Die Behauptung

Auf Facebook wird gerade gewarnt, dass Meta neuerdings private, bisher unveröffentlichte Fotos direkt von Smartphones seiner Nutzer automatisch in eine Cloud hochlädt und diese möglicherweise für KI-Analysen verwendet. Nutzer könnten so unbewusst persönliche Bilder dauerhaft an Facebook übergeben.

Aufgestellt von: Facebook

Faktencheck

Vorsicht, Teilweise wahr

Teilweise wahr. Meta testet tatsächlich gerade ein neues Feature, das private Fotos vom Smartphone automatisch in seine Cloud hochladen und analysieren kann. Momentan werden die Bilder laut Meta noch nicht fürs KI-Training genutzt. Allerdings lässt Meta völlig offen, ob die Bilder zukünftig nicht doch für KI-Zwecke verwendet werden könnten.

Kurze Faktenübersicht:

  • Meta testet automatische Cloud-Funktion für private Fotos.
  • Fotos könnten künftig für KI-Training genutzt werden
  • Meta lässt absichtlich offen, was genau mit Bildern passieren darf
  • Nutzer müssen explizit zustimmen, wissen aber oft nicht genau, was sie freigeben
  • Funktion kann deaktiviert werden, Fotos werden nach 30 Tagen gelöscht – in Einzelfällen aber länger gespeichert

Diese neue Facebook-Funktion lädt automatisch deine Fotos hoch


(Wie das genau geht mit dem Deaktivieren, haben wir hier beschrieben: Anleitung zum Deaktivieren)

Doch hier lauert die Gefahr: In den seit Juni 2024 geltenden neuen KI-Nutzungsbedingungen schreibt Meta nirgendwo deutlich, dass diese privaten Fotos in Zukunft nicht doch zum Training ihrer KI-Modelle verwendet werden könnten. Schlimmer noch: Auf direkte Nachfrage von Journalisten weigert sich Meta ausdrücklich zu sagen, ob private Fotos später möglicherweise doch für KI-Zwecke verwendet werden dürfen.

Auch beim Speichern deiner Bilder bleibt Meta absichtlich vage. Offiziell heißt es: Fotos bleiben maximal 30 Tage auf Metas Servern gespeichert. Doch gleichzeitig gibt Meta zu, dass Fotos zu bestimmten Themen wie Haustieren, Hochzeiten oder Feiern durchaus länger gespeichert bleiben könnten. Genau solche unklaren Aussagen schaffen viel Misstrauen. Denn Meta könnte jederzeit die Bedingungen verändern und plötzlich doch private Fotos zur KI-Nutzung freigeben.

Experten warnen deutlich: Deine Privatsphäre ist in Gefahr

Genau wegen dieser absichtlich unklaren Haltung von Meta schlagen Datenschutz- und KI-Experten jetzt Alarm. Ihre Sorge ist groß, weil Nutzer aktuell gar nicht genau wissen, was mit ihren privaten Bildern passieren könnte. Wenn Meta plötzlich entscheiden sollte, diese Bilder doch für KI-Training zu verwenden, hättest du möglicherweise keine Kontrolle mehr darüber.

Hier verweisen Experten auch deutlich auf andere Unternehmen: Google hat bei seinem Dienst „Google Fotos“ ausdrücklich versprochen, private Nutzerbilder nicht zum KI-Training zu verwenden. Meta hingegen macht bewusst das Gegenteil: Das Unternehmen verweigert klare Aussagen. Experten sehen hier eine bewusste Strategie, um sich später die Türen offen zu halten.

So könnten private, intime und unveröffentlichte Fotos, die Nutzer nie öffentlich teilen wollten, irgendwann doch noch zur Entwicklung von KI-Analysen verwendet werden. Experten warnen klar: Diese neue Funktion könnte der erste Schritt sein, um dauerhaft Zugriff auf sehr persönliche Nutzerdaten zu erlangen – und das alles möglicherweise ohne bewusste Zustimmung.

FAQ-Box: Was du über die neue Facebook-Funktion wissen musst

Was macht diese automatische Cloud-Funktion genau?

Facebook lädt automatisch private Fotos von deinem Smartphone in seine Cloud und analysiert sie dort. Das geschieht, um dir kreative Story-Vorschläge zu geben. Die genauen Rechte, die du dabei an Meta überträgst, bleiben jedoch unklar.

Werden meine Fotos aktuell schon fürs KI-Training genutzt?

Laut Meta momentan noch nicht. Doch Meta lässt offen, ob diese Fotos in Zukunft nicht doch für KI genutzt werden könnten. Die Nutzungsbedingungen sind bewusst unklar formuliert.

Kann ich diese Funktion deaktivieren und meine Fotos löschen lassen?

Ja. Du kannst die automatische Cloud-Funktion jederzeit in den Facebook-Einstellungen ausschalten. Meta sagt, Fotos würden dann innerhalb von 30 Tagen gelöscht. Aber es gibt Ausnahmen für Bilder zu bestimmten Themen, die länger gespeichert werden könnten.

Ist diese Funktion automatisch aktiviert, ohne dass ich zustimme?

Nein. Facebook fragt dich aktiv, ob du zustimmen möchtest. Viele Nutzer klicken jedoch schnell auf „Ja“, ohne genau zu lesen, was dahinter steckt.

Wie lange speichert Meta meine Fotos tatsächlich?

Offiziell maximal 30 Tage. Doch Meta räumt ein, dass Fotos zu bestimmten Themen wie Hochzeiten, Haustieren oder Feiern möglicherweise länger auf den Servern verbleiben.

Fazit: Pass auf deine Fotos auf und schalte das Cloud-Feature besser ab

Meta testet gerade bewusst eine Funktion, die private Fotos automatisch vom Handy hochlädt. Momentan verspricht Meta zwar, sie nicht direkt fürs KI-Training zu nutzen – aber ob dies dauerhaft gilt, ist offen. Meta lässt bewusst Spielraum für zukünftige Änderungen. Deine privaten Fotos könnten irgendwann in KI-Analysen landen, ohne dass du es bemerkst. Deshalb: Lies genau, was du bestätigst, und schütze deine privaten Daten, indem du diese Funktion lieber deaktivierst. Es sind deine Fotos – gib sie nicht unvorsichtig an Facebook weiter!

Quelle: theverge

Passend dazu: Meta nutzt ab dem 27.5.25 deine öffentlichen Posts für KI

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