Winzig klein ist der Laden, der nahe dem Rosenthaler Platz zwischen zwei asiatische Restaurants gezwängt ist. Man könnte ihn beinahe übersehen, wäre da nicht die große Traube junger, hipper Berliner, die davor unter der indigoblauen Markise herumstehen. "Life Among People", also Leben unter Menschen, steht auf der Markise, wobei das O in "Among" ein stilisierter Kaffeebecher ist und einen Hinweis darauf gibt, was es drinnen zu kaufen gibt.
LAP, so die Abkürzung, wird gerade schnell groß. Neben der Filiale am Rosenthaler Platz hat die Kaffeekette innerhalb von zwei Jahren 18 weitere eröffnet, 15 davon in Berlin. Zum Vergleich: Starbucks hat hier gerade mal acht Filialen. Vier Mal gibt es LAP in München, bald soll Hamburg folgen. Auch hier könnte der Andrang entsprechend sein: Bei der Eröffnung der ersten Münchner Filiale reichte die Schlange der Interessierten trotz Dauerregen einmal um den Häuserblock im Glockenbachviertel.