FSME und Borreliose„Den sogenannten Kopf der Zecke kann man ruhig stecken lassen“

Lesezeit: 4 Min.

Wenn eine Zecke ihren Stechrüssel einmal in die Haut gebohrt hat, dann hilft nur eines: schnell entfernen.
Wenn eine Zecke ihren Stechrüssel einmal in die Haut gebohrt hat, dann hilft nur eines: schnell entfernen. (Foto: Patrick Pleul/dpa)

Die Blutsauger sind vielerorts auf dem Vormarsch. Ein Zecken-Experte erklärt, woran das liegt, warum sie möglichst schnell entfernt werden sollten und welche Mythen falsch sind.

Interview von Nicole Graner

Regelmäßig geht Gerhard Dobler ins Grüne. Nicht so sehr zum Spazierengehen. Vielmehr sammelt er seit 17 Jahren an klar definierten Orten Zecken. Besonders in den Monaten Mai, Juni und Juli ist er in Bayern unterwegs. Eigentlich überall, wo im Frühsommer Meningoenzephalitis (FSME)-Herde bekannt werden. In Deutschland, in Österreich und auch in der Slowakei. Dobler steckt die von ihm gefundenen Achtbeiner in große Röhrchen und zählt sie. In diesem Jahr findet er sehr viel mehr Zecken als sonst. Das beobachtet der 62-jährige Facharzt für medizinische Mikrobiologie und Leiter des Nationalen Konsiliarlabors für FSME am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München mit wachsender Sorge.

Hautkrebs und Schutz vor Sonne
:„Beim Cremen für den ganzen Körper nicht zu wenig nehmen“

Die Zahl der Menschen, die an schwarzem Hautkrebs erkranken, steigt rapide. Woran das liegt, wie man Muttermale selbst untersuchen kann und wie dick man die Sonnencreme auftragen sollte.

SZ PlusInterview von Nicole Graner