Große Overear-Kopfhörer sind mein bester Freund in öffentlichen Verkehrsmitteln. Nicht nur, dass der Tragekomfort für lange Wege und Hörbücher super ist, sie signalisieren auch jedem: Lass mich in Ruhe.
Hörbücher sind eine wundervolle Erfindung. Ihr kann die Geschichte von Büchern auch auf dem Weg zum Sport oder beim Gang in den Supermarkt verfolgen, ohne dabei Gefahr zu laufen, mit meiner Umwelt zu kollidieren. Laut Statista nutzten schon 2023 etwa 74 Prozent aller Deutschen digitale Hörbuch- und Podcastangebote.
Dabei dürfte ein Löwenanteil an die großen Konzerne wie Amazon mit Audible oder BookBeat gehen. Während BookBeat eine Art Netflix für Hörbücher ist und ihr euch pro Monat ein Stundenkontingent kauft, arbeitet Audible mit einem Guthaben-System. Pro Monat zahlt ihr knapp 10 Euro und könnt euch dafür ein Hörbuch kaufen, oder aus einem Katalog kostenloser
(also im Abo enthaltener) Titel wählen.
Das Problem bei beiden Anbietern: Ihr seid an die Plattform gebunden. Während ihr bei BookBeat nach der Kündigung keine Bücher behaltet, bleiben euch bei Audible zwar die mit Guthaben gekauften Bücher erhalten, nicht eingelöste Guthaben verfallen aber. Zusätzlich braucht ihr immer die App des jeweiligen Anbieters, um die Inhalte zu hören.
Zum Glück gibt es auch hier viele spannende Alternativen. Ich habe meine mit Libro gefunden.
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vor 6 Stunden
Unterstützt Eure Bibliotheken und nutzt die App Onleihe. Das ist auch super :D
vor 11 Stunden
Solange wir noch Alternativen zu den Megacorps haben, gibt es Hoffnung. :D Schöner Artikel!
Bei mir haben die Anbieter mit Einzelkauf-Prinzip keine Chance mehr. Dafür lass ich mich einfach zu gerne "zufällig" von spannenden neuen Sachen berieseln. Durchscrollen, auswählen, abschalten. Quasi selber Modus wie auf Spotify (NewMusicFriday, ReleaseRadar), Netflix etc. :D
vor 14 Stunden
Ein großer Vorteil von audible ist, dass man sich durch kostenlose oder reduzierte Abos, sehr günstig mit Hörbüchern versorgen kann. Ich hab für die letzten jeweils 0-3 EUR gezahlt.
vor 5 Stunden
@Trem wobei das auch bei Libro geht. Die haben sehr viel immer im Sale. Aber eben meist englisch
vor 16 Stunden
Leider ist die Auswahl bei Audible halt richtig gut, so dass ich kaum eine Alternative dazu finden kann. Ich gehöre allerdings auch eher zu denen, die Hörbücher nur sehr eingeschränkt hören, nämlich genau dann, wenn es sich entweder um ein gut gemachtes Hörspiel handelt oder aber wenn der vorlesende sich richtig reinhängt. Als Beispiel finde ich hier Katharina Thalbach bei den Hexenbüchern von Pratchett fantastisch. Hörspiele, also richtig mit mehreren Sprechern, guter Audiokulisse etc. sind mir aber das liebste von allem. Das ging halt schon früh los mit den üblichen Verdächtigen wie den drei ??? oder auch den Hörspielkassetten von Alf, Ghostbusters und anderen (kennt überhaupt noch jemand Jan Tenner?). Spotify hat großartigerweise die drei ??? immer am Start, wenns was neues gibt, aber ansonsten komme ich an Audible halt nicht vorbei.
vor 4 Stunden
@BSchäfer jan tenner vs. Prof. Zweistein. Hatte alle Kassetten:-)
vor 22 Stunden
"Dadurch, dass es sich bei Libro um eine US-amerikanische Seite handelt, ist das englischsprachige Angebot an Hörbüchern natürlich wesentlich größer als das deutsche."
Das ist für mich leider das Problem bisher an allen Alternativen zu Audible. Es gibt dort leider nichtmal z.B. aktuelle Star Wars Bücher wie die Hohe Republik oder die neue (oder alte) Thrawn Trilogie, noch gibt es viele historische Bücher, die ich mir angehört habe wie z.B. "Preußen. Aufstieg und Niedergang" dort im Abo, wohl aus Lizenzgründen.
"Dadurch, dass es sich bei Libro um eine US-amerikanische Seite handelt"
Und das ist für mich bedauerlicherweise ein weiterer Punkt.
So warte ich weiterhin auf eine europäische Alternative, die mit Audible in sachen deutsche Bücher mithalten kann.
vor 20 Stunden
@Kovahnii Hugendubel hat afaik auch ein Hörbuch-Abo, da könntest du mal schauen.
vor 6 Stunden
@Mary Marx
Das wird auch direkt mal notiert. Habe momentan noch genug Hörbücher (musste viele kaufen beim Kündigen von Audible) und habe dann eh vor nur einen Monat zu abonnieren und mir ein Buch zu holen. Da ist es ja recht egal welchen Anbieter ich nehme.
vor 22 Stunden
DRM-frei ist der Weg! :)
vor 23 Stunden
Danke!
vor 23 Stunden
Ich wiederhole mich gerne auch wieder hier: noch günstiger gibt es Hörbücher auch bei dem Onleihe-System der Bibliotheken. Für ca. 10€ im Jahr kann ich mir Hörbücher, Bücher und Filme, sowie die überregionalen Tageszeitungen und Zeitschriften leihen.
Natürlich, muss man hier auf mögliche Lieblingsstitel eventuaell warten, aber grundstäzlich ist das ein klasse Angebot. Wie übrigens auch das im Text erwähnte geniallokal. Darüber kaufe ich immer meine E-Books und freue mich, dass ich unseren örtlichen Buchladen unterstütze.
vor 22 Stunden
@Basil F. Bei dem Bibliothekssystem verstehe ich nicht, wie bestimmte Hörbücher nicht verfügbar sein können, weil sie bereits ausgeliehen sind. Ich meine: häääh?
vor 21 Stunden
@Peter Bathge aus Lizenzgründen. Sie haben nur x virtuelle Exemplare vorrätig. Dass das doof ist, ist klar...
vor 20 Stunden
@Basil F. Deswegen habe ich unten im Artikel Raes Artikel zu Libby verlinkt. :)
Habe seit kurzem auch wieder einen Bibausweis, da schau ich jetzt auch immer, ehe ich mir was kaufe.
vor 15 Stunden
@Peter Bathge ob nun Gaming oder (Hör-) Bücher - Verlage haben manchmal nervige Monetarisierung. :D
vor einem Tag
Als Landwirt verbringe ich des öfteren lange Tage auf der Maschine, irgendwann kennst du alle 500 Songs auf deiner Playlist. Da sind Hörbücher schon eine Alternative dazu. Dann denke ich zurück an die Zeit des UKW Radio mit Kassettendeck und 10 verschiedenen Langspielkassetten. Denn irgendwann hast du die Radiowerbung nicht mehr ausgehalten....
vor einem Tag
Hm, ich bin mit Hörbüchern nie warm geworden... oder habe auch nie wirklich den Grund verstanden, weshalb sie existieren.
Das Großartige beim Lesen eines Buches ist doch gerade, daß man die Freiheit hat, sich die Charaktere selber auszumalen, selber vorzustellen, wie jemand spricht, reagiert, etc pp, sprich seine eigene Fantasie mit in die Fiktion einzubringen.
Das geht bei Hörbüchern komplett verloren, man ist an das gebunden, was sich irgendjemand anders ausgedacht und für passend befunden hat... und obendrein ist es dann ja auch nicht so wie "Vorlesen", weil die soziale Komponente eben auch komplett fehlt.
Aber das ist vermutlich auch so ein Punkt wieder mit den heutigen Geflogenheiten... Musik einfach im Hintergrund laufen zu lassen, ohne wirklich drauf zu achten... kann ich auch nicht verstehen, geschweigedenn genießen; wenn ich Musik höre, dann höre ich Musik, und mache nichts anderes, lasse mich voll darauf ein und versinke in den Noten.
Aber jedem Tierchen sein Plaisirchen.
vor einem Tag
@Homer Morisson für mich ist der größte Vorteil die Effizienz. Ich kann ständig Bücher konsumieren. Entweder entspannt lesend als Buch oder aufmerksam hörend unterwegs.
Es gibt so viele spannende Bücher, ich ich gern alle lesen würde, mir fehlt aber einfach die Zeit, sie alle zu schaffen. ^^
vor einem Tag
@Homer Morisson verstehe deine Vorurteile, hab früher auch so gedacht. Aber ich hab einfach durch Familie, Arbeit etc immer weniger Zeit gehabt Bücher zu lesen (hab früher extrem viel gelesen, meine paar tausend Romane können davon was erzählen). Mit Hörbucher kann ich aber die Geschichten lauschen während ich z.b. arbeite. Klar 100% Aufmerksamkeit kann ich ihnen nicht widmen, aber besser als nix.
Lesen hab ich aber nicht komplett aufgegeben, aber im Bett werden dann kürzere Sachen gelesen wie mangas oder comics (in Buchform oder übers Handy)
vor einem Tag
@Mary Marx
Hm, kann ich grundsätzlich verstehen, aber ich wundere mich da dann auch wieder: wenn Du sie nur nebenher konsumierst, während Du etwas anderes machst... wieviel bleibt dann davon überhaupt hängen, wie tief kann die Immersion jemals erfolgen..?
Entweder Du konzentrierst dich voll aufs Hörbuch, dann leidet deine andere Tätigkeit unter Konzentrationsmangel, oder andersherum und dann ist es für mich eher nicht wirklich viel anders, als Musik im Hintergrund laufen zu lassen. :shrug:
vor 23 Stunden
@Homer Morisson Des einen Vorteil ist des anderen Nachteil. Es gibt Menschen im neurodiversen Spektrum, die haben eine "neuronale Konfiguration" namens Aphantasie (=Unfähigkeit, sensorische Vorstellungen zu generieren). Wir haben meist keine bildliche Fantasie (wir können uns willentlich keine Bilder vorstellen). Andere können sich aber z.B. eben auch keine Geräusche, Gerüche, Geschmäcker und/oder Berührungen vorstellen (Multisensorische Aphantasie). Das betrifft, je nach Ausprägung, etwa 0,8-3,9 % der Weltbevölkerung
Ich kann z.B. tatsächlich nicht nachvollziehen, was du mit "sich die Charaktere selber auszumalen, selber vorzustellen, wie jemand spricht, reagiert, etc pp" meinst. So etwas existiert in meiner Realität nicht. Wenn ich Bücher lese oder ein Hörbuch höre, entsteht da weder irgendein Bild in meinem, Kopf noch höre ich Stimmen oder stelle mir irgendwas vor. Ich höre nur das, was und wie der Sprecher spricht (deswegen ist auch der Sprecher das wichtigste Kriterium für mich bei Hörbüchern - wenn mir die Stimme/Sprechweise nicht sympathisch ist/taugt, kann die Geschichte noch so toll sein - da kann ich nicht lange zuhören)
Ich lese trotzdem gerne und höre gerne Hörbücher - letztere aber meist zum Einschlafen, da es mir hilft aus dem permanenten Gedankenstrudel auszubrechen (weil ich dann mehr zuhöre und weniger in Gedanken mit mir selbst spreche) und in Ruhe zu kommen.
Wenn ich "tagsüber" über mehrere Stunden ein Hörbuch höre, dann schweife ich aber meist doch, eher früher als später, irgendwann in meinen Gedanken ab (wenn es nicht grad sehr spannend ist) und bekomme dann kaum noch was mit. Deswegen ist mein liebstes Medium für Geschichten & Unterhaltung dann doch Serien schauen (Da muss ich mir ja nichts vorstellen und bekomme alles präsentiert). :)
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