Der Tod als letzter Kick: Tausende von Internet-Usern sahen Raphaël Graven beim Sterben zu – Schuldgefühle hätten sie dabei kaum, sagt der Psychologe

Jahrelang liess er sich vor laufender Kamera beschimpfen, demütigen, schlagen: JP war ein Star auf der Reality-Plattform Kick. Tabubrüche seien für viele Menschen erregend, sagt der Psychologe Daniel Süss.

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Aus dem Spiel wurde Ernst, und niemand will es gemerkt haben: Jean Pormanove alias JP.

Aus dem Spiel wurde Ernst, und niemand will es gemerkt haben: Jean Pormanove alias JP.

Social Media / Imago

Angefangen hatte es harmlos. Mit Videos, in denen JP gehänselt wurde. Angerempelt, beschimpft, ein bisschen geschubst. So erzählten es die Kollegen, die mit JP zusammen auf der Internetplattform Kick einen Videokanal betrieben. 2022 begannen sie damit. Mit der Zeit wurden die Spiele gröber, die Beleidigungen deftiger, die Schläge härter. Am Montag starb JP vor laufender Kamera, nach einer Live-Übertragung, die mehr als zwölf Tage gedauert hatte. Tausende Internet-User schauten dabei zu.

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