in Kloten belasten würden», schreibt die SP in einer Mitteilung.

Stadtrat hat bisher auf Vorgaben verzichtet

Töpfer spricht von einer «Wohnungskrise» und gibt sich besorgt. «Wer heute in Kloten eine Wohnung sucht, zahlt rund 16 Prozent mehr als noch vor vier Jahren.» Die steigenden Mieten würden mittlerweile viele Menschen bis weit in den Mittelstand hinein belasten. Das hätten nun auch zahlreiche Gespräche auf der Strasse bestätigt.

Die Initiative verlangt, dass bei Aufzonungen mindestens die Hälfte und bei Ein- und Umzonungen mindestens ein Viertel der zusätzlichen möglichen Wohnungen zur Kostenmiete angeboten werden müssen. Der Stadtrat und die rechtsbürgerliche Parlamentsmehrheit in Kloten, aus SVP, FDP und Mitte, hatten bisher stets darauf verzichtet, bei grösseren Wohnbauprojekten einen Mindestanteil an preisgünstigen Wohnungen einzufordern.