Trinkgeld„Manche tragen durchsichtige T-Shirts, das hilft“

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Die Kellnerinnen Nicola Mai (r.), Chantal und Kellner Marjan im Gespräch.
Die Kellnerinnen Nicola Mai (r.), Chantal und Kellner Marjan im Gespräch. (Foto: Robert Haas)

Großraumdisco, Kulturzentrum, kleines Café: Zwei Kellnerinnen und ein Kellner über das lohnendste Outfit, die knauserigsten Gäste und darüber, was München trinkt und woran man gute Kolleginnen und Kollegen erkennt.

Interview von Philipp Crone

Der Kellner ist ausgesprochen freundlich, schnell und aufmerksam. Die drei Gäste, die an einem sonnigen Nachmittag im Restaurant Sax im Glockenbachviertel sitzen, können das beurteilen. Chantal Chaborski, 20, hat bis zum Abitur vergangenes Jahr in der Diskothek Neuraum als Barkeeperin und Kellnerin gearbeitet, Marjan von Croy, 22, ist Sportjournalismus-Student und jobbt in der Großgastronomie des HP 8 hinter dem Tresen und Nicola Mai, 63, arbeitet im kleinen Tagescafé der Konditorei Erbshäuser am Odeonsplatz. Ein Gespräch über Trinkgeld und Wertschätzung, die richtige Kleiderwahl und darüber, welchen Unterschied es macht, ob eine Frau oder ein Mann den Gast in München bedient.

Ein Jahr ohne Alkohol
:„Ich kann über diese ganzen Pro-Alk-Argumente nur noch schmunzeln“

Investigativreporter Felix Hutt trinkt manchmal so viel Alkohol, dass er seine Tochter am nächsten Morgen nur mit Tabletten erträgt. Dann verzichtet er für ein Jahr komplett. Und stellt am Ende sein ganzes Bild von Männlichkeit infrage.

SZ PlusInterview von Sabine Buchwald