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Gioacchino Cricao stammt aus einer Hochburg der ’Ndrangheta und macht ihr in seinen Büchern den Prozess. Eine Reise mit dem Autor in seine Heimat.
Das Dorf Africo im süditalienischen Kalabrien liegt verlassen. Die Piazza wirkt öde, grau ist die Kirche und trostlos die Bar gegenüber. Vor dem Abendessen spielen ein paar Buben Fussball. Drei Jugendliche schlendern ziellos umher. Um die Ecke, in der Via San Salvatore, schichtet ein alter Mann vor einem der zweistöckigen Häuser aus Zement Brennholz auf. Der 3000- Seelen-Ort gilt als Hochburg der ’Ndrangheta. Die Mafia aus dem rauen Aspromonte verdient mit Drogen und Finanzgeschäften Milliarden. Die Dörfer zwischen Bergen und Meer blieben aber arm. Nirgends in Italien ist die Arbeitslosigkeit so hoch wie hier.