Die Badebucht ist leer, an diesem grauen Sommertag. Wir treffen Fred Zack, Rechtsmediziner im Vorruhestand, am Inselsee von Güstrow, wo er vor 45 Jahren ein Unglück mit ansah. Bei prasselndem Regen stand er zu DDR-Zeiten unter einem Dachvorsprung, als ein Sanitätswagen am Ufer hielt. Ein leeres Ruderboot baumelte am Steg. Erst aus der Zeitung erfuhr er: Ein Blitz hatte einen Angler erschlagen. Bis heute fragt sich Zack: Würde der damals 23-Jährige noch leben, hätte er mehr über die Gefahr von Gewittern gewusst?
DIE ZEIT: Herr Zack, in Ihrem aktuellen Buch räumen Sie mit Irrglauben und veralteten Verhaltensregeln auf: Würden Sie heute noch – wie damals im Juni 1980 – unter einem Dachvorsprung Schutz suchen?