"Ned, dass eine Leiche drinliegt", sagt Hubert Aiwanger und schaut durch den Nebel Richtung Unterholz. Zwischen seinen Fingern dreht er eine silberne Hülse. Unser Waldspaziergang hat noch nicht begonnen, da ist der stellvertretende bayerische Ministerpräsident, Wirtschaftsminister im Freistaat und oberste Raufbold der Freien Wähler unvermutet als Waffenexperte gefragt. Ich halte ihm ein Stück Munition hin, das dort auf dem Feldweg lag, wo seine Dienstlimousine parkt. "An der ist keiner gestorben", bilanziert er nach kurzer Examination des Fundstücks, gegenüber einem Hügel bei Pfaffenhofen, eine halbe Stunde Autofahrt von München entfernt.
"Also ich hab' jetzt noch von keinem Spaziergänger gehört, der da erschlagen worden wäre!" Hubert Aiwanger auf der Lichtung eines Windrads im Wald bei Pfaffenhofen in Oberbayern.
© Manuel Nieberle für DIE ZEIT
Hubert Aiwanger: Das zweite Gesicht des Grünen-Fressers
Was ist los mit Hubert Aiwanger? Bayerns Vize-Ministerpräsident, bekannt als Anti-Öko, feiert die Windkraft. Ein Waldspaziergang zwischen Zartheit und Tiraden