Künstliche Intelligenz : Paradigmenwechsel in der Forschung?
Künstliche Intelligenz kann zwar nicht selbst kreativ forschen, aber sie kann durch Mustererkennung in neue Dimensionen vorstoßen. Nun müssen wir uns abgrenzen.
Anlässlich der UN-Generaldebatte haben kürzlich zweihundert prominente Wissenschaftler und KI-Experten „rote Linien“ bei der Nutzung von KI gefordert. Falls die Menschen versäumten, der KI Grenzen zu setzen, könnte es in den kommenden Jahren immer schwieriger werden, die menschliche Kontrolle zu behalten. An dieser Stelle interessiert die Antwort auf eine Frage ganz besonders: Kann KI forschen? Der Physiker und Wissenschaftsphilosoph Thomas S. Kuhn stellt in seinem Buch „Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ aus dem Jahr 1962 die These auf, dass Wissenschaft sich nicht linear fortentwickelt. Sie sei von Umbrüchen, sogenannten „wissenschaftlichen Revolutionen“, geprägt und zeichne sich durch „Paradigmenwechsel“ aus. Wissenschaftliche Sprünge erfolgen danach gegen das System. Kopernikus musste das geozentrische Weltbild zerstören, um die Köpfe seiner Zeitgenossen für das heliozentrische zu öffnen. Kann KI solche Sprünge aus dem System heraus machen?
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