DIE ZEIT: Herr Ladefoged, seit zwei Wochen fotografieren Sie nonstop die Tour de France. Wie geht es Ihnen?
Asger Ladefoged: Es ist anstrengend. Und es ist gleichzeitig die schönste Arbeit, die ich mir vorstellen kann.
ZEIT: Die Radfahrer haben einen streng festgelegten Tagesablauf. Wie sieht das bei Tourfotografen und Journalisten aus?
Ladefoged: Wir wachen auf, treffen uns zum Frühstück, schauen uns die Etappe an und planen den Tag. Wir, das sind ich und mein schreibender Kollege Rasmus Karkov, wir arbeiten beide für die dänische Tageszeitung Berlingske, und unser Auto. Man muss ein bis zwei Stunden vor Rennbeginn an der Startlinie sein. An einem guten Tag mache ich ein Foto vom Start, halte unterwegs für ein paar Bilder an und fotografiere die Zieleinfahrt. An einem schlechten Tag klappt es mit den Fotos nur am Ziel. Im Durchschnitt fahren wir sechs Stunden am Tag Auto. Die Berge machen alles komplizierter. Es kommt durchaus vor, dass man zwei Stunden im Stau steht, nur um wieder herunterzukommen.