"Enhanced Games": Das Geschäft mit den Supermenschen
Milliardäre lassen in Las Vegas gedopte Spitzenathleten gegeneinander antreten. Um Weltrekorde geht es nur am Rande – sie hoffen, dass bald jeder ihre Biococktails kauft.
Der 31-jährige Schwimmer Kristian Gkolomeev bricht den Weltrekord im 50-Meter-Freistilschwimmen, obwohl er gedopt ist und der Weltschwimmverband den Rekord nicht anerkennen will. Er ist das Aushängeschild der Enhanced Games, einer umstrittenen Sportveranstaltung in Las Vegas, bei der leistungssteigernde Substanzen erlaubt sind. Die Veranstaltung wird von Milliardären finanziert und soll einen Billionenmarkt erschließen. Trotz Protesten von offizieller Seite sollen die Enhanced Games im Mai 2026 starten, mit Prämien für die Athleten und dem Verkauf von Dopingprodukten an das breite Sportpublikum.
Dies ist ein experimentelles Tool. Die Resultate können unvollständig, veraltet oder sogar falsch sein.
Als Kristian Gkolomeev sich in einen Supermenschen verwandelte, bemerkte er die ersten Veränderungen nach wenigen Tagen. Die Muskeln an seinen Beinen und am Oberkörper spannten. Nach harten Trainingstagen im Schwimmbecken erholte er sich schneller als zuvor. "Oh, shit!", entfuhr es seinem Trainer einmal am Beckenrand, als er den Schützling immer rasanter durchs Wasser gleiten sah.
Am vergangenen Mittwoch tritt der 31-jährige Athlet auf die Bühne eines Luxushotel- und Casinokomplexes in Las Vegas, von Applaus umtost. Die Gäste feiern, dass er den Weltrekord gebrochen hat: Bei einem Privatrennen in North Carolina ist er 50 Meter Freistil in 20,89 Sekunden geschwommen – 0,02 Sekunden schneller als 16 Jahre zuvor der Brasilianer César Cielo Filho. Dabei sollte Gkolomeev, der schon viermal für Griechenland an den Olympischen Spielen teilnahm, aber nie eine Medaille gewonnen hat, schon wegen seines Alters eigentlich am Ende seiner Karriere stehen.