Kultur

US-Universitäten
:„Das ist die komplette Verachtung der Wissenschaft“

Die US-Regierung streicht Harvard zwei Milliarden Dollar: Steven Pinker, Professor an der Elite-Uni und Bestseller-Autor, im SZ-Gespräch über die besorgniserregenden Zustände an den US-Universitäten – seine scharfe Kritik trifft nicht nur Trump, sondern auch Biden und Obama.

SZ PlusInterview von Andrian Kreye

Kino
:So sieht Krieg aus

Es mag gute Gründe für Aufrüstung geben. Aber wie das enden kann, sollte man auch nicht vergessen: Der Film „Warfare“  zeigt einen brutalen Einsatz im Irakkrieg, erzählt von einem Navy-Seal-Soldaten, der selbst dabei war.

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand

Kinofilm
:Die erotischen Träume des Schornsteinfegers

Die Menschen in diesem Film reden viel, und manchmal erschrickt man darüber, was sie alles ernst meinen könnten. Der norwegische Film „Oslo Stories: Liebe“ ist der Auftakt einer Kinotrilogie über Sex, Sehnsucht und Einsamkeit.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Nachruf: Peter Seiffert
:Kraft und Noblesse

Er wollte nicht einfach Sänger werden, sondern Tenor.  Peter Seiffert ist tot – er konnte Wagners Lohengrin oder Tristan zwingend Gestalt verleihen.

SZ PlusVon Harald Eggebrecht

Interview
:„Wir sind in einer Aufmerksamkeitskrise“

Bedingungsloses Grundeinkommen statt Gefangenschaft zwischen Online-Shopping und Instagram-Werbung: Der Investor und Autor Albert Wenger über das Ende des Industriezeitalters, das Sozialsystem der Zukunft und die Chance für Europa.

SZ PlusInterview von Andrian Kreye

Weitere Artikel

USA
:Harvard stellt sich gegen Trump

Die Hochschule will Eingriffe der US-Regierung nicht zulassen. Daraufhin werden ihr 2,2 Milliarden Dollar Fördermittel verweigert.

Von Andrian Kreye

Ballett
:Warum ist dieses Programm nur sechs Mal zu sehen?

Bei der Festwoche des Bayerischen Staatsballetts sticht der dreiteilige Abend „Wings of Memory“ heraus – mit dem Meisterwerk  „Frühlingsopfer“ von Pina Bausch.  Nach sechs Aufführungen aber ist Schluss – was für ein Jammer.

SZ PlusVon Dorion Weickmann

Literatur
:Zu Hause geht eine Welt unter

Ulrike aus Karl-Marx-Stadt reist aus, will sich in der Geschichte von Paris verlieren. Dann bricht das DDR-Regime zusammen. In Patricia Holland Moritz’ Roman „Drei Sommer lang Paris“ kollidieren Nostalgie und Gegenwart.

SZ PlusVon Michelle Schleimer

Flucht und Vertreibung
:Träume und Traumata

Grenzen trennen, Wörter verbinden: In Görlitz und Zgorzelec treffen sich Schriftsteller, um an der Neiße endlich zu reden.

SZ PlusVon Viktoria Großmann

Nachruf: Mario Vargas Llosa
:Ein wahrer Kosmopolit

Er schrieb gegen Autoritäten an und wurde selbst zur Autorität: Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa ist gestorben. Er erlebte die größten Ehren, aber auch scharfe Angriffe, als er sich gegen die Linkspopulisten wendete.

SZ PlusVon Sebastian Schoepp

Schriftsteller
:Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa gestorben

Der Peruaner war einer der bedeutendsten Schriftsteller Lateinamerikas. Er wurde 89 Jahre alt.

Theater
:Die Krönung von Kaiserin Steffi

Im Monolog „Elisabeth!“ von Mareike Fallwickl am Wiener Burgtheater lässt Stefanie Reinsperger es 100 Minuten lang krachen. Doch diese Schauspielerin hätte ein besseres Stück verdient.

SZ PlusVon Wolfgang Kralicek

Gentrifizierung
:„Dies war ein hochkrimineller Ort“

Bloß keine falsche Nostalgie? Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Jonathan Lethem über die bösen alten Zeiten von Brooklyn – und darüber, wie er selbst zum Gentrifizierungsgewinner wurde.

SZ PlusInterview von Peter Richter

„Rammstein-“Sänger
:Till Lindemann gewinnt Rechtsstreit gegen KiWi-Verlag

Kiepenheuer & Witsch hatte sich vom „Rammstein“-Sänger getrennt, nachdem Frauen ihm unter anderem Machtmissbrauch vorgeworfen hatten.

SZ PlusVon Jakob Biazza

Trump-Ideologie
:Zertrümmert die Gegenwart

„Make America Great Again“ ist sowohl reaktionär als auch futuristisch. Darin liegt seine Kraft. Und darum müssen auch Donald Trumps Widersacher lernen, in Utopien zu denken.

SZ PlusGastbeitrag von Lukas Paul Schmelter und Joseph de Weck

Kolumne Washington, D.C.
:Wenn Wein und Käse unbezahlbar werden

Die Preise in den USA explodieren. Doch kann man als vorübergehend hier lebender Europäer guten Gewissens Bordeaux schlürfen, während der Supermarkteinkauf für die Trump-Wähler immer kostspieliger wird?

SZ PlusVon Hilmar Klute

Klassik
:Tiefer und tiefer in die Seele schauen

Die Sopranistin Sarah Aristidou reißt die Musikwelt hin. Ihr Repertoire ist so eindrucksvoll wie ihr Leben zwischen Zypern, Paris, Tunesien, Island, Berlin und Ibiza.

SZ PlusVon Reinhard J. Brembeck

Film
:So schön, wie es nie war

Ein Film wie „Voilà, Papa!“ tut niemandem weh, und der Lieblingsfranzose der Deutschen, Christian Clavier, spielt mit. Zum ausdauernden Erfolg der französischen Boulevardkomödie.

SZ PlusVon Josef Grübl

Theater
:Und raus bist du

Rainer Werner Fassbinders Stück „Katzelmacher“ ist eine nüchterne Studie über Rassismus. An den Münchner Kammerspielen macht Emre Akal daraus eine Albtraum-Show über die Grenzenlosigkeit von Fremdenhass.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Literatur
:Kinderbuchtipps für Ostern

Für ganz Kleine, nicht mehr Kleine und richtig Große: Die schönsten Kinder- und Jugendbücher dieses Frühlings.

SZ PlusVon SZ-Autoren

Maskottchen-Kultur
:Hab mich gern

Von der Präfektur bis zum Gefängnis: In Japan hat fast alles ein Maskottchen. Der Markenbotschafter der nun in Osaka startenden Expo hat fünf Augen – über eine Liebe, die tief blicken lässt.

SZ PlusVon Thomas Hahn

Sachbuch
:Am Anfang war die Angst

Wozu machen wir Musik und woher kommt sie? Was hat ihr Ursprung mit Sadomasochismus und Menschenopfer zu tun? Der Philosoph Christoph Türcke hat nicht nur bohrende Fragen. Sondern auch ein paar überraschende Antworten.

Von Helmut Mauró

Bestsellerautor T. C. Boyle über die USA
:„Wir werden triumphieren!“

Wer aus einer der schönsten Ecken Kaliforniens auf die Welt blickt, für den sieht die Lage nicht allzu düster aus. Oder doch? Ein Gespräch mit Bestsellerautor T.C. Boyle über Trump, Faschismus, Katastrophen  – und die kleinen Freuden, die im Leben bleiben.

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

Sachbuch für Kinder
:Der Hai frisst mich nicht

Der Fuchs schwärmt von der Gans, und der Putzerfisch erklärt, warum er auch in Hai-Nähe überlebt: Im grandiosen Sachbuch „Regenwurm und Anakonda“ halten Tiere Referate übereinander.

SZ PlusVon Marco Mach

Kino
:Exorzismus für ein ostdeutsches Dorf

Ein Weltkriegs-Filmdreh soll Touristen nach Brandenburg holen, fördert aber nur schlimme Geschichten zutage: Die Tragikomödie „Another German Tank Story“ ist Teil einer neuen Welle des deutschen Heimatfilms.

SZ PlusVon Sofia Glasl

„Chowanschtschina“ in Salzburg
:Ein Shitstorm auf der Bühne

Neun Jahre seines kurzen, alkoholbestimmten Lebens widmete Modest Mussorgsky der „Chowanschtschina“, einer Oper, die die Schrecken Russlands erzählt. Die Salzburger Osterfestspiele nehmen diese Herausforderung an – dann zieht die Inszenierung an die New Yorker Met.

SZ PlusVon Reinhard J. Brembeck

Film
:Werkstatt für die Liebe

Marta Savina erzählt in ihrem Film „Primadonna“ von einer jungen Frau in Sizilien, die sich einem absonderlichen Brauch widersetzt.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Thriller
:Der Hauch des Codes

Ein Computernerd mit einem IQ von 170 sinnt auf Rache: Der Thriller „The Amateur“ mit Rami Malek versucht, das Agentengenre auf den Kopf zu stellen – ein neuer James Bond kommt dabei aber leider nicht heraus.

SZ PlusVon Florian Kaindl

Gerhard Polt zu den geplanten Hochhäusern in München
:Ja, wo ist sie denn hin, die Gemütlichkeit?

München war mal meine Stadt. Jetzt bekommt sie zwei Türme, die mehr Schatten machen als jede Kastanie und auf denen der höchste Biergarten der Welt entstehen soll. Warum ich dort nie sitzen werde.

SZ PlusEin Einwurf von Gerhard Polt

NSDAP-Mitgliedschaft Siegfried Unselds
:Schweigen bis zum Tod

Siegfried Unseld, der große Verleger der deutschen Nachkriegszeit, war Mitglied in der NSDAP, wie ein Historiker jetzt darlegt. Muss seine Biografie deshalb neu geschrieben werden? Eher nicht.

SZ PlusVon Willi Winkler

Kulturtipps
:Zum Sehen, zum Lesen, zum Hören

Mit Jude Law auf die Galapagos-Inseln, ein hundertjähriger Klassiker und ein Hörspiel am Badesee: Acht Kulturempfehlungen für ein frühlingshaftes Wochenende.

Netflix-Doku
:Mein Held, ein übler Mensch

Vor 22 Jahren starb die Schauspielerin Marie Trintignant durch die Schläge des Rockstars Bertrand Cantat: Die Medien waren voller Verständnis für ihn. Eine beklemmende Doku über eine Zeit vor „Me Too“.

SZ PlusVon Johanna Adorján

Kultur in der neuen Koalition
:Prinzip Weiterwurschteln

Die Kultur sei das „Fundament unserer Freiheit“, behaupten CDU und SPD großspurig. Ein Blick in den Koalitionsvertrag lässt dieses Fundament dann doch nicht mehr so wichtig erscheinen.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

US-Politik
:Trumps Zölle sind ein Treppenwitz der Geschichte

Der amerikanische Präsident hält sich für einen gerissenen Kaufmann, der die US-Wirtschaft schützen will. Doch das Gegenteil wird eintreten.

SZ PlusGastbeitrag von Heike Knortz

Stefanie Reinsperger als Elisabeth
:„Die Klischee-Sisi ist eine einzige Verklärung“

Zwei der berühmtesten Österreicherinnen finden jetzt zusammen: Stefanie Reinsperger spielt Kaiserin Elisabeth am Burgtheater in Wien. Und? Wie fühlt sich das so an?

SZ PlusVon Christiane Lutz

KI-Synchronisation
:Wie Renée Zellweger, nur künstlich

Jeder hat die deutschen Stimmen von Leonardo DiCaprio oder Renée Zellweger im Ohr - doch gut möglich, dass sie bald nicht mehr von Menschen gesprochen, sondern von einer KI produziert werden. Die Synchronbranche wehrt sich.  Aber ist der Kampf noch zu gewinnen?

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand und David Steinitz

Literatur
:Die Orte seines Lebens

Albert von Schirnding wird 90 Jahre alt. Zum Geburtstag erscheint ein neues Buch, in dem er von Ankünften und Abschieden erzählt.

SZ PlusVon Lothar Müller

Klima-Protest
:Auf dem Zementweg

Klimaaktivisten blockieren jetzt Baustoffhersteller. Zu Recht? Die energieintensive Industrie ist zwar viel klimaschädlicher als Autos und Flugzeuge – aber sie arbeitet an ihrer Umweltverträglichkeit.

SZ PlusVon Gerhard Matzig

Münchner Synagoge
:Stoff für einen Roman

Vergessen, verfallen, gerettet: Die Synagoge in den Hinterhöfen des Münchner Glockenbachviertels ist ein Bau von besonderer historischer Relevanz. Nun ist ein wichtiger Schritt der Restaurierung geschafft – die Prachtvorhänge der Thorarolle sind da.

SZ PlusVon Nils Minkmar

Schlagzeuger Steve Gadd
:Sanftes Groove-Monster

Steve Gadd, musikalischster Schlagzeuger seit Erfindung des Uff-Tschaks und Songveredeler für quasi jeden von Aretha Franklin bis Paul McCartney, wird 80. Eine Verneigung mit Hinweisen zur Seelenpflege.

SZ PlusVon Jakob Biazza

„Parthenope“ im Kino
:Neapel, eine Männerfantasie

In „Parthenope“ huldigt Oscarpreisträger Paolo Sorrentino mit opulenten Bildern seiner Heimatstadt. Und eher nicht der Frau, die eigentlich seine Hauptfigur ist.

SZ PlusVon Carolin Gasteiger

Internet-Währungen
:Geld verbrennen leicht gemacht

Wirtschaftliche Experimente konnte der US-Präsident schon vor den Zöllen: Seine Internetwährung $TRUMP pulverisierte einiges Kapital. Solche „Social Tokens“ könnten dennoch zukunftsweisend für Kreative sein.

SZ PlusVon Michael Moorstedt

Gesellschaftskritik
:Jenseits von Körper und Seele

Joseph Vogl ist einer der originellsten Gesellschaftskritiker des Landes. In seinem neuen Buch „Meteor“ hält er unserem Bedürfnis nach Verlässlichkeit das Schweben entgegen – als eigentlichen Urzustand aller Dinge.

SZ PlusVon Thomas Steinfeld

Achtsamkeitskultur
:Kein Keks zu viel

Die Snack-Firma hinter Oreo, Milka und Tuc-Gebäck versieht ihre Packungen mit der Aufforderung, sparsam zu konsumieren. Was hat das zu bedeuten?

SZ PlusVon Leon Frei

Nachruf
:Unser Mann in Brooklyn

Er feierte DDR-Punks als Vorbild für Amerika und propagierte deutschsprachige Literatinnen: Zum viel zu frühen Tod des Autors und Übersetzers Tim Mohr.

SZ PlusVon Peter Richter

Kunst
:So schön weich hier

Als Reaktion auf die um sich greifende Klima-Angst hat die Künstlerin Valentina Karga Objekte geschaffen, die umarmen oder warm zudecken. Ihre Ausstellung „Well Beings“ in Bochum folgt aktuellen Kunsttrends, die um die Frage kreisen: Soll Kunst trösten?

SZ PlusVon Max Florian Kühlem

Interview mit Julia Jentsch
:„Es ist eine große Herausforderung, ein Kind großzuziehen“

Julia Jentsch über die Tücken von Eltern-Kind-Beziehungen, darüber, warum ihr Vorsprechen an der Schauspielschule fast schiefgegangen wäre – und was ihr Plan gewesen wäre, wenn es mit der Schauspielerei doch nicht geklappt hätte.

SZ PlusInterview von David Steinitz

Kolumne: Wie redet ihr denn?
:Im Frühling fallen die Küsse

Wie nennt man es, wenn ein Bussi überraschenderweise mehr ist als das schwache Berühren einer Wange? Zum Glück ist Trash-TV gerade in diesem Bereich der Sprache höchst erfinderisch.

SZ PlusVon Teresa Präauer

Populärer Punk
:„Dieses Land sucht den Notausgang“

In Ostdeutschland haben die Angriffe auf linke Kulturzentren durch Neonazis zugenommen, Mitglieder der englischen Lästerpunkband „UK Subs“ wurden bei der Einreise in die USA abgewiesen. Ist Punkrock plötzlich wieder die Frischzelle der Dissidenz? Eine Spurensuche.

SZ PlusVon Joachim Hentschel

Theater
:Immerhin haben wir gute Laune

Krisen sind noch lange kein Grund für Depression: Schorsch Kamerun lädt zu „Große Gewinne Schwere Verluste“ ans Deutsche Theater Berlin. Eine Mischung aus Zeitdiagnose und Party.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Infrastruktur
:Marode in Germany

Für 500 Milliarden Euro wird die Infrastruktur ertüchtigt. Endlich. Aber ohne Strukturreformen kann man das Geld auch gleich verbrennen.

SZ PlusVon Gerhard Matzig

ExklusivBefreiung des KZ Buchenwald
:Das ist die Rede, die Omri Boehm nicht halten durfte

Warum das Gedenken keine lästige Pflicht der Gegenwart ist, sondern die Bedingung der Möglichkeit einer Zukunft. Zum 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald.

SZ PlusGastbeitrag von Omri Boehm

Russischer Roman
:Ein Brief, geschrieben mit Blut

Der russische Schriftsteller Georgi Demidow starb im Glauben, sein Werk sei vernichtet. Ein zweiter, unvergesslicher Roman erscheint nun auf Deutsch und erzählt die Geschichte eines sowjetischen Gefangenen.

SZ PlusVon Lothar Müller

Kolumne Washington, D. C.
:Vom Verschwinden und Finden zu Ostern

Der Nachbar unseres Autors ist plötzlich weg, und die Fahne dieses so patriotischen Mannes ist zerfetzt. Das beunruhigt natürlich in Zeiten, in denen so viele in den USA von Flucht sprechen.

SZ PlusVon Hilmar Klute

Ukrainisches Tagebuch
:Treffen mit einem Verräter

Wie begegnet man einem wehrpflichtigen Mann, der kämpfen sollte, aber aus der Ukraine geflüchtet ist?

SZ PlusVon Oxana Matiychuk