Trump verkündet Waffenruhe: Warum es noch zu früh ist, um von Frieden zu sprechen

Celebrations in Tel Aviv after Gaza peace deal announcement
Im Gazastreifen wie in Israel feierten Menschen auf den Straßen, nachdem der US-Präsident die neue Waffenruhe verkündete. Einige Fragen bleiben aber offen. Ein Überblick.

Zusammenfassung

  • Israel und Hamas haben nach langen Verhandlungen einer neuen Waffenruhe und einem Friedensplan von US-Präsident Trump zugestimmt.
  • Der Plan sieht unter anderem einen Rückzug der israelischen Streitkräfte, Freilassung von Geiseln und Häftlingen sowie verstärkte Hilfslieferungen vor.
  • Die Zukunft des Gazastreifens und die Verwaltung des Gebiets bleiben weiterhin ungeklärt und umstritten.

Mehr als zwei Jahre nach dem brutalen Großangriff der Terrororganisation Hamas am 7. Oktober 2023 und anschließenden Beginn der bis heute andauernden israelischen Militäroffensive im Gazastreifen haben sich beide Seiten am Mittwochabend auf eine neuerliche Waffenruhe geeinigt. 

In der Nacht auf Donnerstag gab US-Präsident Donald Trump gab auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social bekannt, sowohl Israel als auch die Hamas hätten seinem Friedensplan zugestimmt. Um ca. 15:30 Uhr unterzeichnet dann Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Vereinbarung im Namen seiner Regierung.

Der Durchbruch gelang offenbar nach tagelangen Verhandlungen in Ägypten. Neben Vertretern Israels und der Hamas waren Diplomaten und Verantwortliche aus den USA, Ägypten, Katar und der Türkei beteiligt. In Israel und im Gazastreifen feierten Menschen auf den Straßen.

Der KURIER klärt die wichtigsten Fragen und Antworten:

Worauf genau haben sich beide Seiten am Mittwoch geeinigt?

Trumps Plan beinhaltet folgende Punkte:

  • Israels Streitkräfte ziehen sich bis an die Grenzen des Gazastreifens zurück. Die USA und andere Vermittlerstaaten wie Ägypten und Katar würden für die Sicherheit im Gebiet "garantieren" - wie, ist noch unklar.
  • Anschließend lässt die Hamas bis Sonntag 20 lebende Geiseln frei. In den folgenden Tagen übergeben die Terroristen die Leichen aller ermordeten Geiseln. Öffentliche Demütigungen lebender Geiseln, wie bei vorhergehenden Übergaben üblich, sind diesmal untersagt.
  • Israel entlässt im Gegenzug rund 2.000 palästinensische Häftlinge, jedoch keine, die am Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 beteiligt waren.
  • Israel verpflichtet sich, bis Dienstag täglich mindestens 400 Lkw mit Hilfsgütern in den Gazastreifen zu lassen. Später sollen es noch mehr werden.

Wie geht es in den nächsten Tagen weiter?

Am Sonntag wird Trump nach Israel reisen, eine Rede vor dem Parlament halten. Eigentlich will er auch die befreiten Geiseln treffen, doch das könnte dauern: Zwar hat die Hamas versprochen, sie bis Sonntag freizulassen, Trump selbst rechnete im Interview mit dem TV-Sender Fox mit einer Übergabe am Montag.

Trump verkündet Waffenruhe: Warum es noch zu früh ist, um von Frieden zu sprechen

US-Außenminister Marco Rubio (links) informierte Präsident Donald Trump während eines Medienauftritts über den Verhandlungserfolg.

Welche Rolle spielte Donald Trump in den Verhandlungen?

Offenbar eine Entscheidende. Wie US-Medien berichten, setzte Trump beide Seiten massiv unter Druck.

Der Hamas drohte Trump demnach mit der völligen Zerstörung des Gazastreifens durch das israelische und US-amerikanische Militär, sollten die Terroristen der Waffenruhe nicht zustimmen. Netanjahu soll er spätestens nach dem israelischen Angriff auf den Vermittlerstaat Katar den vollständigen Entzug der diplomatischen und militärischen Unterstützung in Aussicht gestellt haben.

Zudem intensivierte Trump den Kontakt zum türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, lud ihn nach Washington ein und gewann ihn offenbar dafür, mit türkischen Truppen für die Sicherheit im Gazastreifen zu garantieren – wie auch immer das aussehen wird.

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Ist das der Beginn eines langfristigen Friedens?

Das ist – leider – alles andere als wahrscheinlich. Denn spätestens ab Mitte nächster Woche werden beide Seiten ihre Verpflichtungen der Vereinbarung erfüllt haben, die erste Phase des Friedensplans damit beendet sein. Zwar sagte die Hamas bereits zu, „unverzüglich“ über Phase zwei verhandeln zu wollen, jedoch liegen beide Seiten bei deren Eckpunkten meilenweit auseinander.

Welche Fragen sind noch ungeklärt?

Zum einen ist die Hamas nach wie vor bewaffnet – und zeigt keine Bereitschaft, sich entwaffnen zu lassen. Für Netanjahu und seine rechtsextremen Koalitionspartner ist das aber – neben der Befreiung aller Geiseln – die Bedingung für Frieden.

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Vor allem in der Frage nach der Zukunft des Gazastreifens gibt es keinen gemeinsamen Nenner. Trumps Plan sieht eigentlich vor, das Gebiet unter die Verwaltung einer „palästinensischen Technokraten-Regierung“ zu stellen, der wiederum ein Aufsichtsgremium vorsteht. Dem soll der britische Ex-Premier Tony Blair angehören – und Trump selbst.

Etliche arabische Staaten, darunter die Vermittlernationen Katar und Ägypten, unterstützen das nur unter der Bedingung, dass diese Behörde den Weg für einen unabhängigen Palästinenserstaat ebnet. Israels Regierung schließt das weiter aus. Umgekehrt lehnt die Hamas eine Verwaltung durch Nicht-Palästinenser wie Trump und Blair ab.

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Friedensplan von Israel und Hamas

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  • |Patrick Resch

    Video: Freilassung der Geiseln

    Das Social-Media-Team des KURIER hat eine kompakte Zusammenfassung zur Freilassung der Geiseln zwischen Israel und der Hamas zusammengestellt.

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  • |Patrick Resch

    Netanyahu: 20 Geiseln am Leben, 28 tot

    Mit Beginn der Feuerpause begann eine 72-stündige Frist bis zur Freilassung der lebenden Geiseln. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bestätigte in einer Fernsehansprache, dass 20 der aus Israel verschleppten Geiseln am Leben und 28 tot seien. Netanyahu äußerte die Hoffnung, dass Israel ab Montagabend "einen Tag der nationalen Freude" nach der Rückkehr aller lebenden und toten Geiseln aus dem Gazastreifen feiern könne. Alle Geiseln würden in den nächsten Tagen zurückkehren. Netanyahu versprach, die Leichen der getöteten Geiseln ein jüdisches Begräbnis zu ermöglichen.

    Die israelischen Truppen werden nach den Worten Netanyahus im Gazastreifen bleiben, um Druck auf die Hamas auszuüben, sich zu entwaffnen. "Die Hamas hat dem Abkommen erst zugestimmt, als sie das Schwert an ihrem Hals spürte", betonte der israelische Premier laut Medienberichten, "und es liegt immer noch an ihrem Hals." Er fügte hinzu, dass die Hamas dem Abkommen nur zugestimmt habe, als der Plan von US-Präsident Donald Trump sie "auf beispiellose Weise international isoliert" habe.

  • |Patrick Resch

    Ausweitung der Hilfe in Gaza wird vorbereitet

    Hilfsorganisationen wie die Caritas und Diakonie bereiten nach dem vereinbarten Waffenstillstand zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas eine Ausweitung der Hilfe in Gaza vor. "Nach Monaten unvorstellbaren Leids ist jedes Signal, das Hoffnung auf Frieden und Menschlichkeit gibt, ein Lichtblick", so Alexander Bodmann, Vizepräsident der Caritas Österreich, in einer Aussendung am Freitag laut Kathpress.

    Jedes Ende der Bombardierungen bedeutet für die Menschen in Gaza "vor allem eines: die Chance zu überleben". Nun sei ein freier humanitärer Zugang essenziell, damit "unabhängige Hilfsorganisationen, die jahrelange Erfahrung in humanitärer Nothilfe haben und mit lokalen Partnern vor Ort zusammenarbeiten, umgehend ihre Arbeit aufnehmen können", betonte Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser.

  • |Patrick Resch

    Waffenruhe im Gazastreifen in Kraft

    Die Waffenruhe im Gazastreifen zwischen Israel und der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas ist seit 11.00 Uhr MESZ (12.00 Uhr mittags Ortszeit) in Kraft. Die israelischen Truppen hätten mit dem Teilrückzug begonnen und würden entlang der aktualisierten Einsatzlinien in Stellung gehen, teilte die Armee mit. Dies geschehe auch in Vorbereitung auf die Rückkehr von Geiseln. Eine Stellungnahme der Hamas lag zunächst nicht vor.

  • |Patrick Resch

    Israel startet Truppenrückzug

    In der Nacht auf Freitag haben sich Medienberichten zufolge erste israelische Truppen aus dem Gazastreifen zurückgezogen. Der Vereinbarung zufolge sollen sich die Truppen innerhalb von 24 Stunden nach der Zustimmung des israelischen Kabinetts zur Feuerpause zurückziehen und dann die Kontrolle über 53 Prozent des Küstenstreifens in den grenznahen Pufferzonen haben. Vom Militär selbst gab es noch keine Informationen über den Truppenrückzug.

  • |Stefan Berndl

    Minister Ben-Gvir droht mit Sturz von Israels Regierung

    Der rechtsextreme israelische Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, droht mit dem Sturz der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Sollte die radikal-islamische Hamas am Ende nicht "zerschlagen" werden, werde seine Partei Otzma Yehudit (Jüdische Stärke) die Regierung zerschlagen, erklärte Ben-Gvir am Donnerstagabend. Die Äußerung erfolgt vor einer Regierungssitzung, in der über den US-Plan für eine Feuerpause im Gazastreifen beraten werden soll.
  • |Stefan Berndl

    Macron: Auf Gaza-Deal muss Zwei-Staaten-Lösung folgen

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich zum Start einer internationalen Konferenz zum Nahost-Konflikt erneut für eine Zwei-Staaten-Lösung in Nahost ausgesprochen. US-Präsident Donald Trump habe einen ehrgeizigen Weg für ein umfassendes Abkommen in der Region aufgezeigt, sagte Macron am Donnerstagabend in Paris. 

    "Dieses Engagement ist von entscheidender Bedeutung, und wir sind hier, um diese Vision zu unterstützen, nämlich einen dauerhaften Waffenstillstand und eine Stabilisierung des Gazastreifens, die durch eine politische Lösung auf der Grundlage eines palästinensischen Staates und einer endlich friedlichen Koexistenz in der Region Sicherheit für alle bieten kann", meinte Macron.

  • |Stefan Berndl

    Hamas erklärt Ende des Krieges

    Die radikal-islamische Hamas hat den Krieg im Gazastreifen für beendet erklärt. Zur Begründung verwies die Gruppe am Donnerstag auf Zusicherungen der USA, arabischer Vermittler und der Türkei für ein dauerhaftes Ende der Kämpfe. Die Vereinbarung umfasse die Öffnung des Grenzübergangs Rafah in beide Richtungen, sagte der im Exil lebende Hamas-Anführer Khalil Al-Hayya. Zudem sehe sie die Freilassung aller in Israel inhaftierten palästinensischen Frauen und Kinder vor.

    Eine israelische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Zuvor hatten beide Seiten eine Vereinbarung unterzeichnet, die den ersten Teil eines von US-Präsident Donald Trump vorgelegten Friedensplans umsetzen soll.

  • |Stefan Berndl

    Neues zur Geisel-Freilassung

    Laut US-Präsident Donald Trump könnten die Geiseln am Montag oder Dienstag freigelassen werden.

  • |Daniela Wahl

    US-Präsident Trump am Sonntag in Israel erwartet

    US-Präsident Donald Trump wird am Sonntag in Jerusalem erwartet. Das Büro des israelischen Präsidenten Isaac Herzog teilte mit, dessen Pläne für Sonntag seien angesichts des erwarteten Besuchs abgesagt worden. Eine offizielle Ankündigung lag am Donnerstagnachmittag zunächst nicht vor.

    Trump selbst hatte am Mittwoch gesagt, er werde Ende der Woche "möglicherweise" in den Nahen Osten reisen.

  • |Daniela Wahl

    Stocker: "Lang ersehnte, gute Nachricht"

    Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) ließ auf der Kurznachrichten Plattform "X" wissen: "Der Durchbruch bei den Friedensverhandlungen ist eine lang ersehnte, gute Nachricht aus dem Nahen Osten. (...) Das Abkommen muss nun rasch umgesetzt werden, damit die Geiseln endlich freigelassen werden, das Blutvergießen endet und viel mehr humanitäre Hilfe nach Gaza kommt."

  • |Daniela Wahl

    Israel: Vereinbarung mit Hamas offiziell unterzeichnet

    Die Vereinbarung zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas zur ersten Phase einer Waffenruhe im Gazastreifen ist laut der Regierung Israels offiziell am Donnerstag "von allen Parteien" in Ägypten unterzeichnet worden. Das teilte eine Sprecherin am Nachmittag mit. Die geplante Waffenruhe soll demnach 24 Stunden nach einer israelischen Kabinettssitzung am (heutigen) Donnerstag in Kraft treten. Dann beginne die vereinbarte 72-stündige Frist zur Freilassung der Geiseln.

    Marwan al-Barghouti, ein Anführer der Fatah-Bewegung, werde aber nicht unter der Palästinensern sein, die im Austausch für die Geiseln freikommen, sagt die Sprecherin weiter. Nach Freilassung der Geiseln werde Israel noch etwa 53 Prozent des Gazastreifens kontrollieren. Die Vereinbarung sieht neben der Freilassung israelischer Geiseln auch die Entlassung palästinensischer Häftlinge aus israelischen Gefängnissen, einen Rückzug der israelischen Armee sowie Hilfslieferungen vor.

  • |Patrick Resch

    "Große Sorge": Israelischer Minister hat "ungeheure Angst"

    Der rechtsextreme israelische Minister Bezalel Smotrich hat sich deutlich gegen die Übereinkunft zwischen Israel und der islamistischen Hamas ausgesprochen. Er und seine Partei würden dem Deal nicht zustimmen, schrieb Smotrich auf der Plattform X. Der Finanzminister äußerte zwar „große Freude“ über die bevorstehende Rückkehr der Geiseln, sprach jedoch zugleich von „großer Sorge“ über die Freilassung palästinensischer Häftlinge. 

    Er beschrieb eine „ungeheure Angst“ vor den Folgen einer „Entleerung der Gefängnisse und der Freilassung der nächsten Generation terroristischer Führungspersönlichkeiten, die alles tun werden, um hier weiterhin Ströme jüdischen Blutes zu vergießen“. Aus diesem Grund könne er sich den kurzsichtigen Feiern nach der Einigung bei den Gesprächen nicht anschließen. Israels Regierung soll am späten Nachmittag zusammenkommen, um über die Punkte der Einigung zu beraten und diese offiziell abzusegnen. Dies berichtete die „Times of Israel“ unter Berufung auf das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Es wird davon ausgegangen, dass auch dann erst die Waffenruhe im Gazastreifen in Kraft tritt. Offizielle Angaben zu den nächsten Schritten nach der Einigung in der Nacht gab es zunächst nicht. 

  • |Patrick Resch

    Umarmungen bei Friedensverhandlungen

    Nach dem Durchbruch in den Verhandlungen zum Gaza-Krieg sind erste Aufnahmen der Gespräche im ägyptischen Sharm el Sheikh veröffentlicht worden. Der staatsnahe ägyptische Fernsehsender Al-Kahira News zeigte Aufnahmen ohne Ton aus einem Konferenzraum, in dem unter anderem Khalil al-Hayya zu sehen ist, der höchste Hamas-Vertreter im Ausland. Die Stimmung ist positiv: Auf den Bildern sind Umarmungen zu sehen, Lächeln, Händeschütteln und freundliche Gesten.

  • |Patrick Resch

    Meinl-Reisinger: "Beste Nachricht seit Langem"

    Nach dem Bekanntwerden einer Einigung von Israel und der islamistischen Hamas auf die Umsetzung einer ersten Phase des US-Friedensplans für den Gazastreifen zeigt sich auch die österreichische Politik erleichtert über einen möglichen Frieden in dem seit mehr als zwei Jahren andauernden Konflikt in Nahost.

    Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) schreibt dazu auf der Kurznachrichten Plattform "X": "Ein erster Deal zwischen Israel und der Hamas zur Freilassung der Geiseln und einem Schritt Richtung Frieden ist die beste Nachricht seit langem."

  • |Patrick Resch

    Waffenruhe tritt erst am Abend in Kraft

    Die Waffenruhe tritt nach Angaben des Büros des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu aber erst am Abend nach der Ratifizierung durch das Kabinett in Kraft.

  • |Patrick Resch

    Video: Israel und Hamas einigen sich auf Friedensplan

    Das Social-Media-Team des KURIER hat eine kompakte Zusammenfassung der Ereignisse erstellt.

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  • |Patrick Resch

    170.000 Tonnen Hilfsgüter warten auf Einlass nach Gaza

    Das UN-Nothilfebüro OCHA steht mit rund 170.000 Tonnen Hilfsgütern in der Nähe des Gazastreifens bereit. Sobald grünes Licht der israelischen Behörden komme, die die Zugänge zu dem Kriegsgebiet kontrollieren, könnten diese zu den notleidenden Menschen gebracht werden, sagte ein Sprecher in Genf. Darunter seien Nahrungsmittel, Medikamente, Zelte und andere dringend benötigte Hilfsgüter. 

    Anfang der Woche hatte OCHA berichtet, dass israelische Behörden seit Beginn des Krieges im Oktober 2023 insgesamt 45 Prozent der angemeldeten Hilfskonvois entweder nicht genehmigt oder im Laufe der Mission behindert hätten. Der Sprecher zählte auf, was OCHA zur Versorgung der Zivilbevölkerung auf Basis der humanitären Prinzipien - Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit - brauche: offene Grenzübergänge, Garantien, dass Hilfskräfte und Bedürftige sich sicher bewegen können, Visa für ausländisches Personal, die uneingeschränkte Einfuhr der Hilfsgüter und Raum, damit die humanitären Helferinnen und Helfer sich bewegen können. Der Privatsektor im Gazastreifen müsse schnellstens wiederbelebt werden. 

  • |Patrick Resch

    Türkei drängt auf vollständige Umsetzung des Gaza-Deals

    Die Türkei hat die Einigung von Israel und der islamistischen Hamas auf die Umsetzung einer ersten Phase des US-Friedensplans für den Gazastreifen begrüßt. „Wir erwarten eine vollständige Umsetzung des getroffenen Waffenstillstandsabkommen“, teilte das türkische Außenministerium weiter mit. Nun müsse unverzüglich Hilfe nach Gaza geliefert und mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Ein dauerhafter Frieden in Nahost sei nur durch eine gerechte Lösung der israelisch-palästinensischen Sache möglich, hieß es. 

    Man hoffe, dass der in den Waffenstillstandsverhandlungen gewonnene Schwung in der kommenden Zeit zur Umsetzung einer Zweistaatenlösung beitragen werde. An den indirekten Verhandlungen zwischen Israel und der palästinensischen Terrororganisation Hamas im ägyptischen Küstenort Scharm el Scheich war unter anderem die Türkei beteiligt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Mittwoch gesagt, dass US-Präsident Donald Trump ihn gebeten habe, die Hamas von dem US-Friedensplan zu überzeugen. Die Türkei unterhält gute Beziehungen zur Hamas, Erdogan hatte sie mehrmals als „Befreiungsorganisation“ bezeichnet.

  • |Patrick Resch

    Widerstand gegen Einigung: Hamas muss zerstört werden

    Innerhalb der israelischen Regierung regt sich Widerstand gegen die Einigung auf eine Waffenruhe im Gazastreifen. Er werde im Kabinett gegen die Vereinbarung stimmen, kündigte der rechtsextreme Finanzminister Bezalel Smotrich am Donnerstag im Onlinedienst X an. Sobald die Geiseln frei seien, müsse die Hamas zerstört werden. Einen Rückzug aus der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu drohte er aber nicht an.

  • |Patrick Resch

    Macron: Gaza-Deal muss zu Zwei-Staaten-Lösung führen

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Einigung von Israel und der islamistischen Hamas auf die Freilassung der Geiseln und den Waffenstillstand im Gazastreifen begrüßt. „Dieses Abkommen muss das Ende des Krieges und den Beginn einer politischen Lösung auf der Grundlage der Zwei-Staaten-Lösung markieren“, sagte Macron. 

    „Frankreich ist bereit, zu diesem Ziel beizutragen. Wir werden dies heute Nachmittag in Paris mit unseren internationalen Partnern besprechen“, sagte Macron unter Verweis auf eine Konferenz, bei der es um die Umsetzung des US-Friedensplans für Gaza sowie um eine Unterstützung nach Kriegsende gehen soll. „Ich fordere alle Parteien auf, sich strikt an die Vereinbarungen zu halten“, sagte Macron weiter. Die Einigung sei eine große Hoffnung für die Geiseln und ihre Familien, für die Palästinenser im Gazastreifen und für die gesamte Region. 

  • |Patrick Resch

    Die wichtigsten Fragen und Antworten

    Außenpolitik-Redakteur Johannes Arends hat die wichtigsten Fragen und Antworten zu Trumps Gaza-Friedensplan für Sie zusammengefasst.

  • |Patrick Resch

    Jubelszenen im Gazastreifen

    Der Durchbruch in den Verhandlungen zwischen Israel und der islamistischen Hamas über eine Beendigung des Gaza-Kriegs hat Jubelszenen in dem Küstenstreifen ausgelöst. Der arabische Nachrichtensender Al Jazeera zeigte Bilder von feiernden Menschen in der Stadt Khan Younis. Auf Videos war zu sehen, wie mit Pressewesten ausgestattete Reporter die Nachricht unter der Bevölkerung verbreiteten, weil viele Menschen keinen Zugang zum Internet oder Strom haben.

    Der arabische TV-Sender Al-Arabi al-Jadid zeigte Bilder von Kindern, die sich über die Nachricht freuten. Ein Mädchen sagte dem Sender, sie freue sich, nun endlich wieder nach Hause gehen zu können. "Sobald sie uns sagen, dass wir gehen können, mache ich mich auf den Weg", sagte sie.

    Andere Bewohner sagten Al Jazeera, dass sie noch Angst hätten, aber dennoch auf einen dauerhaften Frieden hofften.

  • |Patrick Resch

    Abbas begrüßt Einigung auf Waffenruhe

    Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat die Einigung auf eine Waffenruhe im Gazastreifen begrüßt. Die Vereinbarung mache ihm "Hoffnung, dass diese Bemühungen ein Auftakt zu einer dauerhaften politischen Lösung" in der Region sein werden, erklärte Abbas am Donnerstag in Onlinediensten. Eine solche Lösung müsse "ein Ende der israelischen Besatzung" beinhalten und zur "Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates" führen.

  • |Patrick Resch

    Meloni: "Einmalige Chance"

    Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zeigt sich nach der Einigung auf den Friedensplan zuversichtlich. "Das Abkommen stellt eine einmalige Chance dar, diesen Konflikt zu beenden - eine Chance, die unbedingt ergriffen werden muss", so Meloni in einer Pressemitteilung am Donnerstag.

    "Ich möchte US-Präsident Donald Trump dafür danken, dass er unermüdlich nach einer Lösung zur Beendigung des Konflikts in Gaza gesucht hat, sowie den Vermittlern - Ägypten, Katar und der Türkei - für ihre Bemühungen. Ich rufe alle Parteien auf, die bereits vereinbarten Maßnahmen vollständig einzuhalten und gemeinsam daran zu arbeiten, die nächsten Schritte des Friedensplans rasch umzusetzen. Italien wird die Bemühungen der Vermittler weiterhin unterstützen und ist bereit, zur Stabilisierung, zum Wiederaufbau und zur Entwicklung Gazas beizutragen", so die italienische Regierungschefin.

  • |Patrick Resch

    Stocker: "Lang ersehnte, gute Nachricht"

    Für Bundeskanzler Christian Stocker ist die Einigung auf den US-Friedensplan von Israel und der Hamas "eine lang ersehnte, gute Nachricht aus dem Nahen Osten", wie er auf X schreibt. Gleichzeitig bedankt sich Stocker bei US-Präsident Donald Trump für seine "diplomatischen Bemühungen".

  • |Patrick Resch

    Insider nannte Details von Gaza-Abkommen

    Ein Insider nannte Details der in der Nacht erzielten Vereinbarung zwischen Israel und der Hamas. Demnach könnten von der Hamas festgehaltene israelische Geiseln am Samstag freikommen. Das israelische Militär wiederum werde innerhalb von 24 Stunden nach dem formellen Abschluss des Abkommens die erste Phase eines Teilabzugs aus dem Gazastreifen vollziehen.

    Die Unterzeichnung des Abkommens werde um 11.00 Uhr MESZ erwartet. Ab 16.00 Uhr MESZ sollen das israelische Sicherheitskabinett und die Regierung über das Abkommen beraten.

  • |Patrick Resch

    Israel bereitet Truppenrückzug vor

    Die israelische Armee bereitet nach eigenen Angaben einen Rückzug der im Gazastreifen stationierten Soldaten vor. Die Streitkräfte hätten "mit den operativen Vorbereitungen für die Umsetzung des Abkommens begonnen", erklärte die Armee am Donnerstag. Die Positionierung der Truppen im Gazastreifen solle "rasch angepasst" werden.

  • |Patrick Resch

    EU begrüßt Einigung

    Die Europäische Union begrüßte die Einigung zwischen Israel und der Hamas auf die erste Phase des US-Gaza-Plans als bedeutenden Durchbruch. Dies sei eine "große diplomatische Errungenschaft" und eine echte Chance, den Krieg zu beenden und alle Geiseln freizulassen, erklärte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. "Die EU wird alles in ihrer Macht Stehende tun, um dessen Umsetzung zu unterstützen", fügte Kallas hinzu.

  • |Patrick Resch

    Menschen feiern auf den Straßen

    Sowohl in Israel als auch im Gazastreifen feierten Menschen erleichtert auf den Straßen. In Tel Aviv versammelten sich die Familien der festgehaltenen Geiseln auf dem sogenannten "Platz der Geiseln". "Präsident Trump, vielen Dank. Wir danken ihm, ohne ihn würden unsere Kinder nicht nach Hause zurückkehren", sagte Hatan Angrest, dessen Sohn Matan eine der Geiseln ist. "Gott sei Dank für die Waffenruhe, das Ende des Blutvergießens und des Tötens", sagte Abdul Majeed Abd Rabbo in Khan Younis im Süden des Gazastreifens.

  • |Patrick Resch

    Israel und Hamas einigen sich auf Friedensplan

    Israel und die islamistische Hamas haben sich in der Nacht auf Donnerstag auf die erste Phase des US-Friedensplans geeinigt. Demnach werden die in den Gazastreifen verschleppten Geiseln freigelassen und Israel wird seine Truppen zurückziehen, wie US-Präsident Donald Trump bekannt gab. "Alle Parteien werden fair behandelt." Dies sehe ein Ende der Kämpfe im Gazastreifen, einen Rückzug der Israelis, Zugang für Hilfsgüter und einen Tausch von Geiseln und Häftlingen vor.

Gibt es keine Hoffnung, dass der Frieden hält?

Tatsächlich scheint Donald Trumps gerade großen Einfluss auf beide Kriegsparteien ausüben zu können, sein Drängen auf eine dauerhafte Lösung des Konflikts könnte somit zum größten Faktor werden.

Deshalb ist auch sein bevorstehender, mehrtägiger Besuch in Israel nicht einfach als eitle Siegerrunde abzutun: Trump verknüpft diese Waffenruhe damit direkt mit seiner Person. Jeder etwaige Versuch der Netanjahu-Regierung, sich von Teilen des Abkommens oder den Folgeverhandlungen abzuwenden, wird damit zum Affront gegen den wichtigsten Verbündeten.

Das kann sich Netanjahu ein Jahr vor der nächsten Wahl in Israel nicht leisten – zumal er seit Jahren mit seinen guten Beziehungen zu Washington wirbt. Trump sprach das in dieser Woche offen aus: „Er muss mit mir einverstanden sein. Er hat keine Wahl.“

In dieser Gemengelage scheint nichts mehr unmöglich – schließlich hatte vor wenigen Tagen noch kaum jemand ernsthaft daran geglaubt, dass die Hamas alle Geiseln freilassen würde.

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