Sie waren Mitglied der linksextremen Terrorgruppe Bewegung 2. Juni in Deutschland und 1977 bei der Entführung des Unternehmers Walter Palmers in Wien beteiligt. Was war da Ihre Rolle?
Gabriele Rollnik: Man braucht in der Illegalität Geld. Das wollten wir mit dieser Entführung besorgen. Da einige Details unserer Aktion nicht bekannt sind, kann ich mich hier nur beschränkt äußern. Die Bewegung 2. Juni hat jedenfalls die Verantwortung dafür übernommen. Wir waren illegal in Wien mit den üblichen Utensilien und hatten zwei Wohnungen. Die Vorbereitungen haben gedauert, wir mussten uns in der Stadt zurechtfinden.
Gruppen wie die Bewegung 2. Juni oder die Rote Armee Fraktion (RAF) waren in Deutschland aktiv. Warum eine Entführung in Wien?
Eigentlich hatten wir gehofft, dass wir das als kriminelle Aktion covern können, nicht als Aktion mit politischem Hintergrund. Österreich hatten wir ausgesucht, weil wir dort weniger bekannt waren und uns weniger um die Fahndung kümmern mussten als in Deutschland. Wobei man sagen kann, dass die Fahndungen uns nicht sonderlich beunruhigt haben. Wir hatten falsche Papiere, aber auch generell eine Sicherheit in der Illegalität.
Wie hat sich Palmers verhalten?
Als wir ihn gesehen haben, haben wir uns richtig erschrocken. Wir haben nicht erwartet, dass er so gebrechlich ist. Wir haben versucht, ihn zu beruhigen und ihm klarzumachen, dass es uns nur um das Geld geht und er nichts zu befürchten hat. Aber er war unsicher, und natürlich ist eine Entführung eine schlimme Gewaltsituation. Er hat einer Genossin von mir unbedingt einen Ring schenken wollen. Sie wollte nicht, aber er hat insistiert. Vielleicht dachte er: Wenn sie den Ring nicht will, dann ist das ein schlechtes Zeichen. Also nahm sie den Ring, und als wir ihn freigelassen haben, hat sie den Ring in seine Jackentasche gesteckt. Wir wollten das Geld von Palmers, aber nichts von ihm.
Und was wäre da der Unterschied? Das Unternehmen Palmers trägt Palmers Namen, es ist sein Geld, und es ist sein Ring.
Jeder Reichtum basiert auf Ausbeutung von anderen. Wir haben keine Skrupel gehabt, zu sagen: Wir brauchen Geld und wir holen uns das dort, wo viel liegt. Es ist eine Enteignung von denen, die andere enteignet haben. Palmers – der Unternehmer – hatte überall seine Geschäfte und prosperiert heute noch. Die 31 Millionen Schilling von damals haben seinen Reichtum nicht wesentlich gemindert. Aber der Ring war sicher mit etwas Persönlichem verbunden. Da hängen Erinnerungen dran. Das ist nicht das böse Kapital, das kann man anders werten.
Über die Geldübergabe ranken sich Legenden.
Dabei war das nichts Besonderes. Wir haben den Sohn in verschiedene Cafés geschickt, in denen er anrufen musste oder angerufen werden konnte, zum Beispiel im Café Aida. Da wurde ihm die nächste Wegstrecke genannt. Wir konnten so überprüfen, ob er von der Polizei verfolgt wird. Am Ende hatten wir ihn dann in ein Taxi von uns gelotst, in dem er den Koffer mit dem Geld ließ. Ich möchte aber auch eindeutig darauf hinweisen: Wenn wir das Geld nicht bekommen hätten, hätten wir Palmers trotzdem freigelassen.
Die Entführung von Palmers ging verhältnismäßig glimpflich aus. Die Entführung von Günter von Drenkmann nicht. Der Präsident des Kammergerichts Berlin wurde 1974 von Mitgliedern der Bewegung umgebracht.
Das war eine Aktion, nachdem Holger Meins (Mitglied der RAF, Anm.) im Gefängnis nach 57 Tagen Hungerstreik gegen die Isolationshaft gestorben ist. Wir haben das immer als Mord gewertet, der Staat hat ihn bewusst sterben lassen. Drenkmann sollte entführt werden, um eine Veränderung der Haftbedingungen zu erzwingen. Er hat sich gewehrt und ist dabei erschossen worden. Es bleibt trotzdem eine Schuld der Gruppe, die das durchgeführt hat.
Das war mehrere Jahre vor der Palmers-Entführung. Und da hat nach dieser Ermordung innerhalb der Gruppe gar keine Selbstkritik eingesetzt?
Es gab Ärger darüber, dass die Situation so eskalieren konnte, dass man sie nicht im Griff hatte. Andererseits haben wir das damals wirklich so empfunden: Ein Leben für ein Leben. Holger Meins ist gestorben, weil der Staat bedingungslose Unterwerfung zur Norm gesetzt hat. Unsere Antwort sollte eine Entführung sein, damit man Forderungen stellen konnte. Das ging dann nicht mehr. Ich weiß aber, dass viele Linke erleichtert waren, denn sie empfanden es als Relativierung der Ohnmacht, die mit dem Tod von Holger Meins verbunden war.
Ein Leben für ein Leben: War dieser Zugang schon bei der Gründung der Bewegung vorhanden?
Das ist eine moralische Position, wenn es um die Diskussion der Gewalt geht. Unsere Politik war keine Rachepolitik. Uns ging es darum, Dinge zu verändern. Wir haben immer versucht, Opfer zu vermeiden. Da war die Bewegung 2. Juni etwas anders als die RAF. Bei dem Versuch, Drenkmann zu entführen, ist das nicht gelungen.
Trotzdem gab es Bestrebungen, die Bewegung mit der RAF zusammenzuführen. Sie waren damals federführend dafür. Warum?
Nach der Lorenz-Entführung (mit der Entführung des CDU-Politikers Peter Lorenz 1975 hat die Bewegung die Freilassung mehrerer gefangener Terroristen erwirkt, Anm.) ist praktisch unsere ganze Gruppe verhaftet worden. Im Gefängnis in der Lehrter Straße in Berlin hatten wir aber Kontakt untereinander und konnten gemeinsam einen Ausbruch planen. Wir haben Schlüssel nachgemacht und verschiedene Dinge besorgt. So konnten wir durch ein unvergittertes Fenster der Bibliothek ausbrechen. Wir waren vier Frauen, drei von der Bewegung und eine von der RAF. In der Lehrter Straße hatten wir viel darüber nachgedacht, wie es weitergehen könnte. Ob wir allein weitermachen sollen oder mit der RAF. Aber die RAF hatte ein Alleinstellungsmerkmal, sie war nicht an zwei gleichberechtigten Gruppen interessiert. Später hatte sich eine kleine Gruppe – da war ich schon lang im Gefängnis – der RAF angeschlossen. Im Nachhinein erscheint es mir, dass damals beide Gruppen am Ende waren. Im Gefängnis habe ich den Zusammenschluss noch begrüßt.
Die RAF hatte im April 1975 die deutsche Botschaft in Stockholm gestürmt und zwei Geiseln getötet. Das war für eine Bewegung nicht abschreckend, die keine Opfer wollte, wie Sie sagen?
Wir haben sie schon als eine Gruppe gesehen, die auch den Umsturz des Systems wollte. Sie waren unsere Genossen. Kritisiert haben wir höchstens, dass sie sich einfach so in eine Botschaft reinsetzen. Da war ja klar, dass die Gegenseite Möglichkeiten hatte, sie einzukesseln. Wir haben uns alle immer in einem internationalen Zusammenhang gesehen, wir wollten ja keine befreite Bundesrepublik, sondern die weltweite Befreiung vom Kapitalismus.
Wo blieb der Fokus?
Beide Gruppen kamen zu dem Schluss, dass man die Stammheimer Gefangenen (Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Jan-Carl Raspe, Anm.) befreien musste. Die Gefangenen waren so wichtig, dass das ein großer Sieg gewesen wäre. Eine andere Stoßrichtung waren Angriffe gegen die Nato. Auch darüber haben wir mit der RAF gesprochen. Aber sie haben uns – als wir in Wien waren – mit der Schleyer-Aktion vor vollendete Tatsachen gestellt (Der Arbeitgeberpräsident und ehemalige NS-Funktionär Hanns Martin Schleyer wurde von der RAF 1977 entführt und getötet, Anm.) Während wir eine Geldbeschaffungsaktion planten, die für alle Gruppen gedacht war – ein Teil des Palmers-Geldes ist an die RAF gegangen, ein anderer an die Palästinenser – führten sie allein etwas durch, das für alle hochriskant war. Uns war sofort klar, dass das Scheitern der Aktion den gesamten bewaffneten Kampf gefährden würde.
Für Sie endete es 1978 in Bulgarien.
Sie haben uns im Strandcafé festgenommen, da haben wir noch versucht, Asyl zu beantragen. Bulgarien war an einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Deutschland interessiert und hatte die Zielfahndung erlaubt. Der Leiter des Einsatzes, Scheicher, war ein alter Nazi aus dem BKA, der im Flieger gesagt hat: „Jetzt geht es heim ins Reich.“ Das verrottete alte Nazi-Pack saß noch tief in den Strukturen fest. In der Polizei, der Justiz, in leitenden Funktionen der Bundesrepublik.
Sie haben in den 70ern Ihr Studium aufgegeben, um in die Fabrik zu gehen.
Ich wollte mich mit der Arbeiterklasse verbünden und habe am Band gearbeitet. Dort waren viele Frauen aus der Türkei oder Italien, also „Gastarbeiter“, die nach der Arbeit nach Hause zu ihren Kindern und Männern gingen. Ich war in den studentischen Strukturen. Es gab keine Verbindung zwischen meinem WG-Leben und ihrem. Mir wurde dann klar, dass ich nicht viel bewirken kann, wenn ich ihnen am Band etwas erkläre.
Und das war für Sie kein Zeichen, dass mit Ihrem gescheiterten Plan der Agitation in der Fabrik die Revolution nicht funktionieren wird?
Nein. Ich habe gedacht: Also gut, wenn es so nicht geht, müssen wir es anders versuchen. Es ging mir und allen darum, etwas zu starten, damit andere folgen. Wir wollten in Arbeitskämpfe intervenieren und Streiks unterstützen, aber dazu kam es nicht.
Wie werden Sie von der deutschen Gesellschaft heute wahrgenommen?
Ich werde akzeptiert. Ich bin auch immer offen mit meiner Vergangenheit umgegangen. Auch wenn es so etwas wie ein öffentliches Diktat gibt, dass der bewaffnete Kampf abzulehnen ist und nicht darüber nachgedacht werden soll, warum es ihn gegeben hat. Wir mussten es versuchen – als plausible Fortsetzung des damaligen Aufbruchs. In dieser verlogenen Nachkriegsgesellschaft musste etwas passieren.
Dieser Logik zufolge war es „plausibel“, Menschenleben zu fordern.
Wir haben immer versucht, Opfer zu vermeiden, und trotzdem ist Drenkmann erschossen worden. Wenn man gegen ein System kämpft, muss man mit Opfern auf beiden Seiten rechnen. Das ist keine Rechtfertigung. Es gab auch Fehler von uns und dafür haben wir die Verantwortung. Aber der ganze Diskurs dazu ist verlogen. Von denen, die Zehntausende Flüchtlinge ertrinken lassen, möchte ich mir keine Vorhaltungen machen lassen. Wir wollten die Welt ändern und glaubten damals, es tut sich ein Fenster der Möglichkeit auf.
Sie haben einmal gesagt, dass die Opferfamilien das Recht haben, die Mitglieder der Gruppen wie Ihre zu hassen. Würden Sie sich mit einem Angehörigen der Familie Drenkmann an einen Tisch setzen?
Ich würde mich da nicht verweigern, wenn sie das wünschten. Aber von mir aus würde ich das nicht machen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Zusammensitzen gewollt wird. Ich kann den Verlust nicht rückgängig machen.
Darum geht es wohl nicht. Vielleicht möchte jemand in die Augen eines Mitglieds der Terrorgruppe sehen?
Und dann? Wir haben in einem politischen Kontext gehandelt, den Kampf verloren. Ich habe 15 Jahre dafür in Gefangenschaft gelebt. Jeder, der handelt, wird auch schuldig. Das ist unsere Verantwortung, sicher auch unser Verschulden, mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich weiß nicht, ob sich jemand beim Vater von Holger Meins entschuldigt hat.
Oft heißt es über Sie, dass Sie reuelos sind.
Ich wäre früher aus dem Gefängnis herausgekommen, wenn ich gesagt hätte: Ich bereue. Aber das tu ich nicht. Ich fand den Versuch damals notwendig. Das gehört zu meinem Leben. Ich weiß, dass dieser Kampf gescheitert ist. Dass das System verändert werden muss, dass der Kapitalismus beseitigt werden muss, das glaube ich immer noch. Den Weg dorthin müssen heute nachkommende Generationen herausfinden.
Gehen Sie eigentlich wählen?
Nein. Ich glaube nicht, dass Wahlen etwas bewirken und die Bevölkerung dadurch etwas bestimmen kann.
Der Terror der RAF
Die zunächst in der westdeutschen Öffentlichkeit als "Baader-Meinhof-Bande" bekanntgewordene linksextreme Terrorgruppe Rote-Armee-Fraktion (RAF) hat in rund zwei Jahrzehnten über 30 Menschen ermordet. Sie erklärte sich 1998 für aufgelöst. Der Kampf der RAF galt der "Monopolbourgeoisie", die sie als "Stadtguerilla" mit Terroraktionen zu provozieren suchte.
Den politischen Hintergrund für die Entstehung der RAF bildeten unter anderem das Verbot der Kommunistischen Partei (KPD) in der BRD im Jahr 1956, die Wiederaufrüstung, die deutsche Unterstützung für das US-Engagement im Vietnam-Krieg, die Einführung der Notstandsgesetze und der Tod des Studenten Benno Ohnesorg in Westberlin während einer Protestdemonstration gegen den Besuch des Schahs von Persien am 2. Juni 1967, sowie die 68er Bewegung.
Als RAF trat die Gruppe erstmals bei der Befreiung des inhaftierten Kaufhaus-Brandstifters Andreas Baader 1970 in Westberlin in Erscheinung. Bei der Aktion der Journalistin Ulrike Meinhof wurde ein Justizbeamter angeschossen. Meinhof erklärte, dies sei das "Ende der Ohnmacht", jetzt fange man an, "die Rote Armee aufzubauen", eine bewaffnete Auseinandersetzung zu führen und "das Proletariat zu organisieren".
In den Jahren darauf folgten Banküberfälle, Mordanschläge und Sprengstoffattentate, unter anderem gegen das Hauptquartier der US-Streitkräfte in Frankfurt am Main. Im Juni 1972 wurden führende Köpfe der RAF verhaftet - Baader, Holger Meins und Jan-Carl Raspe in Frankfurt, Gudrun Ensslin in Hamburg, Brigitte Mohnhaupt in Westberlin und Ulrike Meinhof in Hannover.
Dennoch ging der Terror mit dem "Deutschen Herbst" des Jahres 1977 weiter. Generalbundesanwalt Siegfried Buback, Dresdner-Bank-Chef Jürgen Ponto und Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer wurden in diesem Jahr ermordet. Nach dem misslungenen Versuch einer Palästinensergruppe, mit der Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" die inhaftierten RAF-Leute freizupressen, begingen Baader, Ensslin und Raspe Selbstmord. Meinhof war bereits im Mai 1976 tot in ihrer Zelle aufgefunden worden.
Doch sie fanden Nachfolger, die die Serie von Terrorakten fortsetzten. 1985 wurden im Zuge einer Anschlagsanktion auf den US-Luftwaffenstützpunkt bei Frankfurt am Main drei US-Bürger getötet und 23 Menschen verletzt. 1989 etwa wurde der Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen, 1991 der Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder ermordet. 1993 sprengte die RAF einen Gefängnisneubau in Weiterstadt in Südhessen. Bei der Festnahme von Wolfgang Grams und Birgit Hogefeld 1993 in Bad Kleinen erschoss Grams einen Grenzschutzbeamten und kam bei der Schießerei dann auch selbst ums Leben.
In ihrem Prozess Ende 1996 in Frankfurt am Main rief Hogefeld die RAF zur Auflösung auf: Der Kampf sei gescheitert. Im April 1998 erklärte sich die RAF in einer von den Ermittlern für authentisch gehaltenen Erklärung tatsächlich für aufgelöst: "Heute beenden wir dieses Projekt. Die Stadtguerilla in Form der RAF ist nun Geschichte."
Der Terror der "Bewegung 2. Juni"
Anfang der 1970er Jahre gründeten linke, studentische und teils gewaltbereite Gruppen die „Bewegung 2. Juni“ in Berlin. Den Namen der linksextremen Gruppe geht den Gründern zufolge auf das Todesdatum des Studenten Benno Ohnesorg zurück, der während einer Demonstration gegen den Schah am 2. Juni 1967 getötet wurde. Schon kurz nach der offiziellen Gründung folgte der erste Anschlag auf einen britischen Yachtclub, auch zwei Autos der in Berlin stationierten Alliierten Streitkräfte wurden angegriffen. Es folgten weitere Sprengstoffanschläge sowie Banküberfälle.
Mitglieder der Bewegung entführten nach dem Hungerstreiktod des RAF-Terroristen Holger Meins den Präsidenten des Kammergerichts Berlin, Günter von Drenkmann. Er wurde 10. November 1974 erschossen. Die Bewegung übernahm zwar die Verantwortung für dessen Tod, doch wer geschossen hat, sagen sie nicht. Entführt hat die Gruppe auch den CDU-Politiker Peter Lorenz und erpresse damit die Freilassung mehrerer Terroristen der RAF sowie der Bewegung 2. Juni. In Wien entführte die Gruppe den Unternehmer Walter Palmers und erpresste etwa 30 Mio. Schilling. Das Geld ging an die Bewegung, an die RAF sowie an die Palästinenser.
Steckbrief
Gabriele Rollnik, geboren 1950 in Dortmund, hat sich in den 70er-Jahren der linksterroristischen Bewegung 2. Juni angeschlossen. Sie war beteiligt an der Entführung von CDU-Politiker Peter Lorenz sowie des Unternehmers Walter Palmers in Wien. Nach der Lorenz-Entführung wurde sie verhaftet, wobei sie mit drei anderen Frauen aus dem Gefängnis floh. Danach führte die Gruppe die Palmers-Entführung durch.
Nach einer weiteren Aktion aus dem Gefängnis (die Gruppe schleuste als Anwälte gekleidet das Gründungsmitglied Till Meyer aus der Justizvollzugsanstalt Berlin-Moabit) wurde Rollnik gemeinsam mit weiteren Mitgliedern in Bulgarien verhaftet. Sie wurde zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt und kam 1993 frei.
Heute lebt sie in Hamburg und arbeitet als Kinder- und Jugendtherapeutin.
In Wien war sie im Rahmen der Theatervorführung „Die Reise. Ein Trip“ nach Bernward Vesper im Werk X.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.02.2020)