Alphabet
Google muss eines der besten Geschäftsmodelle der Welt umbauen
Mountain View. Die Internetsuche von Google ist eines der lukrativsten Geschäftsmodelle der Welt. Fast 200 Milliarden Dollar setzte der Mutterkonzern Alphabet
Chef Sundar Pichai zieht mit diesem Erfolg den Neid vieler Konkurrenten auf sich. Zumal ein Großteil der Einnahmen, die vor allem aus dem Verkauf von Anzeigen stammen, als Gewinn hängen bleibt: Analysten schätzen die Profitmarge der Suche auf bis zu 70 Prozent. Trotz immenser Ausgaben für IT-Infrastruktur und Softwareentwicklung. Das Konzernsegment „Services“, zu dem vor allem die Suche und das Videoportal Youtube gehören, verbuchte 2024 einen operativen Gewinn in Höhe von 121 Milliarden Dollar.
Pichai versetzt der stete Geldstrom in eine komfortable Lage. Er kann damit nicht nur eine hochbezahlte Belegschaft mit rund 183.000 Mitarbeitern finanzieren, sondern sich auch ambitionierte wie verlustreiche Wetten leisten, wie den selbstfahrenden Taxidienst Waymo
Trotzdem steigt in der Zentrale im kalifornischen Mountain View die Nervosität, berichten Mitarbeiter. Das Leben in der „zuckersüßen Blase“ sei vorbei, sagt ein Insider – denn Googles Geschäftsmodell, das über Jahre auf Marktanteilen um die 90 Prozent in der Websuche fußte, ist bedroht wie selten zuvor.