Mietwohnungen

Deutsche Wohnen erteilt Vertretern der Deutschen Telekom Hausverbot

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Von Philipp VetterWirtschaftskorrespondent
Stand: 12.04.2025Lesedauer: 2 Minuten
Das Logo des Unternehmens "Deutsche Wohnen" steht vor einem Wohnhaus mit Mietwohnungen.
Ein Wohnhaus des Immobilienkonzerns Deutsche WohnenQuelle: picture alliance/dpa/Monika Skolimowska

Wegen Mieterbeschwerden reagiert der Vermieter Deutsche Wohnen und verhängt ein Betretungsverbot für die Vertreter der Deutschen Telekom und ihrer Vertriebspartner. Es gab Beschwerden über „aggressive Vertriebsaktivitäten“. Die Telekom reagiert.

Der Wohnungskonzern Deutsche Wohnen hat ein Betretungsverbot gegen Vertriebsmitarbeiter der Deutschen Telekom und ihrer Partnerfirmen in Hunderten Gebäuden verhängt. Es habe in letzter Zeit „vermehrt Beschwerden über aggressive Vertriebsaktivitäten von Vertriebsmitarbeitern der Deutsche Telekom“ von Mietern gegeben, heißt es auf Aushängen in den Mietshäusern, die WELT AM SONNTAG vorliegen.

„Bei uns waren Mieterinnen und Mieter von rund 130.000 Wohnungen in Magdeburg, Dresden und Berlin in den Beständen der Deutsche Wohnen betroffen“, bestätigte ein Sprecher der Deutsche Wohnen der Zeitung. „Wir wollen unsere Mieterinnen und Mieter in unseren Wohnquartieren bestmöglich schützen.“

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Dem Vernehmen nach geht es um Falschaussagen von Mitarbeitern von Partnerfirmen der Telekom beim Verkauf von Glasfaseranschlüssen an der Haustür. Das Hausverbot wurde im Februar ausgesprochen, nachdem Gespräche zwischen den beiden Unternehmen nicht zu einem Ende der Beschwerden geführt hatten.

Die Deutsche Telekom teilte mit, das Hausverbot des Vonovia-Tochterunternehmens Deutsche Wohnen sei ihr bekannt. „Vonovia legt völlig zu Recht Wert darauf, dass der Vertrieb in den Vonovia Liegenschaften gemäß dem Haustürkodex stattfindet, ohne Mieterinnen und Mieter unter Druck zu setzen“, sagte eine Telekom-Sprecherin WELT AM SONNTAG. „Die Telekom teilt diesen Anspruch.“

Der Telekommunikationskonzern räumte zudem ein, dass es zu Fehlverhalten von Mitarbeitern der Partnerfirma Ranger gekommen sei. „Dort, wo unser Vertriebspartner Ranger in der Vergangenheit in den Liegenschaften der Vonovia nicht regelkonform gearbeitet hat, ist das Haustürgeschäft auch temporär ausgesetzt“, sagte die Sprecherin.

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Beide Konzerne betonten, dass man weiterhin in konstruktiven Gesprächen zu dem Thema sei. Inzwischen wirke das Hausverbot. „Seit unserem Aushang haben wir keine weiteren Beschwerden mehr erhalten“, sagte der Deutsche-Wohnen-Sprecher.


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KOMMENTARE (188)


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TB
Veröffentlicht vor 52 Minuten | Eingereicht vor 52 Minuten
Warum nur hat die Telekommunikationsbranche eigentlich seit gefühlten Ewigkeiten so einen schlechten Ruf? Ich kann es mir kaum erklären. 😇
ML
Veröffentlicht vor 3 Stunden | Eingereicht vor 3 Stunden
schlecht bezahlte "Partner"firmen der Telekom? Das miese Drückergeschäft lagert man lieber aus, und weist jegliche Verantwortung von sich. Bei mir waren die auch. Der "Drücker" war aber ganz nett...!
K
Veröffentlicht vor 6 Stunden | Eingereicht vor 6 Stunden
Das agressive Werbeverhalten der Telekom kann ich nur bestätigen : standig ungebetene Anrufe, tonnenweise Werbung über Email. Man kann noch nicht einmal das Zeug blockieren.
TS
Veröffentlicht vor 3 Stunden | Eingereicht vor 3 Stunden
>standig ungebetene Anrufe, tonnenweise Werbung über Email. Man kann noch nicht einmal das Zeug blockieren.< Ja nee iss klar. Eine Blockierung im E-Mail-Client ist ja auch so gottverdammt schwer, genauso wie die Blockierung von ungebetenen Werbeanrufen. Oh Mann.
JM
Veröffentlicht vor 6 Stunden | Eingereicht vor 6 Stunden
Das ist aber nicht nur ein Telekom-Problem.
OK
Veröffentlicht vor 3 Stunden | Eingereicht vor 3 Stunden
Die haben es aber nunmal übertrieben…
MS
Veröffentlicht vor 7 Stunden | Eingereicht vor 7 Stunden
Ist mir auch passiert. Hat sich an der Klingel als Telekomtechniker ausgegeben um ins Haus zu kommen. Danach hat er so getan, als hätte man ihn in dem Punkt falsch verstanden….kriminelle Methoden…
AA
Veröffentlicht vor 7 Stunden | Eingereicht vor 7 Stunden
War bei uns auch, das diese " Telecom-Mitarbeiter " regelrecht aggressiv und mit völlig falschen Informationen den Mietern einen Glasfaser Vertrag andrehen wollten. Aber nach einem klärenden Gespräch mit diesen Typen haben sie es nie wieder versucht. Ironie off.
KR
Veröffentlicht vor 8 Stunden | Eingereicht vor 8 Stunden
Wieder ein Beweis dafür, das Demokratie nur Demokratie ist, wenn sie links ist. Marc Anton
NH
Veröffentlicht vor 10 Stunden | Eingereicht vor 10 Stunden
Ein entsprechendes Schild “Mein Nachbar ist aufmerksamer Dachdecker“ sollte als Abschreckung für die aufdringlichen Vertriebler reichen.
HM
Veröffentlicht vor 10 Stunden | Eingereicht vor 10 Stunden
😂
HB
Veröffentlicht vor 11 Stunden | Eingereicht vor 11 Stunden
Die schmeiß ich alleine raus, dafür brauch ich meinen Vermieter nicht.
AN
Veröffentlicht vor 12 Stunden | Eingereicht vor 12 Stunden
Bei mir waren sie auch schon. Waren aufdringlich. die Ansage "Wenn die Telekom was von mir möchte, soll sie mir Post zuschicken" wurde gekonnt ignoriert und einfach wie trainiert weitergeklappert. Darauf folgt was wie "Haben Sie mich nicht verstanden?" was er auch ignorierte, also machte ich die Tür weit auf und sagte ruhig "Verpiss dich oder ich drücke DIR eine!" und machte die Tür zu. Käme jemand auf die Idee den Fuß in die Tür zu halten, würde ich wohl sofort zuschlagen. Ich nehme da keine Rücksicht mehr
SC
Veröffentlicht vor 6 Stunden | Eingereicht vor 6 Stunden
Exakt dafür hatte ich eine Zeitlang einen 3-Kilo-Fäustel neben der Tür liegen. Fuß in die Tür und drauf dafür.

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