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Wie Spielzeuggigant Pop Mart zur internationalen Kultmarke wird

Spielzeuge wie Labubu werden vor allem dank Tiktok weltweit zum Phänomen. Trotz Zollstreit sollen die USA mehr Wachstum bringen. Pop Mart gelingt dabei, woran viele Firmen aus China scheitern.Martin Benninghoff 03.06.2025 - 09:50 Uhr Artikel anhören
Laden von Pop Mart in Bangkok: Kreationen wie die Figur „Labubu“ sind weltweit gefragt. Foto: AFP

Shanghai. Liu Feng eilt in Shanghai durch das Einkaufsviertel Panlong, um schnell noch ein Geschenk für seine Kinder zu besorgen. Ziel des 35-jährigen Geschäftsreisenden ist ein „Roboshop“, ein Laden des größten chinesischen Spielwarenanbieters Pop Mart, der komplett ohne Personal auskommt. „Sie mögen die trendigen Figuren“, sagt er. Dann kauft er eine der „Skullpanda“-Figuren mit großen Augen und pandaähnlichen Ohren.

Pop Mart hat sich in den vergangenen Jahren zum Marktführer in China entwickelt und expandiert kräftig ins Ausland. Weltweit betreibt das Unternehmen, das eher Trendprodukte denn Spielwaren verkauft, mehr als 500 Geschäfte und 2300 Roboshops ohne Personal. Größter Auslandsmarkt ist Südostasien, in der Region hat das Unternehmen im ersten Halbjahr 2024 einen Umsatz von 560 Millionen Yuan (umgerechnet 77 Millionen US-Dollar ) erzielt.

Auf dem europäischen Markt ist Pop Mart dabei noch wenig vertreten, Shops gibt es vor allem in England und Frankreich, insgesamt 16 sind es nach eigener Zählung auf dem Kontinent. In Deutschland gibt es noch keinen Standort, allerdings machen Gerüchte über einen baldigen Markteintritt die Runde. Auf eine Handelsblatt-Anfrage reagierte das Unternehmen bisher nicht.