Wer fit bleiben will, braucht neben Ehrgeiz auch das richtige Trainingsgerät, um sein Fitnesslevel zu verbessern und gesund zu bleiben. Ergometer sind hier eine gute Wahl, denn mit diesen Geräten ist ein gezieltes Training möglich. Dank Pulsmessung und Watt-Anzeige kann die eigene Ausdauer verbessert werden – oder man strampelt sich nach einer Verletzung wieder gesund.
Wir haben insgesamt 32 Heimtrainer und Ergometer auf Herz und Nieren getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.
Kurzübersicht
Testsieger
Skandika Morpheus
Mit dem Morpheus bekommt man ein vollwertiges Trainingsgerät mit gutem Rundlauf und großem Einstellbereich.
Das Skandika Morpheus hat uns im Test insgesamt am meisten überzeugt. Es ist einfach aufzubauen, wirkt sehr hochwertig und kommt mit vernünftigem Werkzeug. Als einziges Ergometer im Test ist es mit einem Brustgurt für die Pulsmessung ausgestattet. Das Fahrradergometer lässt sich gut auf kleine wie auch auf große Personen einstellen, wodurch ein bequemes Training für alle ermöglicht wird. Dem Sportler stehen eine Vielzahl von voreingestellten Programmen sowie 32 Widerstandslevel zur Verfügung.
Das Display und die Bedienbarkeit sind übersichtlich und einfach. Auch der Rundlauf überzeugt – nur bei höherer Watt-Zahl und gleichzeitig niederen Trittfrequenzen wirkt der Rundlauf etwas hakelig. Insgesamt überzeugt uns das Ergometer – sowohl Gelegenheitssportler als auch ambitionierte Sportler werden ihre Freude mit diesem Ergometer haben.
Auch gut
Hammer Cardio XT6 BT
Das Cardio XT6 BT ist ein hochwertig verarbeitetes Ergometer mit tiefem Einstieg und edlem Design.
Das Hammer Cardio XT6 BT ist mit das hochwertigste Ergometer im Test. Die Verarbeitung ist einwandfrei, und das Gerät sieht dank der mattschwarzen Lackierung sehr schick aus. Der Aufbau ist einfach und die Bedingungen sind kinderleicht. So kann über ein Drehrad der Widerstand in 16 Stufen verstellt und die zwölf Trainingsprogramme gewählt werden. Der Einstellbereich der Sitzposition ist groß und auch für größere Personen geeignet. Das Trainieren macht ebenfalls viel Freude, nur kommt es an den Trainingskomfort bzw. das Fahrgefühl des Testsiegers nicht ganz hin und verpasst somit den Testsieg knapp.
Luxusklasse
Schwinn 590U
Das Schwinn 590U ist ein durchdachtes und vollwertiges Trainingsgerät mit nützlichen Details und gutem Rundlauf.
Das Schwinn 590U ist ein semiprofessionelles Ergometer mit elektromagnetischem Bremssystem für den täglichen und intensiven Trainingsgebrauch. Es bietet viele nützliche Details, besitzt einen guten Rundlauf und lässt sich optimal an die eigene Größe anpassen, wodurch auch sehr große Personen auf dem Gerät Platz finden. Nur der hohe Preis und ein paar minimale Mängel verwehren dem 590U den Testsieg.
Preistipp
Tunturi Cardio Fit E30
Das Tunturi Cardio Fit E30 besitzt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Das Tunturi Cardio Fit E 30 ist ein einfaches, aber dennoch gut funktionierendes Fahrradergometer zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Rundlauf des Ergometers ist bis etwa zur 13. von insgesamt 16 Intensitätsstufen ordentlich und die Sitzposition kann gut an den Sportler angepasst werden. Gestört hat uns jedoch die verzögerte Widerstandsschaltung. Für Personen über 1,80 m wird es außerdem ein bisschen eng.
Günstiges Liegeergometer
SportPlus SP-RB-9500-iE
Liegeergometer-Empfehlung für alle, die für bequemes Training nicht so viel ausgeben möchten.
Das SportPlus SP-RB-9500-iE ist ein gutes und relativ günstiges Liegeergometer. Auf dem Ergometer finden selbst Personen über 1,90 m bequem Platz. Das Training gestaltet sich problemlos und es kann zwischen sechs Programmen und 24 Intensitätsstufen gewählt werden. Der Rundlauf ist gut und die Sitzlängenverstellung durchdacht. Lediglich das zu kleine Display hat uns im Test nicht gefallen.
Vergleichstabelle
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Alle Infos zum Thema
Zuhause Radfahren: Fahrrad-Ergometer im Test
Um gleich zu Beginn eine wichtige Frage zu klären: Ein Heimtrainer und ein Ergometer sind klar voneinander zu unterscheiden und nach Europäischer Norm voneinander getrennt. Der Aufbau ist jedoch meist ähnlich.
Fahrrad-Ergometer und Fahrrad-Heimtrainer sind Fitnessgeräte, die aufgrund ihrer Bauart einem Fahrrad und zum Teil auch einem Liegerad ähneln. So sitzt der Sportler auf einem Sattel, hat die Hände am Lenker und tritt in die Pedale. Anstatt des Hinterrades wird eine Schwungscheibe angetrieben, welche über eine Bremse verfügt. Die Masse des Schwungrades bestimmt maßgeblich den Rundlauf. Eine große Schwungmasse bedeutet gleichzeitig ein höheres Trägheitsmoment, was letztlich dem Fahrer ein runderes Fahrgefühl vermittelt.
Ausdauertraining in den eigenen vier Wänden: Ergometer machen es möglich.
Die Bremswirkung, also den Widerstand, den der Sportler zu überwinden hat, kann mit einem Display oder einem Drehrad eingestellt und verändert werden. Die Bremse selbst ist meist eine Magnet- oder Wirbelstrombremse beziehungsweise eine elektrische oder konventionelle Backenbremse. So hat der Sportler immer die Möglichkeit, die Intensität des Trainings selbst zu bestimmen.
Ergometer besitzen zusätzlich noch Pulssensoren oder lassen sich mit einem Pulsmessgurt koppeln. Ein Ergometer muss laut der Norm EN 957-1/5, Unterklasse A, über eine Anzeige mit der erbrachten Leistung in Watt verfügen und der einstellbare Wattbereich muss mindestens um 250 Watt veränderbar sein. Heimtrainer müssen dagegen keine Wattanzeige besitzen.
Fahrrad-Ergometer eignen sich also nicht nur für den Heimgebrauch, sondern finden auch im Profi-Bereich sowie auch im therapeutischen Bereich Einsatz.
Unser Favorit
Testsieger
Skandika Morpheus
Mit dem Morpheus bekommt man ein vollwertiges Trainingsgerät mit gutem Rundlauf und großem Einstellbereich.
Die Wahl des Testsiegers fiel uns bei diesem Test nicht leicht, da jedes Ergometer die eine oder andere Stärke, aber auch Schwäche besitzt. In der Summer der Dinge hat uns jedoch das Skandika Morpheus am meisten überzeugt.
Wie die meisten Ergometer im Test kommt das Morpheus zwar vorinstalliert bei uns an, muss aber noch final zusammengebaut werden. Hierfür ist im Lieferumfang alles Nötige enthalten. Lediglich die Aufbauanleitung fällt hier etwas kurz aus, der Aufbau ist jedoch selbsterklärend und geht schnell. Das Eigengewicht des Ergometers beträgt ca. 36 Kilogramm, wobei die Schwungmasse mit 12 Kilogramm zu Buche schlägt. Das hohe Gewicht verspricht einen stabilen Stand und die hohe Schwungmasse einen guten Rundlauf. Dennoch lässt sich das Ergometer dank der integrierten Rollen leicht an den gewünschten Standort rollen. Insgesamt wirkt das Ergometer sehr massiv und stabil, nur bei genauem Hinsehen kann man kleine Mängel in der Lackierung der Verkleidung erkennen. Dennoch wirkt das Morpheus hochwertig.
Positiv ist, dass am Morpheus neben dem mitgelieferten Sattel auch jeder andere Fahrradsattel montiert werden kann. So kann der Sportler seinen eigenen, gewohnten Sattel verwenden. Im Übrigen hatte nur Skandika als einer der wenigen Hersteller ein vernünftiges Werkzeug beigelegt, mit dem auch der Sattel ausreichend fest angezogen werden konnte.
Ein weiteres Plus ist der große Verstellbereich. So lässt sich der Lenker sowie auch der Sattel in der Neigung verstellen. Der Abstand Lenker zu Sattel lässt sich ebenfalls einstellen, wie auch die Sattelhöhe, und das sogar um bis zu 30 cm. Laut Hersteller finden Personen zwischen 1,65 Meter und 2,05 Meter Platz, und in der Tat war das Sitzen auf diesem Fahrradergometer am bequemsten.
Bedienung
Die Bedienung des Ergometers ist sehr verständlich. Neben der START/STOP-Taste für den manuellen Start gibt es noch eine UP- und DOWN-Auswahltaste, eine ENTER-Taste zum Bestätigen sowie eine BODY FAT-Taste zum Messen des Körperfettanteils und eine PULSE RECOVERY-Taste zur Erholungspulsmessung.
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Das gut strukturierte Display zeigt einem alle nötigen Informationen auf einen Blick.
Nicht nur die Neigung des Sattels kann eingestellt werden, auch hat man hier die Möglichkeit seinen eigenen Sattel zu montieren.
Ein Pulsmessgurt ist schon im Lieferumfang enthalten.
Das Morpheus wirkt hochwertig und steht stabil da.
Mit Hilfe der Tasten kann zwischen 24 Programmen gewählt werden. Hier hat der Sportler die Wahl zwischen dem manuellen Programm beim Schnellstart sowie zwischen zwölf voreingestellten Programmen für Kraft-, Ausdauer- und Intervalltraining. Mit der UP- und DOWN-Taste kann hier jeweils der Widerstand verändert werden. Hier stehen dem Sportler insgesamt 32 Widerstandslevel zur Verfügung. Weiter können bis zu vier selbst erstellte Profile gespeichert werden. Zusätzlich gibt es noch Programme, die eine Pulsmessung erfordern – dementsprechend kann man eine Zielherzfrequenz eintragen. Ein weiteres Programm hält die Watt-Zahl stets konstant, selbst bei Reduzierung der Geschwindigkeit. Ein letztes Programm schlägt noch ein spezielles Trainingsprogramm vor, bei vorab durchgeführter Körperfettmessung.
Alle nötigen Informationen werden während des Trainings auf dem übersichtlichen und gut ablesbaren Display auf einen Blick angezeigt. Die Pulsmessung erfolgt entweder über die gut ansprechenden Sensoren am Lenker oder über den mitgelieferten Brustgurt.
Fahrgefühl
Das Fahrgefühl auf dem Fahrradergometer hat uns im Test ebenfalls überzeugt. Das Morpheus kommt zwar nicht an den Rundlauf des Bluefin Fitness Tour 5.0 heran, dieser ist jedoch bis zu einer Watt-Zahl von ca. 200 Watt vergleichbar. Erst bei höheren Werten wird der Rundlauf etwas hakelig. Bei höheren Trittfrequenzen um die 70 bis 80 Umdrehungen wird der Rundlauf jedoch wieder besser. Schön ist auch, dass das Ergometer sehr leise läuft, nur ein leises Surren des Stellmotors für die Widerstandseinstellung bei einer Veränderung des Widerstandswertes ist zu hören.
Alternativ lässt sich der Ergometer auch mit der DelighTech Fitness App steuern, die man auf der Webseite appfit.biz finden kann. Das Installieren der App ist jedoch nicht ganz intuitiv und nimmt etwas Zeit in Anspruch.
Letztlich überzeugt das Skandika Morpheus in unserem Test und im Gesamtpaket ist es das aus den getesteten Ergometern für uns das Beste. Nicht nur Gelegenheitssportler oder Anfänger werden mit diesem Fahrradergometer glücklich werden, nein, auch der ambitionierte Sportler wird seine Freude mit diesem Gerät haben.
Skandika Morpheus im Testspiegel
Chip hat das Skandika Morpheus im Januar 2025 getestet und schreibt im Fazit:
Das Skandika Morpheus hat im CHIP Test als sehr gutes Ergometer überzeugt. Dank der hohen Schwungmasse von 12 Kilogramm lässt es sich ruhig und gleichmäßig treten. Für die Pulsmessung liegt ein Brustgurt als Alternative zu den Handsensoren bei. Der Bordcomputer bietet insgesamt 24 Trainingsprogramme, wer mehr Abwechslung möchte, kann das Ergometer auch mit einer Fitness-App betreiben. Alles in allem eine Top-Leistung zum wirklich günstigen Preis von ca. 500 Euro zum Testzeitpunkt.
Die Stiftung Warentest hat im September 2023 acht Heimtrainer getestet, darunter war allerdings keiner aus unseren Empfehlungen. Sollten weitere Testberichte erscheinen, tragen wir sie hier nach.
Alternativen
Auch gut
Hammer Cardio XT6 BT
Das Cardio XT6 BT ist ein hochwertig verarbeitetes Ergometer mit tiefem Einstieg und edlem Design.
Eine fast ebenbürtige Alternative zu unserem Testsieger ist das Hammer Cardio XT6 BT. Auch hier ist wie beim Testsieger aus dem Hause Skandika das Gesamtpaket stimmig und das Training spaßig.
Doch zunächst der Aufbau. Dieser geht wirklich schnell und ist von jedem zu bewerkstelligen. Bereits beim Aufbau merkt man, wie hochwertig das Ergometer ist. Von allen getesteten Fahrradergometern hinterlässt es mit den besten Eindruck in dieser Hinsicht. Auch die mattschwarze Lackierung trägt dazu bei. Dank der angebrachten Rollen ist das Ergometer schnell an den Trainingsort gerollt.
Das Cardio XT6 lässt sich sehr gut an die jeweilige Person anpassen. Der Lenker ist wie bei den meisten Ergometern in der Neigung verstellbar, gleiches gilt für den Sattel. Schön ist hier ebenfalls, dass der mitgelieferte Sattel gegen einen eigenen getauscht werden kann. Der Sattel ist zusätzlich noch in der Vertikalen stufenlos verschiebbar. Die Sitzhöhe ist zudem in Raster über einen angemessenen Bereich verstellbar, sodass auch größere Personen gut auf dem Ergometer Platz finden.
Schön ist der tiefe Einstieg, was das Aufsitzen für verletzte oder ältere Personen erleichtert. Der Nachteil: Die Schrauben müssen an der vorderen Stange wirklich gut angezogen werden, da die Stange sonst während des Trainings recht leicht wackeln kann.
Auch das Display wirkt sehr hochwertig. So stehen dem Sportler alle nötigen Informationen zur Verfügung. Zwölf Trainingsprogramme stehen zur Verfügung, die zum Teil optisch unterhalb des Displays angedeutet sind. Der Widerstand ist in 16 Stufen unterteilt, wobei hier ein Bereich von 10 bis 350 Watt abgedeckt wird. Die Wahl der Programme bzw. des Widerstandes erfolgt mittels des mittig angebrachten Drehrades. Zudem verfügt das Ergometer über einen Recovery und Bodyfat-Modus. Schön ist auch, dass nach jedem Training der Trainingszustand ermittelt werden kann und das Ergometer ihn mit den Noten 1 bis 6 bewertet.
Das Fahrgefühl ist dank der 8 Kilogramm schweren Schwungmasse angenehm und der Rundlauf ordentlich. Jedoch kommt er an den Testsieger nicht ganz hin, da auch hier bei steigender Watt-Zahl das Pedalieren unrund wird.
Auch lässt sich ein Tablet oder Smartphone mit dem Gerät koppeln und Apps wie BitGym oder iConsole sorgen für Abwechslung. Dies hat im Test gut geklappt.
Insgesamt ist das Hammer ein durchdachtes, leises und gut verarbeitetes Ergometer mit tiefem Einstieg für einen bequemen Aufsitz. Dem Testsieger kann es aber nicht ganz das Wasser reichen und verpasst den Testsieg nur sehr knapp. Jedoch können wir das Hammer Cardio XT6 BT uneingeschränkt empfehlen.
Luxusklasse
Schwinn 590U
Das Schwinn 590U ist ein durchdachtes und vollwertiges Trainingsgerät mit nützlichen Details und gutem Rundlauf.
Das Schwinn 590U ist ein Ergometer im gehobenen Preissegment und bietet entsprechend gute Qualität – sowohl in der Verarbeitung als auch beim Rundlauf. Uns hat das 590U bis auf wenige Details gut gefallen, wodurch es sich einen Platz unter unseren Empfehlungen sichert. Aufgrund des hohen Preises empfehlen wir das Ergometer vor allem Sportlern, die regelmäßig und intensiv trainieren möchten.
Da das Schwinn-Ergometer bereits aufgebaut bei uns angeliefert wurde, können wir zur Montage keine Bewertung abgeben. Insgesamt macht das Trainingsgerät einen soliden und qualitativ hochwertigen Eindruck. Zu bemängeln sind höchstens das etwas lockere Verkleidungselement zwischen Sattelstange und Lenkerstange sowie die Sattelstütze, die bei hoher Einstellung etwas wackelt. Vor allem große und damit prinzipiell schwerere Personen könnten dies beim intensiven Pedalieren spüren.
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Unsere Luxus-Empfehlung, das Schwinn 590U.
Das Schwinn 590U ist ein semi-professionelles Ergometer für ein intensives Training.
Die Qualität des Ergometers ist gut, das Gerät hat aber seinen Preis.
Das Schwinn 590U lässt sich optimal auf die Körpergröße einstellen, zum Teil auch während des Pedalierens.
Das Display des 590U ist groß und übersichtlich, die Bedienung ist sehr einfach.
Auch große Personen finden optimal darauf Platz.
Der Rundlauf des Schwinn 590U ist durchaus gut.
Auch bei intensiveren Trainingseinheiten steht das 590U stabil.
Die Neigung des Displays kann verstellt werden.
Das Ergometer kann optimal auf die eigene Größe angepasst werden. So lässt sich die Neigung des Lenkers und des Sattels sowie der Abstand zwischen Lenker und Sattel einstellen. Die Sattelhöhe lässt sich stufenweise und in einem großen Bereich ändern, sodass auch großgewachsene Personen weit über 1,80 Meter Körpergröße bequem darauf Platz finden – mit der bereits erwähnten Einschränkung, dass die Sattelstütze irgendwann leicht wackelt.
Gut hat uns der Verstellmechanismus gefallen, auch während des Trainings kann die Sitzhöhe mit nur einem Handgriff verändert werden. Je nach Vorliebe kann man aufrechter oder sportlicher sitzen, der Sattel ist dabei sehr bequem und nicht zu schwammig.
Die Bedienung ist einfach und intuitiv
Das Training mit dem Schwinn 590U gestaltet sich generell sehr angenehm. Die Bedienung des großen Displays ist sehr einfach und intuitiv, ein Blick in die Bedienungsanleitung ist nicht notwendig. Insgesamt stehen dem Trainierenden 12 vorinstallierte Trainingsprogramme und 25 Widerstandsstufen zur Verfügung. Praktisch finden wir, dass man mit zehn Tasten am Display direkt eine Widerstandsstufe auswählen kann und nicht wie wild auf den Pfeiltasten für die Einzelverstellung herumdrücken muss. So kann z. B. mit einem Knopfdruck von der schwersten auf die leichteste Stufe geschaltet werden. Auf dem großen Display werden alle Parameter gut ablesbar dargestellt, und sollte das Display einmal spiegeln, kann die Neigung leicht angepasst werden.
Der Rundlauf des 590U ist gut und erst bei hohem Widerstand, etwa ab Stufe 21 von 25, verspürt man einen etwas unrunder werdenden Lauf. Dabei ist die Abstufung der Widerstände gut gewählt, sodass die erste Stufe sehr leichtgängig ist und die höchsten Stufen einen ordentlichen Widerstand aufweisen.
Ein kleiner Kritikpunkt sind die fehlenden Pulssensoren am Lenker. Über die integrierte Bluetooth-Schnittstelle lassen sich aber Pulsgurte mit dem Ergometer koppeln, was bei einem professionelleren Gerät und ernsthaftem Training sowieso meist Anwendung findet. Auch lassen sich per Bluetooth Fitness-Apps wie ZWIFT oder JRNY mit dem Gerät verwenden. Die Kinomap-App ist jedoch nicht kompatibel.
Am Ende bekommt man mit dem Schwinn 590U ein gutes und – wie der Hersteller verspricht – semi-professionelles Ergometer für regelmäßiges und intensives Training zu Hause. Das Gerät will erstmal bezahlt werden, aber steht es dann im Wohnzimmer oder im heimischen Fitnessstudio, wird man sicher nicht enttäuscht.
Preistipp
Tunturi Cardio Fit E30
Das Tunturi Cardio Fit E30 besitzt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Das Tunturi Cardio Fit E30 Ergometer ist ein einfaches, kostengünstiges und dennoch einwandfrei funktionierendes Trainingsgerät. Der Aufbau des Ergometers geht auch dank der übersichtlichen Anleitung schnell und unkompliziert vonstatten. Die Qualität des Tunturi Cardio Fit ist gut, nur die Spaltmaße der Verkleidung sind etwas unregelmäßig. Dies ist jedoch Jammern auf hohem Niveau.
Insgesamt wirkt das Ergometer recht klein. Menschen um die 1,80 Meter finden noch Platz und können gut trainieren, für größere Menschen können wir es jedoch nur bedingt empfehlen. Der Sattel des Ergometers lässt sich in der Höhe und in der Entfernung zum Lenker einstellen. Außerdem kann zusätzlich noch der Lenker in der Neigung eingestellt werden, um eine optimale Sitzposition zu garantieren.
Das Display ist zwar etwas klein geraten, dennoch lassen sich alle Informationen gut ablesen. Die Bedienung ist einfach, und der Sportler kann zwischen zwölf Programmen wählen, um sein Training abwechslungsreicher zu gestalten. Auch lässt sich der Körperfettanteil bestimmen, wobei man sich immer die Frage nach der Genauigkeit bei so einer Methode stellen muss.
Das Training selbst mit dem Cardio Fit E30 ist recht gut. Der Rundlauf ist ordentlich und erst ab der 13. von insgesamt 16 Intensitätsstufen wird es zunehmend hakeliger. Etwas gestört hat uns, dass das Ergometer den Widerstand verzögert nach der Wahl der Stufe geschaltet hat, was gerade im manuellen Programm nervig war. So dauerte es etwas, bis man die richtige Stufe gefunden hat.
Außerdem sollte man sich nach dem Training nicht zu schnell nach hinten lehnen oder absteigen, da das Ergometer aufgrund des kurzen Fußabstandes nach hinten kippen kann.
Letztlich ist das Tunturi Cardio Fit E30 ein kostengünstiges, aber dennoch gutes Ergometer und besonders für kleine bis mittelgroße Personen gut geeignet für ein regelmäßiges Training im Wohnzimmer.
Günstiges Liegeergometer
SportPlus SP-RB-9500-iE
Liegeergometer-Empfehlung für alle, die für bequemes Training nicht so viel ausgeben möchten.
Das SportPlus SP-RB-9500-iE ist ein Liegeergometer mit guter Funktion und durchdachten Details und ist somit eine gute und etwas günstigere Alternative zum Miweba ME700. Der Aufbau des Ergometers ist dank der guten Anleitung einfach, dauert aber etwas länger. Das Ergometer ist gut verarbeitet und wirkt bis auf das etwas günstig wirkende Display qualitativ hochwertig.
Ist es einmal aufgebaut und mit den integrierten Rollen in Position gebracht, kann auch schon mit dem Training begonnen werden. Dank der Rückenlehne sowie des breiten Sattels lässt es sich durchaus bequem sitzen. Besonders gut hat uns die Sitzlängenverstellung gefallen. Bei den bisher getesteten Liegeergometern musste stets erst eine Schraube gelöst werden, bevor die Sitzlänge Stufenweise eingestellt werden konnte. Beim SportPlus ist das jedoch sehr elegant gelöst: Dank eines Hebels kann der Sitz einfach und stufenlos verstellt werden. Das lässt sich sogar problemlos während des Trainings bewerkstelligen. Zudem finden hier bequem Personen Platz, die 1,90 Meter groß oder sogar etwas größer sind.
Der Rundlauf des Ergometers ist gut, wird aber dennoch in höheren Intensitätsstufen etwas hakelig. Ein kleiner Minuspunkt ist das Display. Nach kurzer Eingewöhnungszeit ist die Bedienung einfach und es lässt sich aus insgesamt sechs Programmen und 24 Intensitätsstufen wählen. Leider ist das Display jedoch recht klein und die Informationen wie Puls oder Geschwindigkeit werden nur im Durchlauf angezeigt. Ein etwas größeres und übersichtliches Display hätte uns hier besser gefallen.
Das SportPlus SP-RB-9500-iE verfügt außerdem über eine Bluetooth-Schnittstelle und kann so zum Beispiel mit der kostenpflichtigen Kinomap-App genutzt werden. Dafür kann auch ein etwas größeres Tablet sicher auf dem Display abgelegt werden.
Alles in allem ist das Gerät ein gutes Liegeergometer zu einem fairen Preis mit durchdachten Details wie der Sitzlängenverstellung. Somit können wir das SportPlus SP-RB-9500-iE jedem empfehlen, der ein günstiges Liegeergometer für das Training sucht.
Außerdem getestet
Skandika Atlantis
Das Skandika Atlantis ist ein einfaches und unaufgeregtes Ergometer für zuhause. Es sticht durch nichts wirklich aus der Masse heraus, offenbart aber auch keine gravierenden Schwächen.
Der Aufbau des Ergometers ist dank der ausführlichen Anleitung sehr einfach und geht zügig von der Hand. Dabei hilft auch das mitgelieferte und völlig ausreichende Werkzeug. Die Verarbeitung ist gut, jedoch finden sich gerade bei der Lackierung hier und da ein paar kleinere Sprühnebel. Ansonsten macht das Atlantis einen wertigen Eindruck.
Am Ergometer lässt sich nicht nur die Sitzhöhe in einem großen Bereich stufenweise einstellen, auch der Abstand zwischen Sattel und Lenker kann hier stufenlos und in einem gewissen Bereich verstellt werden. Der Lenker ist selbstverständlich in der Neigung verstellbar. Somit finden auf dem Atlantis durchaus größere Person noch bequem Platz, um intensiv trainieren zu können. Dabei ist das Ergometer auch für Personen mit bis zu 150 Kilogramm Körpergewicht zugelassen.
Die Bedienung ist sehr einfach und man findet sich nach kurzer Zeit intuitiv zurecht. Auf dem Display werden alle notwendigen Daten angezeigt, zum Beispiel die Geschwindigkeit oder die Herzfrequenz. Unterhalb des Anzeigefeldes befindet sich noch ein Smartphone- oder Tablet-Halterung, welche bei Benutzung das eigentliche Display jedoch überdeckt. Durch die integrierte Bluetooth-Schnittstelle kann die auf einem Tablet aufgespielte Kinomap oder iConsole App verwendet werden, um das Training abwechslungsreicher zu gestallten.
Das Training selbst ist dank der 10 Kilogramm schweren Schwungmasse und den insgesamt 15 Programmen sehr angenehm und kann nach Lust und Laune abwechslungsreich gestaltet werden. Lediglich in den höheren der insgesamt 32 wählbaren Widerstandsstufen ist der sonst gute Rundlauf etwas hakelig, aber durchaus noch akzeptabel.
Am Ende bekommt man mit dem Skandika Atlantis ein durchaus vernünftiges Heimergometer ohne große Stärken, aber auch ohne große Schwächen, auf dem sich aber abwechslungsreich trainieren lässt.
Ativafit X-Bike R8
Wer gezielt ein klappbares Ergometer sucht, sollte sich das Ativafit X-Bike R8 ansehen. Dank einer gut verständlichen Aufbauanleitung und der bereits zum Teil vormontierten Schrauben ging der Aufbau des Ergometers im Test einfach und schnell. Ansonsten wirkt die Qualität recht gut, nur die ein oder andere Mutter wies bei unserem Testgerät leichte Rostspuren auf.
Das Ativafit X-Bike ist schnell auf- und zusammenklappbar. Dafür muss lediglich eine Schraube ganz heraus und wieder hineingedreht werden, was jedoch etwas fummelig ist. Im zusammengeklappten Zustand kann das X-Bike dank der integrierten Rollen leicht in der Wohnung verschoben werden.
Während des Trainings sitzt man nicht zuletzt dank der Rückenlehne sehr bequem auf dem Ergometer, wenn auch leicht nach hinten geneigt. Der Sattel lässt sich in einem gewissen Bereich in der Höhe verstellen, auch der Abstand zwischen Sattel und Lenker ist verstellbar. Dadurch finden Menschen bis ca. 1,80 m Körpergröße noch komfortabel Platz. Weitere Verstellmöglichkeiten bietet das X-Bike jedoch nicht.
Das Ergometer besitzt acht Intensitätsstufen, die über ein Wählrad unterhalb des Lenkers durchgeschaltet werden können. Dabei ist das Fahrgefühl erstaunlich rund und nur in den beiden höchsten Stufen wirkt es etwas hakelig. Während des Trainings zeigt einem das kleine LCD Display alle nötigen Informationen an und die Bedienung ist nach kurzer Eingewöhnungsphase einfach.
Als Extra hat der Hersteller dem X-Bike in der R8 Version noch die sogenannten Power Ropes verpasst. Dabei handelt es sich um Expander, die über Rollen laufen und dem Trainierenden die Möglichkeit bieten, während des Tretens auch Oberkörper und Arme trainieren zu können. Auch das funktioniert recht gut, die Spannkraft der Power Ropes ist weder zu leicht, noch zu stark.
Insgesamt ist das Ergometer von Ativafit ein durchdachtes zusammenklappbares Ergometer mit gutem Fahrgefühl und bequemem Sitz, das dank der Power Ropes sogar ein Ganzkörpertraining ermöglicht. Die Handhabung ist leicht, nur besitzt das X-Bike hier und da kleine Schwächen wie der etwas fummelige Klappmechanismus oder die nicht ganz hervorragende Verarbeitung. Wir können das Ativafit X-Bike R8 dennoch jedem empfehlen, der ein gut verstaubares Ergometer sucht.
Wellactive Silver
Das Wellactive Best Ager Silver ist ein unkomplizierter, klappbarer Heimtrainer mit tiefem Einstieg, der besonders Menschen im gehobenen Alter oder Menschen mit Bewegungseinschränkungen anspricht.
Bevor man jedoch trainieren kann, muss auch dieser Heimtrainer zunächst zusammengebaut werden. Dank der Step-by-Step-Anleitung geht dies recht zügig vonstatten. Dabei sticht auch die recht hochwertige Verarbeitung des Heimtrainers ins Auge. Nach dem Aufbau müssen noch zwei AAA-Batterien in das Display eingelegt werden und schon kann man mit dem Training beginnen. Das Best Ager Silver kommt ohne Netzanschluss aus und kann überall aufgestellt werden.
Um die richtige Sitzposition zu finden, kann lediglich der Sattel in der Höhe verstellt werden. In der Vertikalen lässt sich der Sattel nicht einstellen und auch die Neigung des Lenkers ist fix. Dennoch sitzt man auf dem Heimtrainer erstaunlich komfortabel, nicht zuletzt dank der bequemen Rückenlehne. Größere Menschen um die 1,90 werden jedoch nicht ganz so froh mit dem Silver, da die Knie hier am Lenker anschlagen können.
Das einfach gehaltene Display mit allen nötigen Informationen ist gut abzulesen und der rote Modus-Knopf ist gut zu erreichen. Gleiches gilt für das Wählrad des Widerstandes kurz unterhalb des Sattels. Hier kann der Trainierende zwischen acht Widerstandsstufen wählen. Das Fahrgefühl ist trotz der geringen Schwungmasse von 1,5 Kilogramm erstaunlich gut und lässt auch Ergometer mit deutlich schwereren Schwungmassen alt aussehen. Erst in den höheren Stufen ist ein etwas hakeliger Rundlauf zu spüren.
Der Klappmechanismus des Best Ager Silver hat uns jedoch nicht ganz so gut gefallen. Hier muss zunächst der Sattel wieder in die tiefste Position gebracht werden, bevor der Heimtrainer zusammengeklappt werden kann. Dafür muss man die Verstellschraube ganz herausdrehen, bevor der Sattel verstellt werden kann. Eine Schraube, die nicht ganz herausgedreht werden muss, würde uns hier besser gefallen.
Um den Heimtrainer letztlich zusammenklappen zu können, muss die Schraube am unteren Teil der gesamten Lenkerstange herausgedreht werden. Hierfür muss der Trainierende sich jedes Mal tief bücken oder hinknien, was vielleicht älteren Menschen nicht mehr ganz so leicht fällt.
Letztlich ist das Wellactive Best Ager Silver ein sehr komfortables und einfach zu bedienendes Trainingsgerät mit gutem Rundlauf und eignet sich für jeden, der sich ohne viel Schnickschnack fit halten will. Lediglich die begrenzten Einstellmöglichkeiten auf den Trainierenden und das etwas umständliche Zusammenklappen sind hier zu bemängeln.
Hop-Sport Root HS-040L
Das Hop-Sport Root HS-040L ist eines von zwei Liegeergometern in unserem Test. Der Aufbau des Ergometers geht dank des mitgelieferten Werkzeuges schnell und einfach und bereits nach Einlegen der Batterien am Display kann schon mit dem Training begonnen werden. Dabei wirkt das Ergometer durchgehend recht hochwertig. Aufgrund der Bauform nimmt es jedoch viel Platz in der Wohnung weg.
Der Abstand Sattel zu Pedale lässt sich stufenweise verstellen. Leider ist dies jedoch sehr schwergängig und für eine einzelne Person sehr mühselig. Hier ist die Hilfe einer zweiten Person vom Vorteil. Hat man die Länge eingestellt, ist dank des breiten Sattels und der langen Rückenlehne die Sitzposition auf dem Root HS-040L sehr angenehm. Für das Training sind die Handpulssensoren an dem Lenker direkt unterhalb des Sitzes angebracht und sprechen gut und schnell an.
Das Trainieren selbst ist recht angenehm. Das große und gut ablesbare Display zeigt einem die nötigsten Informationen an und ist sehr einfach zu bedienen. Der Widerstand lässt sich über ein Wählrad unterhalb des Displays einstellen. Hier stehen dem Sportler insgesamt acht Stufen zur Verfügung. Während der Rundlauf bei niedriger Stufe noch überzeugt, wird er bei höherer Widerstandsstufe trotz der 9,5 Kilogramm schweren Schwungmasse hakelig und das Liegeergometer macht dann nicht mehr ganz so viel Spaß.
Insgesamt ist das Root HS-040L ein einfach zu bedienendes und komfortables Trainingsgerät und eignet sich aufgrund der Bauform sehr für Senioren. Lediglich die schwergängige Längenverstellung sowie das hakelige Fahrgefühl bei höherem Widerstand stören uns etwas.
Miweba ME500
Das Miweba ME500 ist ein einfaches Heimergometer mit gutem Rundlauf, jedoch ist der Zusammenbau des Ergometers etwas umständlich und die vorhandenen Laufgeräusche während des Trainings empfanden wir im Test mit zunehmender Trainingsdauer als störend.
Der Zusammenbau des Ergometers war mit am umständlichsten von allen Geräten im Test. So muss zum Beispiel die Rückplatte des Displays komplett aufgeschraubt werden, um dieses am Ergometer selbst zu befestigen. Auch die Füße des Ergometers müssen extrem umständlich mit Mutter und Schraube befestigt werden. Dazu hat man zum einen kaum Platz, zum anderen ist das mitgelieferte Werkzeug nicht ausreichend, um diesen Arbeitsschritt zu bewerkstelligen. Zusätzliches Werkzeug ist also notwendig. Wenig hilfreich ist auch die Aufbauanleitung im Handbuch des ME500 Ergometers. Die Abbildungen zu den einzelnen Schritten sind kaum ablesbar und kleine Details, wie die Nummer der benötigten Schrauben, sind auch mit einer Lupe nicht erkennbar. Hier kann Miweba einiges besser machen, wie andere Hersteller zeigen.
Hat man den Zusammenbau gemeistert, steht das ME500 dennoch recht hochwertig da und macht einen gut verarbeiteten Eindruck. Schön ist, dass sich die Sitzposition in einem großen Bereich auf Sitzhöhe und Abstand zwischen Sattel und Lenker einstellen lässt, wodurch auch große Personen auf dem Ergometer Platz finden. Der Lenker selbst lässt sich noch in der Neigung einstellen. Die Bedienung ist recht einfach, das Display ist gut ablesbar und wirkt aufgeräumt. Auch wird dem Fahrer während des Trainings alles Notwendige angezeigt. Das Display bietet über dem Anzeigefeld ein Ablagefach für ein Tablet und dank der Bluetooth-Schnittstelle kann zum Beispiel die Zwift-App als Trainingsbegleiter verwendet werden.
Der Rundlauf des Ergometers ist dank der 14 Kilogramm schweren Schwungmasse sehr gut, auch in den höheren der insgesamt 32 Widerstandsstufen, wobei gerade diese hohen Stufen schon wirklich schwer sind. Was uns im Test jedoch viel mehr gestört hat, war ein deutlich wahrnehmbares Laufgeräusch unter dem Training. Auf Dauer nervt das latent.
Alles in allem ist das Miweba ME500, wenn es mal aufgebaut ist, ein solides Ergometer mit allen notwendigen Funktionen und Programmen sowie einem guten Rundlauf. Lediglich die Laufgeräusche können während des Trainings als störend empfunden werden.
AsViva H22
Das AsViva H22 ist ein Heimergometer mit sehr gutem Rundlauf, die Qualität entspricht für uns jedoch nicht ganz dem aufgerufenen Preis. Der Aufbau ist recht verständlich und einfach, nur das mitgelieferte Werkzeug könnte besser sein. Hier empfiehlt es sich, den ein oder anderen Gabelschlüssel zu Hause zu haben. Gefallen hat uns, dass im Lieferumfang ein zusätzlicher Polar-Brustgurt enthalten war, welcher die Pulsmessung während des Trainings einfacher gestaltet.
Qualitativ hat uns das Ergometer im Test nicht ganz überzeugt, behält man den Preis für das H22 im Hinterkopf. Eine leicht wackelnde Sattelstütze sowie die etwas unsauberen Spaltmaße haben uns nicht gefallen. Auch das Display wirkt etwas günstig. Es ist zwar einfach und recht intuitiv zu bedienen, jedoch ist der Kontrast zwischen den angezeigten Zahlen und den Dunklen im Hintergrund sehr unvorteilhaft, wodurch das Display etwas unübersichtlich wirkt.
Auf dem H22 finden auch große Personen komfortabel Platz. So lässt sich die Sitzhöhe in einem langen Bereich verstellen, wie auch der Abstand zwischen Sattel und Lenker. Letzterer lässt sich zudem im Winkel einstellen.
Überzeugt hat uns im Test das Fahrgefühl des Ergometers. Dank der 15 Kilogramm schweren Schwungmasse und Riementrieb ist der Rundlauf auch in den höheren der insgesamt 16 Widerstandsstufen ausgezeichnet und ermöglicht ein angenehmes Training. Ein leichtes Laufgeräusch konnten wir unter dem Training wahrnehmen, welches wir aber nicht als störend empfanden.
Um hier für etwas Abwechslung zu sorgen, bietet das H22 insgesamt 16 Trainingsprogramme an, die vor dem Training am Display mit einem Drehknopf gewählt werden können. Auch besitzt das Ergometer über eine Bluetooth-Schnittstelle, wodurch zum Beispiel ein Tablet mit dem Gerät gekoppelt werden kann, welches auf dem entsprechenden Halter am Display eingelegt werden kann. So können auch App von diversen Anbietern genutzt werden.
Letztlich ist das AsVIVA H22 ein Heimergometer mit ausgezeichnetem Rundlauf, es besitzt aber hier und da seine Schwächen – wie zum Beispiel seinen Preis. Hier gibt es günstigere Alternativen bei uns im Test.
Christopeit AL 2
Das Christopeit AL 2 ist ein minimalistisch gehaltenes Fahrradergometer. Der Zusammenbau ist leicht und die Beschreibung gut. Nur das mitgelieferte Werkzeug ist nicht ausreichend, um den Sattel fest genug anschrauben zu können. Die Verarbeitung des Testgeräts war eher mäßig. Die Kunststoffverkleidung zeigte sichtbare Spalten und die Verkleidungsteile liefen nicht ganz bündig zueinander. Positiv ist, dass hier der Sattel in der Neigung verstellbar ist und sogar ein eigener Sattel montiert werden kann. Auch der Lenker lässt sich in der Neigung verstellen. Der Sattel kann zudem in der Vertikalen, wie auch in der Höhe verstellt werden. Somit findet jeder Sportler die perfekte Sitzposition auf dem Ergometer.
Für Abwechslung während des Trainings sorgen zehn verschiedene Profile sowie vier Herzfrequenz- und fünf individuelle Programme. Der Widerstand ist in 24 Schritten einstellbar. Etwas nervig fanden wir, dass in den gewählten Programmen nur der Widerstandswert der aktuellen Stufe verstellen lässt, nicht aber für alle anderen. Somit kam leider kein flüssiges Training zustande.
Die Menüführung und Bedienung des Ergometers sind jedoch selbsterklärend und das Display übersichtlich designt. So stehen dem Sportler alle wichtigen Informationen auf einen Blick zur Verfügung. Dank der neun Kilogramm schweren Schwungmasse fanden wir das Fahrgefühl recht rund, jedoch wird auch beim AL 2 bei höherem Widerstand der Rundlauf etwas hakelig.
Letztlich ist das AL 2 recht einfach in der Handhabung, aber eher mäßig in der Verarbeitung. Für einen ähnlichen Preis würde man aber schon unseren Testsieger bekommen.
Wellactive F-Bike Curved
Das Wellactive F-Bike Curved ist ein einfaches, klappbares Fahrradergometer ohne viel Schnickschnack. Der Aufbau ging im Test dank der guten Anleitung relativ zügig und somit ist das Ergometer schnell einsatzbereit. Das F-Bike sieht recht gut verarbeitet aus, wirkt aber etwas wackelig.
Durch einen leicht zu entfernenden Bolzen kann das Ergometer schnell und unkompliziert zusammengeklappt wie auch wieder aufgebaut werden. Mit den im Fuß integrierten Rollen kann es zudem bequem von A nach B gerollt werden, was den Rücken schont.
Der Sitz lässt sich in der Höhe verstellen und dank der Rückenlehne sitzen kleinere Personen recht bequem. Weitere Einstellmöglichkeiten bietet das Ergometer nicht. Durch ein unter dem Lenker angebrachtes Wählrad kann zwischen acht Intensitätsstufen gewählt werden. Der Rundlauf während des Trainings ist gut, jedoch sei hier gesagt, dass auch die höchste Stufe noch recht leichtgängig ist. Somit wird ein Training bei höherer Intensität mit diesem Gerät schwierig.
Das gut ablesbare Display zeigt alle notwendigen Informationen an und ist einfach zu bedienen. Während des Trainings mit dem F-Bike fällt auf, dass es sich insgesamt etwas verwindet, vor allem wenn die Person größer und schwerer ist.
Letztlich ist das Wellactive F-Bike Curved ein einfaches und kostengünstiges, klappbares Fahrradergometer, welches wir eher kleineren und leichteren Personen empfehlen können, die gelegentlich etwas für ihre Gesundheit unternehmen möchten.
Wellactive Nestor
Der Liegeheimtrainer Wellactive Best Ager Nestor ist wie auch der Heimtrainer Best Ager Silver vom Discounter Aldi zu beziehen. Der Liegeheimtrainer Nestor ist dank der guten Aufbauanleitung einfach und schnell zusammenzubauen und durchwegs hochwertig verarbeitet. Nach Einlegen zweier AA-Batterien kann auch schon mit dem Training begonnen werden. Der Heimtrainer ist wie auch der Best Ager Silver für Menschen im fortgeschrittenen Alter oder mit Bewegungseinschränkungen gedacht und verfügt über einen tiefen Einstieg. Die Sitzposition kann in der Höhe und in der Vertikalen eingestellt werden, um eine bequeme Sitzposition zu finden. Man sitzt recht bequem auf dem Best Ager Nestor, wobei die Hände auf die unter dem Sitz angebrachte Lenkerstange gelegt werden können. Dennoch sitzt man recht aufrecht im Vergleich zum ebenfalls getesteten Liegeergometer Hop-Sport Root HS-040L.
Das Training gestaltet sich unkompliziert, wobei dem Trainierenden insgesamt acht Widerstandsstufen zur Verfügung stehen, die mittels eines Wählrades einfach gewählt werden können. Der Rundlauf ist auch hier ordentlich, aber im Vergleich zum Best Ager Silver nicht ganz so rund. Auffällig war jedoch ein recht lautes, mahlendes Geräusch während des Trainings, was uns im Test nicht ganz so gut gefallen hat und auf die Dauer störend ist. Auch fanden wir das Display zu klein und zu weit entfernt, um es bequem bedienen und ablesen zu können. Um den großen Wählschalter zu bedienen, muss man sich stets nach vorne beugen.
Der Wellactive Best Ager Nestor Liegeheimtrainer ist für diejenigen geeignet, die ein kostengünstiges und einfach zu bedienendes Gerät für ein kurzes Training zwischendurch suchen. Weniger an dem Gerät hat uns im Test das Laufgeräusch und das zu kleine Display gefallen. Auch war im direkten Vergleich das Trainieren nicht ganz so komfortabel wie etwa beim Best Ager Silver. Wer nicht unbedingt ein Liegeheimtrainer sucht, wird für ein paar Euro mehr mit dem Best Ager Silver letztlich glücklicher werden.
Ultrasport F-Bike
Das zweite klappbare Fahrradergometer im Test ist das Ultrasport F-Bike. Der Aufbau des Ergometers ist recht einfach und geht mit dem mitgelieferten Werkzeug schnell vonstatten. Das F-Bike ist sehr simpel gehalten. Das Auf- und Zusammenklappen ist nicht ganz so komfortabel wie beim F-Bike von Ancheer. Die Arretierung geschieht beim Ultrasport mittels eines einfachen Bolzens. Das Ergometer besitzt keine Rollen und muss so jedes Mal an den Trainingsort getragen werden. Im aufgeklappten Zustand wirkt das Gerät recht klein und auch der fest angeschraubte Sattel lässt sich nur über einen kleinen Bereich in der Höhe verstellen. Somit ist das F-Bike von Ultrasport nicht für größere Personen geeignet.
Die Pulssensoren am Lenker sprechen gut an und das einfach gehaltene Display zeigt die nötigsten Informationen wie Geschwindigkeit, Puls, zurückgelegte Strecke, verbrauchte Kalorien und die Zeit an. Auch die Widerstandsstufen lassen sich einfach mit einem Wählrad unterhalb des Displays verstellen. Hier stehen dem Sportler insgesamt nur acht Stufen zur Verfügung. Selbst die höchste Widerstandsstufe ist jedoch noch recht leichtgängig.
Die Neigung des Sattels kann nicht verändert werden und so hatten wir während des Trainings stets das Gefühl nach hinten zu rutschen, was das Sitzen auf dem F-Bike nicht angenehm macht. Der Rundlauf und das Fahrgefühl waren verhältnismäßig gut, was jedoch auch an dem geringen Widerstand lag.
Das F-Bike von Ultrasport liegt preislich jedoch sehr im Rahmen und macht es für den nicht allzu großen Gelegenheitssportler vielleicht interessant. Aufgrund der fehlenden Transportrollen ist es auch nicht für jeden Pensionär geeignet und wir würden daher eher zum F-Bike von Ancheer raten, wenn es ein zusammenklappbares Ergometer sein soll.
SportPlus SP-HT-9600-iE
Das SportPlus SP-HT-9600-iE ist ein einfaches Ergometer für ein gelegentliches Training zu Hause, welches sowohl Stärken als auch Schwächen besitzt.
Der Aufbau ist wirklich sehr einfach und schnell, nicht zuletzt dank einer detailreichen Anleitung und identischen Schrauben für die entsprechenden Anbauteile. Die Qualität der Verkleidung könnte dennoch besser sein. So sieht das Plastikgehäuse des Displays zum Beispiel etwas günstig aus oder einzelne kleinere Abdeckungen liegen lose auf. Letzteres stört beim Training jedoch nicht.
Die Sitzposition auf dem SP-HT-9600-iE ist eher aufrecht, jedoch lässt sich die Sitzhöhe stufenweise einstellen. Auch die Neigung des Sattels und Lenkers sowie der Abstand Sitz zu Lenker können in einem gewissen Bereich stufenlos verstellt werden. Auch größere Personen finden auf dem Ergometer bequem Platz.
Die Bedienung des Ergometers ist sehr einfach, gewöhnungsbedürftig ist lediglich, dass die beiden Tasten für die Widerstandsstufen Up und Down vertauscht zu sein scheinen. So ist die Down-Taste rechts, die Up-Taste links angebracht. Hat man sich daran gewöhnt, stehen einem 24 Widerstandsstufen sowie 24 Programme zur Verfügung. 18 weitere Programme können über eine App abgerufen werden. Möchte man dennoch etwas Abwechslung haben, lassen sich bis zu drei Trainingsprogramme anlegen.
Auf dem Display werden während des Trainings alle notwendigen Informationen auf einem Blick angezeigt.
In den unteren Widerstandsstufen ist das Trainingsgefühl gut, ab der Stufe 17 ist jedoch ein hakeliger Rundlauf wahrnehmbar, welcher sich in den höheren Stufen zunehmend bemerkbarer macht.
Letztlich ist das SportPlus SP-HT-9600-iE ein solides Gerät für gelegentliche, aber nicht zu intensive Trainings für zwischendurch, das sich jedoch gut an den Trainierenden anpassen lässt und auch für größere Personen geeignet ist.
SportPlus SP-HT-1004-iE
Das SportPlus SP-HT-1004-iE ist ein einfaches Faltergometer mit Magnetbremssystem. Aufgrund der Bauart besitzt das Ergometer die entsprechenden Vor- und Nachteile und ist eher für gelegentliche Trainings in beengten Wohnsituationen geeignet, dafür ist es jedoch etwas zu hochpreisig.
Der Aufbau des Faltergometers geht einfach von der Hand, lediglich die Bilder in der Anleitung könnten etwas detailreicher sein.
Das fertig aufgebaute SP-HT-1004-iE sieht recht hochwertig aus und hier gibt es von uns nichts zu bemängeln.
Ein stabiler Metallsplint hält das Ergometer im aufgebauten Zustand. Durch Ziehen des Splintes lässt sich das Ergometer zusammenklappen und über die am Fuß angebrachten Rollen transportieren.
Laut Hersteller sollen Personen mit 185 cm Körpergröße komfortabel trainieren können, bei einer Körpergröße von 182 cm fühlt sich das Ergometer schon sehr klein an. Damit man auf dem Ergometer Platz findet, kann der Sitz stufenweise in der Höhe verstellt werden. Bei maximaler Länge fühlt sich das Ergometer schon recht wackelig an. Weitere Einstellungsmöglichkeiten gibt es an diesem Gerät nicht. Lediglich die Rückenlehne lässt sich noch einklappen, wodurch das Ergometer etwas platzsparender verstaut werden kann.
Die Bedienung ist sehr einfach und intuitiv. Um das Training abwechslungsreicher zu gestalten, stehen insgesamt sechs Programme und 24 Widerstandsstufen zur Verfügung. Die entsprechenden Daten werden dabei auf dem doch recht kleinen und nicht beleuchteten Display angezeigt. Durch eine integrierte Bluetooth-Schnittstelle können Apps wie zum Beispiel die Kinomap App verwendet werden.
Die in diesem Typ Ergometer verbaute, relativ geringe Schwungmasse von drei kg sorgt dennoch für vernünftigen Rundlauf, nur in den höheren Stufen wird dieser zunehmend hakelig. Dabei schalten die Stufen etwas zeitverzögert hoch oder runter.
Am Ende ist das SportPlus SP-HT-1004-iE ein einfaches und typisches Faltergometer mit Magnetbremssystem für den gelegentlichen Gebrauch in einer kleinen Wohnung. Für das, was es bietet, ist es doch etwas zu hochpreisig, lediglich die Bluetooth-Schnittstelle ist ein nettes Detail.
Skandika Centaurus
Das Skandika Centaurus ist ein klassisches Liegeergometer mit guten Verstellmöglichkeiten und gutem Rundlauf, das Preis-Leitungs-Verhältnis und die Stabilität sind jedoch nicht so gut wie bei unserer aktuellen Empfehlung unter den Liegeergometern.
Der Aufbau des Ergometers dauert etwas länger und die Anleitung könnte etwas verständlicher sein, ansonsten ist der Aufbau recht einfach und von einer Person zu bewerkstelligen. Die Qualität des Ergometers ist ordentlich, jedoch trifft dies nicht auf die beiliegenden Schrauben zu. Diese machen schon einen sehr günstigen Eindruck, am Ende waren jedoch alle verwendbar. Im Lieferumfang war weiter ein Flaschenhalter wie auch eine kleine Aluminium-Trinkflasche als Zubehör enthalten.
Das Training gestaltet sich auf dem Ergometer sehr angenehm. Die Sitzposition kann stufenlos in der Höhe sowie zusätzlich die Neigung der Rückenlehne verändert werden. So kann nicht nur die Sitzposition perfekt eingestellt werden, auch lässt sich das Ergometer etwas platzsparender verstauen, indem die Rückenlehne auf den Sitz gekurbelt wird.
Ein hakelfreier Rundlauf ist dank der 13 kg schweren Schwungmasse in Kombination mit dem Magnetbremssystem selbst in der höchsten der insgesamt 32 Widerstandsstufen gegeben. Auffällig ist jedoch, dass das ganze Ergometer etwas arbeitet und sich leicht verwindet. So lässt sich gerade bei einem hohen Widerstand ein taktgleiches hin- und her Wackeln des Displays beobachten. Das Display lässt sich jedoch selbst hier gut ablesen und alle Informationen sind auf einen Blick ersichtlich. Zudem sind leichte Laufgeräusche während des Trainings hörbar.
Um das Training etwas abwechslungsreicher zu gestalten, stehen einem zwölf vorinstallierte Programme sowie vier zusätzliche pulsgesteuerte Programme zur Verfügung. Zusätzlich verfügt das Centaurus über eine Bluetooth-Schnittstelle, um zum Beispiel die iconsloe App verwenden zu können, um das Training noch abwechslungsreicher gestalten zu können.
Zwar verfügt das Skandika Liegeergometer über Transportrollen am vorderen Standfuß, jedoch ist ein Bewegen des 51 kg schweren Gerätes nicht unbedingt einfach und sollte deshalb an einem fixen Ort aufgebaut werden.
Am Ende ist das Skandika Centaurus ein einfaches Liegeergometer mit diversen Vor- und Nachteilen und nicht mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit einem Kauf macht man zwar nichts falsch, jedoch würden wir hier eher zu unserer aktuellen Empfehlung unter den Liegeergometern, dem Miweba ME700 raten.
Kettler Tour 600 R
Das Kettler Tour 600 R ist ein gutes, jedoch etwas hochpreisiges Liegeergometer mit gutem Rundlauf und guten Einstellungsmöglichkeiten, was das Training betrifft. Kleine Schwächen und der im Vergleich hohe Preis verwehren diesem Ergometer einen Platz unter unseren Empfehlungen, dennoch macht man mit dem Gerät nichts falsch.
Der Aufbau ist dank der guten Anleitung einfach, beim Anbringen der Standfüße ist unter Umständen eine zweite Person hilfreich. Das Ergometer macht einen soliden und hochwertigen Eindruck, lediglich der Displayhalter sowie das Displaygehäuse sehen etwas günstig aus und entsprechen nicht dem aufgerufenen Preis.
Auf dem Tour 600 R finden auch große Menschen bequem Platz. Dazu lässt sich die Sitzposition stufenweise einstellen. Ein stufenloser Mechanismus wie bei anderen hier getesteten Liegeergometern wie beispielsweise beim Miweba ME700 wäre hier praktischer gewesen und im Hinblick auf den Preis auch Pflicht.
Die Bedienung des Ergometers ist einfach und verständlich. Schön ist, dass am Gerät vier eigene Nutzerprofile angelegt werden können, wie auch eigene Trainingsprofile, sollten die bereits zehn vorprogrammierten Profile auf Dauer zu langweilig werden. Eine Bluetooth-Schnittstelle bietet zudem die Möglichkeit, Apps wie die Kinomap App zu verwenden oder das Koppeln eines Brustgurtes zur Pulsmessung. Gelungen finden wir, dass der Widerstand beziehungsweise die Leistung zwischen 25 und 320 Watt in fünf Watt Schritten Drehzahlunabhängig gewählt werden kann. Drehzahlabhängig stehen 20 Stufen zur Verfügung. Somit kann das Training noch feiner abgestimmt werden.
Die verbaute Schwungmasse von 8 kg ist nicht unbedingt schwer in dieser Klasse, dennoch ist der Rundlauf auch dank des Induktionsbremssystems selbst in den höchsten Stufen sehr gut und von einem hakeligen Laufgefühl ist keine Spur.
Wird das Training nach einer kurzen Unterbrechung von wenigen Sekunden wieder aufgenommen, ist ein deutlicher Anfangswiderstand in den ersten zwei oder drei Umdrehungen zu überwinden. Deutlich ist dies vor allem, wenn die Drehzahl etwas abgesunken ist. Dieses Verhalten empfanden wir beim Tour R Liegeergometer als gewöhnungsbedürftig bis störend
Letztlich bekommt man mit dem Kettler Tour 600 R ein gutes Gerät, was Rundlauf und Trainingsmöglichkeiten betrifft. Details wie die nur stufenweise Sitzhöhenverstellung und der erhöhte Widerstand nach einer kurzen Pause sowie der doch stattliche Preis dämpfen etwas die Euphorie über das ansonsten gute Ergometer.
Kuipers E1
Das Kuipers E1 ist ein Ergometer im mittleren Preissegment und macht einen soliden Eindruck. Die Bedienung ist einfach und der Rundlauf ordentlich, sofern man unter einem gewissen Widerstand bleibt.
Der Aufbau ist relativ einfach. Eine zweite Person, die hier und da mal zur Hand geht, ist durchaus hilfreich. Lediglich die Montage des Displays bzw. des Wählrades ist äußerst fummelig. Das mitgelieferte Werkzeug ist beim Anschrauben der Kunststoffschalen der einzelnen Verkleidungsteile nur bedingt geeignet.
Die Verarbeitung sieht optisch gut aus, hier und da stören aber kleine Details. So fielen bei unserem Testgerät die Gummiabdeckkappen des hinteren Standfußes sogar während des Trainings öfter heraus – und auch jedes Mal, wenn wir das Ergometer bewegten. Hier scheinen die Toleranzen nicht optimal zu sein.
Insgesamt sitzt man im Vergleich zu anderen Geräten etwas aufrechter auf dem Ergometer. Um den Heimtrainer auf die eigene Größe abzustimmen, lassen sich die Sattelhöhe und -neigung sowie die Entfernung zwischen Sattel und Lenker in einem gewissen Bereich verstellen. Die Neigung des Lenkers ist zudem einstellbar.
Die Bedienung des E1 ist sehr einfach und intuitiv, viele Einstellmöglichkeiten bietet das Gerät letztlich auch nicht. Das Display ist im Prinzip ein großer Knopf mit integriertem Wählrad um das Display herum. Es zeigt sämtliche Werte wie Geschwindigkeit oder Puls gut sichtbar an. Um zwischen den insgesamt 16 Widerstandsstufen zu wählen, dreht man den Knopf einfach nach links oder rechts.
Ein kleiner Kritikpunkt sind fehlende vorinstallierte Trainingsprogramme, um das Training auch ohne Smartphone oder Tablet etwas abwechslungsreicher zu gestalten. Der Ergometer verfügt über eine Bluetooth-Schnittstelle und lässt sich mit der Kinomap-App koppeln. Dort können entsprechende Programme gewählt und abgefahren werden, was in der Praxis auch sehr gut funktioniert. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die volle Nutzung der App mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Letztlich hat man die Wahl, ob man sich einfach zwischendurch bewegen oder ernsthaft trainieren möchte.
Das E1 verfügt über eine 8 kg schwere Schwungmasse, wodurch der Rundlauf in den unteren und mittleren Stufen recht gut ist. Wählt man jedoch eine höhere Widerstandsstufe, wird es nach und nach unrund. Etwas störend fanden wir ein permanentes Laufgeräusch während des Trainings.
Am Ende ist das Kuipers E1 ein solides und einfach zu bedienendes Ergometer mit noch akzeptablem Rundlauf. Es ist vor allem für das schnelle Training zwischendurch geeignet. Hier und da besteht noch Verbesserungspotenzial, aber den Kauf wird man auch nicht bereuen.
Skandika Abisko
Das Skandika Abisko besitzt eine automatische und stufenlose Anpassung der Sitz- sowie Lenkerhöhe, was praktisch ist, aber auch den Preis in die Höhe treibt. Der Aufbau des Abisko unterscheidet sich daher grundlegend vom Aufbau aller anderen bisher getesteten Geräte. Ein genaues Befolgen der Anleitung sowie eine zweite Person sind notwendig, da das Ergometer zum Beispiel mit dem Karton gedreht werden muss. Ansonsten müssen lediglich die Standfüße, das Display und die Pedale montiert werden. Die Verarbeitung des Abisko ist gut, wobei unser weißes Testgerät mit vereinzelten Verschmutzungen an Lenker und Gehäuse ankam. Eine andere Farbe eignet sich vielleicht besser.
Das Hauptfeature des Ergometers ist sicherlich die motorisierte Höhenverstellung des Sattels sowie des Lenkers. Ohne die Skandika-App lassen sich die Höhen durch kleine Tasten direkt am Lenker verstellen, auch während des Trainings. Grundsätzlich funktioniert das sehr gut, die Tasten sind aber an einer Position am Griff angebracht, die gerne während des Trainings von den Händen eingenommen wird. Dadurch könnte es vorkommen, dass die Tasten aus Versehen während des Trainings gedrückt werden. Da man die Sitzhöhe normalerweise eher selten verstellt, ist es uns nicht ganz schlüssig, warum keine andere Stelle für die Tasten gewählt wurde. Übrigens ist der Verstellbereich etwas limitiert – Personen ab 1,85 Meter fühlen sich allmählich wie ein Riese auf einem zu kleinen Fahrrad.
Wer möchte, kann sich zudem die Skandika Fitness-App auf sein Smartphone laden. Hier lässt sich zum Beispiel die Sitzposition errechnen und einstellen.
Über einen Trainingscomputer im eigentlichen Sinne verfügt das Abisko nicht. Stattdessen ist über dem Wählrad für die Widerstandseinstellung und unter der Verkleidung ein rudimentäres Display eingebaut, welches die notwendigsten Informationen, z. B. die gewählte Widerstandsstufe, recht unscharf anzeigt. Ein Vorteil dieser Lösung: Das Display kann nicht spiegeln. Möchte man sich aber mehrere Trainingsdaten gleichzeitig anzeigen lassen, benötigt man ein Tablet oder Smartphone und eine App. Zur Verfügung steht die hauseigene Skandika-App, aber auch mit der Kinomap-App lässt sich das Abisko verbinden.
Über das bereits erwähnte Wählrad kann zwischen den insgesamt 36 Widerstandsstufen gewählt werden. Dabei sollte man nicht zu schnell am Rad drehen, da das Ergometer sonst nicht hinterherkommt. Es muss also langsam gedreht werden. Auffällig sind auch die unglückliche Abstimmung der Widerstandsstufen sowie der ab ca. Stufe 18 immer unrunder werdende Lauf. Ab dieser Stufe ist der Widerstand schon sehr ordentlich, höhere Stufen sind für viele Hobbysportler quasi nicht mehr nutzbar.
Am Ende bleibt die Vermutung, dass sich die Ingenieure des Skandika Abisko zu sehr auf die automatische Höhenverstellung konzentriert haben und andere wesentliche Punkte wie Rundlauf und einfache Bedienung vergessen haben. Für den aufgerufenen Preis können wir das Ergometer letztlich kaum empfehlen.
Merach S08 Smart Recumbent Bike
Das Merach S08 Smart Recumbent Bike ist ein auf das Wesentliche beschränktes Liegeergometer, das den Geldbeutel schont und vor allem für gelegentliches Training geeignet ist. Für intensivere Einheiten oder ein vollwertiges Training ist dieses Recumbent Bike jedoch nur bedingt geeignet.
Aufgebaut ist das S08 relativ schnell, eine zweite Person ist lediglich beim Einhängen des Bowdenzuges für die manuelle Widerstandsverstellung nötig. Qualitativ steht das Ergometer gut da und selbst bei intensiverem Pedalieren ist kein Verwinden oder Wackeln zu verspüren.
Selbst größere Personen finden auf dem Liegeergometer Platz. Der Sattel lässt sich in der Entfernung zum Display stufenweise einstellen, wie auch die Höhe der Rücklehne – diese sogar stufenlos. Hat man alles eingestellt, kann sofort mit dem Training begonnen werden. Dabei ist die Bedienung äußerst einfach. Auf dem Display werden die wichtigsten Parameter angezeigt, der Widerstand lässt sich über ein Wählrad einstellen. Insgesamt stehen acht Stufen zur Verfügung, Trainingsprogramme gibt es aufgrund der manuellen Widerstandsverstellung jedoch nicht.
Während des Trainings fallen hauptsächlich zwei Punkte auf. Zum einen sind die Kurbelarme mit 14 cm relativ kurz, was man beim Pedalieren auch spürt. Hier fühlt sich die Bewegung etwas unnatürlich an, vor allem bei großen Personen. Der zweite Punkt betrifft den Rundlauf. In den unteren Stufen ist dieser noch gut, ab Stufe fünf wird es deutlich unrunder. Hier macht sich die geringe Schwungmasse von 3,5 kg negativ bemerkbar.
Der Heimtrainer verfügt über eine Bluetooth-Schnittstelle, was in dieser Kategorie nicht unbedingt selbstverständlich ist. So kann das S08 mit einem Smartphone oder Tablet gekoppelt werden. Mit der hauseigenen Merach-App stehen dann sogar verschiedene Trainingsmodi zur Verfügung. Die Widerstandsverstellung bleibt jedoch in eigener Hand und wird nicht vom Ergometer vorgenommen.
Letztlich ist das Merach S08 ein einfaches Liegeergometer mit einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis für die gelegentliche Trainingseinheit zu Hause. Obwohl auch große Personen Platz finden, kommen kleinere Sportler aufgrund der geringen Kurbellänge mit dem Gerät besser zurecht.
So haben wir getestet
Bei den meisten Ergometern beginnt der Test mit dem Aufbau, nur wenige Testmuster haben wir bereits montiert erhalten. Bei allen anderen bewerten wir zunächst die Schwierigkeit des Aufbaus sowie das mitgelieferte Werkzeug. Im Zuge dessen beurteilen wir auch den weiteren Lieferumfang und die Verarbeitung aller Ergometer.
Nach erfolgreicher Montage prüfen wir, inwieweit sich die Ergometer an den Trainierenden anpassen lassen. In welche Richtungen können Sattel und Lenker verstellt werden, und wie groß ist der Verstellbereich? Finden kleine wie große Menschen eine angenehme Trainingsposition?
Danach machen wir uns mit den Trainingseinstellungen vertraut. Dabei erfassen wir die Anzahl der Widerstandsstufen sowie der voreingestellten Programme und bewerten Bedienkomfort und Ablesbarkeit des Trainingscomputers. Bei Ergometern, die mit einer Smartphone-App gekoppelt werden können, testen wir hierbei auch diese auf Funktionsumfang.
Anschließend absolvieren wir auf allen Ergometern Trainings in verschiedenen Modi. Hierbei bewerten wir zunächst den Rundlauf auf kleinen wie großen Widerstandsstufen und prüfen, wie schnell die Ergometer auf Änderungen reagieren. Schließlich beurteilen wir auch das Trainingserlebnis hinsichtlich Komfort des Sattels, Laufgeräuschen und Stabilität des Ergometers.
Die wichtigsten Fragen
Welches Fahrradergometer ist das beste?
Das Skandika Morpheus hat uns insgesamt am meisten überzeugt. Es ist einfach aufzubauen, wirkt sehr hochwertig und kommt mit vernünftigem Werkzeug sowie einem Pulsmessgurt. Das Ergometer lässt sich gut auf kleine wie auch auf große Personen einstellen, wodurch ein bequemes Training für alle ermöglicht wird. Dem Sportler stehen eine Vielzahl von voreingestellten Programmen sowie 32 Widerstandslevel zur Verfügung. Es gibt in unserem Test aber auch interessante Alternativen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Ergometer und einem Heimtrainer?
Ein Heimtrainer und ein Ergometer sind klar voneinander zu unterscheiden und nach Europäischer Norm voneinander getrennt. Der Aufbau ist jedoch meist ähnlich. Ergometer besitzen zusätzlich noch Pulssensoren oder lassen sich mit einem Pulsmessgurt koppeln. Ein Ergometer muss laut der Norm EN 957-1/5, Unterklasse A, über eine Anzeige mit der erbrachten Leistung in Watt verfügen und der einstellbare Wattbereich muss mindestens um 250 Watt veränderbar sein. Heimtrainer müssen dagegen keine Wattanzeige besitzen.
Wie viel Schwungmasse benötigt ein gutes Ergometer?
Generell gilt: Je größer die Schwungmasse, desto runder ist das Fahrgefühl, denn eine große Schwungmasse bedeutet gleichzeitig ein höheres Trägheitsmoment, was sich letztendlich in einem besseren Rundlauf niederschlägt. Mindestens 5 Kilogramm sollten es in jedem Fall sein, besser sind über 10 Kilogramm – dann tritt sich das Ergometer auch bei niedrigerer Geschwindigkeit (fast) so rund wie ein Fahrrad.
Für wen eignet sich ein Ergometer?
Im Prinzip für jeden, der sich zuhause bewegen bzw. fit halten will. Mit einem guten Ergometer lässt sich ernstzunehmendes Ausdauertraining betreiben, für leichteres Training reichen auch einfache Heimtrainer. Interessant für Senioren und Rehapatienten sind vor allem Liegeheimtrainer, oder solche, die eine kleine Rückenlehne mitbringen. Und selbst wer nur wenig Platz in den eigenen vier Wänden hat, kann sich nach einem kleinen, klappbaren Heimtrainer umschauen.