Sind gesetzliche Regeln nötig?:Deutschland diskutiert Handyverbot an Schulen
Handys an europäischen Schulen: Ein Regulierungschaos. Und in Deutschland? Es gibt Empfehlungen, Leitlinien, Hausrecht - aber immer noch kein Gesetz. Das soll sich bald ändern.
Hier kannst du dir bald den Rückblick in der Zusammenfassung anschauen.
Kinder müssen wieder lernen, ohne elektronische Ablenkung zu lernen.
Lothar Czichos, Schulleiter Hans-Prinzhorn Realschule in Hemer
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An deutschen Schulen gilt Hausrecht
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Was Schüler und Lehrerverbände sagen:
"Wir halten diese Forderung für regressiv. Im Unterricht selbst halten wir eine Regelung für sinnvoll. Generell führt die aktuelle Diskussion um Handys in der Schule in eine falsche Richtung. Allerorten wird eine stärkere Digitalisierung gefordert, viele Dienste und Alltagsgeschäfte kann man ohne entsprechende Endgeräte gar nicht mehr wahrnehmen: Behördengänge, Fahrscheine, Arzttermine, Versicherungen etc. Die Schüler*innen gerade davon fernzuhalten, nachdem man während der Corona-Pandemie auch das Bildungssystem durchdigitalisiert hat, zeigt eine gewisse Doppelmoral.
Handys sind nicht die Wurzel allen Übels und ein Handyverbot in der Schule wird kaum eines der damit verbundenen Probleme lösen. Die Probleme werden nicht dadurch verursacht, dass Schüler*innen während der Schulzeit am Handy sind."
Ein generelles, gesetzliches Verbot der Handynutzung wäre jedoch nicht zielführend. Stattdessen brauchen Schulen praxisnahe Regelungen, die einerseits klare Grenzen setzen und andererseits Raum bieten, um Medienkompetenz nachhaltig zu fördern. Es wäre sinnvoll, die Eigenverantwortung der Schulen auch in diesem Punkt zu stärken."
Viele Schulen haben schon heute gute pädagogische Konzepte, wie sie eine Handynutzung zulassen. Mit reinen Verboten wird Schule entdemokratisiert. Aushandlungsprozesse und Kompromisse gehören zur Demokratiebildung. Hierbei müssen Regelungen auf der Schul- oder Klassenebene zwischen Lehrkräften, Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie deren Vertretungen ausgehandelt werden. Das ist eine ganz praktische Form der Demokratiebildung."
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Baden-Württemberg plant gesetzliche Regelung
Es geht mir um den Schutz unserer Kinder und Jugendlichen. Die negativen Einflüsse von Smartphones - etwa auf Konzentrationsfähigkeit, Lernvermögen und mentale Gesundheit -, Cybermobbing oder auch emotionale Vereinsamung, sind inzwischen ausreichend belegt. Es ist Zeit, zu handeln.
Theresa Schopper; Kultusministerin Baden-Württemberg
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Hessen bringt Gesetzentwurf in den Landtag ein
Die gesetzliche Verankerung von Smartphone-Schutzzonen ist ein großer Erfolg. Wir handeln jetzt in Hessen, weil es keine Zeit zu verlieren gibt, und setzen damit bundesweit Maßstäbe. Unsere Schulen müssen geschützte Räume sein, in denen unsere Kinder und Jugendlichen frei von Ablenkung und Ängsten lernen können.
Armin Schwarz, Bildungsminister Hessen
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