Elon Musk, ein trumpnaher Staatsanwalt und ein Thinktank attackieren Wikipedia. Es ist ein Lehrstück über das Playbook der Rechten, Verteidigung scheint kaum möglich.
Die Wikipedia steht unter Beschuss von Elon Musk, der sie als "Wokepedia" diffamiert, sowie von rechtskonservativen Gruppen wie der Heritage Foundation und dem Staatsanwalt Edward Martin. Diese Angriffe zielen darauf ab, die Glaubwürdigkeit der Onlineenzyklopädie zu untergraben und ihre Autorinnen und Autoren einzuschüchtern. Die Wikimedia Foundation verteidigt die Wikipedia als einen Ort der Fakten und Neutralität, während die Community in den USA besorgt ist und Maßnahmen zum Schutz vor Angriffen diskutiert. Trotz der Herausforderungen bleibt die Wikipedia ein wichtiger Ort des Wissensaustauschs und der Zusammenarbeit.
Dies ist ein experimentelles Tool. Die Resultate können unvollständig, veraltet oder sogar falsch sein.
Die Wikipedia
steht allen offen: Jeder kann sie lesen, jeder kann an ihr mitschreiben. Dafür ist die Konferenz, auf der sich im Februar einige Autorinnen und Autoren der Onlineenzyklopädie
in San Francisco treffen, ziemlich verschlossen: Eintritt erhält nur, wer eingeladen
ist und den vergitterten Seiteneingang des Veranstaltungsorts im Westen der Stadt findet.
Der
Grund dafür: "Wikipedia wird angegriffen – von einem der mächtigsten Männer der
Welt und seinen Anhängern", sagt Jake Orlowitz, einer der Organisatoren der
WikiCredCon. Er meint natürlich Elon Musk. Während Orlowitz,
in Flipflops und mit Kaffee im Pappbecher in der Hand, im Foyer der ehemaligen
Kirche die Autoren der Onlineenzyklopädie begrüßt, sagt er, dass der
X-Besitzer und US-Regierungsberater ein Umfeld schaffe, in dem Menschen sich
ermutigt fühlten, die Community anzugreifen. Schon mehrfach mussten lokale
Treffen der Wikipedianer wegen Drohungen abgesagt werden, selbst im liberalen
San Francisco. "Die Luft um uns herum wird immer dünner."