
FIRE-Bewegung: „Das wichtigste Prinzip ist: Geld ist gleich Lebensenergie“
Frankfurt. Wer träumt nicht davon, früher in Rente zu gehen? Unabhängig von Erwerbsarbeit zu sein, weil man sein Leben aus eigener Tasche bestreitet und von eigenem Vermögen, aus Dividenden, Zinsen, Mieteinnahmen und passivem Einkommen lebt.
Das ist das Ziel der sogenannten FIRE-Bewegung. Das Kürzel steht für „Financial Independence, Retire Early“, übersetzt „frühe Rente durch finanzielle Unabhängigkeit“. Der Trend kommt aus den USA und wurde um 2010 durch Onlineforen und Blogs wie „Mr. Money Mustache“ des Finanzbloggers Pete Adeney populär, der mit 30 Jahren seinen Job als Softwareingenieur bei Cisco
Eine, der das noch viel früher gelang mit der finanziellen Unabhängigkeit, ist US-Autorin Vicki Robin, 80. Sie gilt als geistige Vorreiterin der Bewegung, weil sie schon in den 1980er-Jahren dank niedriger Ausgaben und hoher Zinsen auf US-Staatsanleihen allein von ihren Rücklagen lebte. Wie blickt die Starautorin heute auf ihren Weg und die Philosophie dahinter?
Im Handelsblatt-Interview verrät Robin, worin sie zum Vermögensaufbau investiert hat, warum „FIRE“ oft missverstanden wird und wieso sie die Szene der Hardcore-Sparer heute kritisch sieht.