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Dax-Konzern will das große KI-Modell für die Industrie stellen

Siemens investiert eine dreistellige Millionensumme in Künstliche Intelligenz für die Industrie. Technologiechef Peter Körte erklärt, wie es die Produktivität steigern soll – und was nicht passieren darf.Axel Höpner 19.05.2025 - 11:24 Uhr Artikel anhören
Siemens-Topmanager Peter Körte: „Wir nehmen ein Modell, das im Prinzip schon existiert.“ Foto: Siemens AG, Getty Images [M]

München. Der Technologiekonzern Siemens will eine führende Rolle bei Künstlicher Intelligenz in der Industrie übernehmen. „Siemens will das große Sprachmodell für die Industrie stellen“, sagte Technologie- und Strategievorstand Peter Körte in seinem ersten großen Interview dem Handelsblatt. Der Konzern wolle pro Jahr dreistellige Millionenbeträge in KI investieren, den Großteil davon in das KI-Modell. „Es wird auch Halluzinationen minimieren, das brauchen wir in den Fabriken nicht.“

Siemens erwartet in dieser Woche 700 KI-Experten in aller Welt zu einem „AI with Purpose“-Summit. Körte sieht große Chancen für Europa und seinen Konzern, weltweit eine Schlüsselposition bei KI in der Industrie einzunehmen.

Allerdings müssten die Unternehmen und die Politik mutiger bei der Einführung sein. „Die Überregulierung bremst vor allem die Entwicklung.“ Mithilfe von KI-Agenten – mehrere Sprachmodelle hintereinandergeschaltet, die ganze Prozessketten abbilden können – seien in den Fabriken Produktivitätssteigerungen von bis zu 50 Prozent möglich.

Lesen Sie hier das Interview mit Peter Körte

Die Sprachmodelle kommen aus China und den USA, die Cloud-Anbieter sitzen in den USA, die Chips kommen aus den USA. Hat Europa das Wettrennen um die Künstliche Intelligenz schon verloren?
Nein. KI ist eine Riesenchance für uns. Europa bringt alle Voraussetzungen mit, um im globalen Wettbewerb eine führende Rolle einzunehmen. Und das meine ich wirklich so. Wir müssen da unterscheiden zwischen dem Konsumentenmarkt ...