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Anwaltshonorare sind viel höher als der Schaden

2,4 Millionen Euro mutmaßlicher Schaden – das ist die Bilanz einer Affäre, die eine Fraunhofer-Vorstandsriege zu Fall brachte. Interne Unterlagen zeigen: Die Aufarbeitung wird noch teurer.Sönke Iwersen, Volker Votsmeier 26.08.2025 - 13:45 Uhr Artikel anhören
Zentrale der Fraunhofer-Gesellschaft in München: Die internen Untersuchungen sorgen für hohe Rechnungen von Anwaltskanzleien. Foto: IMAGO/Christian Offenberg

Düsseldorf. Wer zahlt 190.850,28 Euro, um festzustellen, dass er 7764,28 Euro Steuern nachzahlen muss? Antwort: die zum Großteil mit Steuergeldern finanzierte Fraunhofer-Gesellschaft. Dem Handelsblatt liegt eine Auflistung der Kanzlei Noerr vom 20. Dezember 2024 vor. „Zeitaufwändig und komplex“ seien die Arbeiten gewesen, schreiben die Anwälte.

Das Missverhältnis steht exemplarisch für eine Affäre, in der die Fraunhofer-Gesellschaft erst die Spesenregeln missachtete und dann die Kosten für die Aufarbeitung aus dem Ruder liefen.

Mehr als vier Millionen Euro sollen interne Ermittlungen bereits verschlungen haben – weit mehr als der mutmaßliche Schaden von 2,4 Millionen, den die Gesellschaft intern beziffert. Und die Kostenlawine rollt weiter.