Erderwärmung: "Es braucht einen Plan, Hamburg kilometerweit landeinwärts zu ziehen"
Schon 2050 könnte die Erde 3 Grad wärmer sein, warnen deutsche Forscher. Das wäre schlimmer als erwartet. Alarmismus? Nein, der Klimawandel trete in eine neue Phase ein.
Die Erderwärmung beschleunigt sich möglicherweise dramatisch, warnen deutsche Fachgesellschaften. Die Prognose von drei Grad Erwärmung bis 2050 basiert auf besorgniserregenden Beobachtungen. Die Datenlage deutet auf eine Beschleunigung des Klimawandels hin, die bisherige Forschung könnte sich als zu optimistisch erweisen. Internationale Diskussionen über die Zukunft des Klimas sind dringend erforderlich, um mögliche Risiken zu minimieren. Die Forderung nach verstärktem Klimaschutz und Anpassungsstrategien wird immer dringlicher, um die drohenden Folgen abzumildern.
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Seit einiger Zeit diskutieren Klimawissenschaftler eine besorgniserregende These: Beschleunigt sich die Erderwärmung? Davor warnen jetzt auch die Deutsche Gesellschaft für Physik und die Deutsche Gesellschaft für Meteorologie in einer gemeinsamen Stellungnahme.
DIE ZEIT: Herr Böttcher, Herr Richter, die Fachgesellschaften der Meteorologen und der Physiker in Deutschland warnen davor, schon 2050 könne die Erde sich um drei Grad erwärmt haben. Das ist in gerade mal 25 Jahren. Halten Sie das wirklich für realistisch?
Klaus Richter: Die Gefahr wächst, dass wir unser Ziel verfehlen: die globale Erwärmung auf unter 2 Grad zu halten. Eine Temperaturentwicklung hin zur Drei-Grad-Grenze lässt sich aus unserer Sicht nicht mehr völlig ausschließen, gerade unter den momentanen weltpolitischen Bedingungen. Wir rufen daher dazu auf, ein solches Risiko durch entschlossenes Handeln und verstärkten Klimaschutz zu minimieren.