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Andreas (l.) und Markus Baulig: Wie seriös ist das Angebot der Coaches? Foto: PR, YouTube [M]
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Coaching

So läuft ein Kurs bei den Baulig-Brüdern ab

Aus dem Handelsblatt-Archiv: Andreas und Markus Baulig polarisieren mit ihrer Werbung in den sozialen Medien – und sammeln Hunderte Kunden ein. Ist das seriös?Leonard Frick 21.07.2025 - 15:46 Uhr Artikel anhören

Düsseldorf. Andreas Baulig posiert mit weißem Hemd unter dem Pulli und einer „Old-Money-Weste“ in einer Flugzeugtoilette. Am Handgelenk präsentiert der 35-Jährige seine teure Uhr. „Networking ist ein Mindset“, schreibt er zu dem Selfie auf seinem LinkedIn-Profil. Man wisse nie, wer in der Businessclass neben einem sitze. Kaufverträge solle man ins Handgepäck mitnehmen, „um an Ort und Stelle den Sack zuzumachen“. Andreas schreibt: „Nur so wird Business gemacht“.

Auch sein Bruder Markus Baulig, 30, zeigt stolz seinen Reichtum und postet eine Restaurantrechnung über 5000 Euro aus einem Nobellokal in Griechenland. Er fragt seine Follower: „Wie viel Trinkgeld hättet ihr für so eine Erfahrung gezahlt?“

Die Kommentare unter den Beiträgen reichen von Belustigung über Ärger bis hin zu Bewunderung. Vor allem generieren die Postings, die immer einen ähnlichen Sound haben und bei denen nicht immer ganz klar ist, ob sie auf eine unverschämte Art ernst oder auf eine prollige Art ironisch gemeint sind, Tausende Reaktionen.