Liebe Leserschaft,

Schach bleibt in den Schlagzeilen der Medien und die Sportberichterstattung im Fernsehen bleibt beim Schach. Das ist toll, aber leider auch mit der Fußnote verbunden, ja Schach ist in den Medien, aber leider vor allem weil es mal wieder um Skandale, um Krach, um Funktionärsärger geht. Und das ist schade. Worum geht es? Um die neue Freestyle Grand Slam Serie mit dem Auftakt im norddeutschen Weissenhaus.
Freestyle, die neue Herausforderung für die Top-Spieler, für die Weltelite. Wir Amateure haben diese von Bobby Fischer erfundene Variante bestimmt auch schon mal ausprobiert. Doch für uns ist das klassische Schach immer noch eine große Herausforderung. Für die Weltelite hingegen, was ich verstehen kann, ist Freestyle die neue Herausforderung. Bringt es sie doch mit den immer wieder neu ausgelosten Grundstellungen der Figuren ab von den ausanalysierten Eröffnungsvarianten hin zum neuen eigenen Denken.
Mit dem Hamburger Unternehmer Jan Henric Buettner steckt zudem viel Geld in der neuen Grand Slam Serie, oder der neuen Weltmeisterschaft, wie es zuerst hieß. Und das brachte die FIDE auf den Plan, die sich ja normalerweise von den russischen, osteuropäischen Oligarchen fördern lässt. Ein Millionenspektakel mit der Weltelite und die FIDE verdient nicht mit daran? Das geht aus deren Sicht gar nicht. Und schon war der Konflikt da. Unversöhnlich bearbeiten sich beide Lager, demnächst werden die Gerichte entscheiden.
Dabei geht es doch eigentlich nur um Schach und aus deutscher Sicht um einen herausragenden Erfolg, denn Vincent Keymer schlägt in Weissenhaus die Nr. Eins im Schach Magnus Carlsen. Das ist im Freestyle eben eher möglich als im klassischen Schach.
Die neue Turnierserie ist eine Bereicherung für den Schachsport und die Schachfans. Mal sehen wie es weiter geht.

Etwas anderes war mir in den letzten Tagen auch aufgefallen und bringt mich zu der Frage, wann ist es eigentlich normal, wenn Frauen Schachturniere gewinnen? Da gewinnt FM Lara Schulze das B-Turnier beim Nord-West-Cup in Bad Zwischenahn und das feiert der Deutsche Schachbund auf seiner Internetseite ab wie das achte Weltwunder. Dabei ist das nicht ganz normal? Da spielen Männer, Kinder, Jugendliche, Frauen, Mädchen und Senioren zusammen ein Schachturnier, haben in etwa eine vergleichbare Spielstärke und am Ende gewinnt eben eine weibliche Schachspielerin das Turnier. Na und?
Wenn wir wollen, dass mehr Mädchen, Frauen Schach spielen, dann behandelt sie bitte nicht wie Exoten!

Im letzten Vorwort hatte ich ein Erlebnis von mir mit dem Schachtrainer Dr. Robert Hübner geschildert. Wer nun selbst in die Fußstapfen großer Trainer:innen steigen möchte, den verweise ich auf die Möglichkeit sich von der Deutschen Schachjugend zum Trainer, zur Trainerin ausbilden zu lassen (siehe DSJ-Forum).

Ich wünsche allen weiterhin viel Freude an der Zeitung JugendSchach.
Viel Spaß und viel Erfolg mit und beim Schach!

Bleibt gesund und zuversichtlich!

Ihr / Euer Jörg Schulz

Schachzeitung JugendSchach 03/2025 kaufen

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Schach spielen!

Aktuelles

Deutscher Schulteam-Cup 2025

Schachserien

Denken und Planen leicht gemacht Folge 42 – Der Rochadeangriff – Das Klassische Läuferopfer auf h7
Eröffnungsecke: Nimzoindisch mit 4.Dc2 c5
Taktik Matt / Vorteil in 1 Zug
Taktik Matt / Vorteil in 2 Zügen
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsspieler Matt oder Vorteil in 3 / Vorteil in 2+ Zügen
Kombiecke: Kombis vom jüngsten Weltmeister aller Zeiten – Gukesh!
Beiträge zur Schachdidaktik 210: Schachdidaktische Modelle 73 – Der Revanchekampf Lasker – Steinitz (1896)
Schachtaktik Mix 03/2025
Lösungen

JugendSchach

DSJ-Forum

Ausbildung – Schachtrainingspatent
Schulschachkongress – Termin und Ort stehen fest
Öffentlichkeit – neue Plakate für die DSJ
Ausbildung – D- und C-Trainer:innenausbildung
Gesellschaft – Demokratieförderung im Sport
Allgemeine Jugendarbeit – Sommercamp 2025
Termine – Termine – Termine

JugendSchach Ausgabe 02/2025

Liebe Leserschaft,

Sonntagabend, Tagesschau um 20.00 Uhr, die Nachrichtensendung im Fernsehen. Es wird berichtet über die Fußball-Bundesliga und plötzlich wird ein Bild von Magnus Carlsen eingeblendet. Man ist in der Berichterstattung bei der Schachbundesliga angekommen. St. Pauli und die Nr. 1 der Welt machen es möglich. Im Fußball wie im Schach, St. Pauli kämpft darum den Abstieg zu vermeiden. Und bietet im Schach zumindest die Nr. 1 auf, was im Fußball nie möglich wäre. Und schon ist es eine Nachricht zur besten Sendezeit. Wunderbar!
Leider ist die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel auch immer eine Zeit, in der von lieben Menschen Abschied genommen werden muss. Die Schachwelt trauert um Franz Jittenmeier, der die Schachseiten www.chess-international.com (Schach-Ticker) begründete und bis ins hohe Alter betraute. Ein Journalist, der auch vor einer kritischen Berichterstattung nicht zurückschreckte.

Ebenso müssen wir von Dr. Robert Hübner Abschied nehmen. Ich hatte die Freude ihn persönlich kennenzulernen, als ich in den neunziger Jahren eine Fördermaßnahme für junge Talente mit organisieren durfte. Getragen wurde das Förderprogramm von ChessBase. Junge Talente konnten Partien einsenden und anhand dieser wählte Robert Hübner, die aus seiner Sicht talentiertesten aus und trainierte sie in einzelnen Lehrgängen.
Es war eine wahre Freude ihm dabei zuschauen zu können. Er löcherte die Kinder mit Fragen und versuchte sie vom Pfad des Auswendiggelernten wegzubringen. Warum dieser Zug? Was bewirkt er? Warum nicht einen anderen? Weg von der erlernten Theorie hin zum eigenen Denken. Dahin wollte er die Talente bringen und brachte sie mit seinen bohrenden Fragen ziemlich ins Schwitzen.

Leider wurde das Förderprogramm bald eingestellt, denn verschiedene Jugendfunktionäre aus den Ländern meinten durch ihr Wissen über Tabellenplätze und Wertzahlen besser zu wissen, wer talentiert ist. Wer ist da schon Deutschlands Nr. Eins dagegen? Was für ein Irrglauben und was für eine Dummheit. Eine große Chance für den deutschen Nachwuchs ging so verloren.

Auch erinnere ich mich an ein anderes Erlebnis. In einem Bundessligakampf spielte der junge IM Stephan Berndt gegen GM Robert Hübner und bot ihm im Laufe der Partie zweimal Remis an. Dies erboste Robert Hübner und er brachte das deutlich zum Ausdruck. Am nächsten Tag morgens vor der Sonntagsrunde ging Robert Hübner auf den jungen IM zu und entschuldigte sich bei ihm für sein Verhalten. Er habe unterdessen die Partie analysiert und die Remisangebote erfolgten zu Recht. Was für eine menschliche Größe, die man äußerst selten von Top-Spielern erlebt, und die ein ganz anderes Bild von Robert Hübner zeichnet, als es sonst in der Öffentlichkeit von ihm gezeichnet wurde.

Ich wünsche allen ein schönes neues Jahr und weiterhin viel Freude an der Zeitung JugendSchach.
Viel Spaß und viel Erfolg mit und beim Schach!

Bleibt gesund und zuversichtlich!

Ihr / Euer Jörg Schulz

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Schach spielen!

Aktuelles

Deutsche Vereinsmeisterschaften – Deutsche Meister stehen fest

Schachserien

Denken und Planen leicht gemacht Folge 41: Der Rochadeangriff Der Angriff gegen den h-Bauern (Teil 3)
Eröffnungsecke: Kalashnikov – eine Waffe für Schwarz
Taktik Matt / Vorteil in 1 Zug
Taktik Matt / Vorteil in 2 Zügen
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsspieler – Vorteil in 3+ / Matt in 3 Zügen
Kombiecke: Gewinner Weihnachtsquiz 2024 + Kombis von der DLM 2024 Teil 2
Schachtaktik Mix 02/2025
Lösungen

JugendSchach

DSJ-Forum

Sportpolitik – Bundestagswahl Check der Wahlprogramme
Sportpolitik – Rechtsextremismus im Sport
Politik – Bundestagswahl «Raum für Demokratie»
Internationale Jugendarbeit – Lust auf Tschechien?
IT Forum – die digitale Welt des Schachs
Öffentlichkeit – neue Plakate für die DSJ
Schulschach – Schulschachkongress
Allgemeine Jugendarbeit – Sommercamp 2025
Termine – Termine – Termine

Titelbild: von svklimkin auf Pixabay

 

JugendSchach Ausgabe 01/2025

Liebe Leserschaft,

wenn ich an dieser Rubrik schreibe, heißt das, die neue Ausgabe ist redaktionell fertig gestellt und begibt sich in die Hände der Layouter, Fehlerbeseitiger, Drucker und Versender. Die Nr. 1 für das neue Jahr.

Das heißt Weihnachtszeit und Jahreswechsel für mich und für die große Lesergemeinde. Ich wünsche allen eine schöne Vorweihnachtszeit und natürlich schöne Weihnachten, trotz aller Krisen auf dieser Welt.

Vor allem die Weihnachtszeit bedeutet für viele Vereine mit guter Jugendarbeit, es geht an den Feiertagen zu den Deutschen Vereinsmeisterschaften von U10 bis U20. Gehasst von den Eltern – wie kann man nur an Weihnachten… –, im Stillen geliebt von denjenigen, denen die Familienfeierlichkeiten schnell zu viel werden.

Für diejenigen, die nicht vor Ort sind, alle Partien der DVMs werden übertragen und das Team Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Schachjugend hat einiges vorbereitet, damit alle die Kämpfe mitverfolgen können.

Der Schlusspunkt des Jahres folgt unmittelbar auf die DVMs: Silvester. Ich wünsche allen einen ruhigen Jahresübergang. Nehmt Euch nicht zu viel vor. Das meiste von den guten Vorsätzen ist schnell vergessen. Was Ihr Euch aber vornehmen dürft, bleibt JugendSchach wohl gesonnen und nutzt die Zeitung weiterhin um euer Schachwissen zu erweitern.

Wenn Ihr diese Ausgabe in den Händen haltet, wird es wahrscheinlich schon einen neuen Weltmeister geben. Erstmals nach vielen Jahren ein WM-Kampf ohne Magnus Carlsen. Und leider auch ohne die übliche Medienaufmerksamkeit. Ein Kampf zwischen einem Inder und einem Chinesen interessiert dann doch weniger.
Im Vorfeld der WM war eh von den meisten Beobachtenden vorausgesagt worden, dass keine Spannung zu erwarten sei, zu stark der Herausforderer Gukesh Dommaraju trotz seiner jungen 18 Jahre, zu schwach krankheitsbedingt der Weltmeister Ding Liren.

Und siehe da, die WM begann mit einem Paukenschlag, mit einem Sieg des Weltmeisters. Und derzeit nach 8 der 14 zu spielenden Partien steht es 4:4. Ist doch irgendwie schön, wenn die Prophezeiungen der Experten nicht immer eintreten. Ich bin gespannt, wie es ausgehen wird. Dem indischen Schach würde es einen noch größeren Aufschwung bringen, wenn Gukesh gewinnt. Dann wird es wohl zu einer längeren Dominanz Indiens im Schach kommen. Dazu hat DIE ZEIT kürzlich einen sehr interessanten umfangreichen Artikel veröffentlicht.

Ich wünsche allen weiterhin viel Freude an der Zeitung JugendSchach und viel Spaß und viel Erfolg mit und beim Schach – auch in 2025!

Bleibt gesund und zuversichtlich!

Ihr / Euer Jörg Schulz

Schachzeitung JugendSchach 01/2025 kaufen

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Schach spielen!

Aktuelles

Jugend-WM U8 bis U12 – gemischte Gefühle
1. Deutsche Meisterschaft für Behinderte

Schachserien

Denken und Planen leicht gemacht Folge 40: Der Rochadeangriff – Der Angriff gegen den h-Bauern (Teil 2)
Taktik Matt in 1 Zug
Taktik Matt / Vorteil in 2 Zügen
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsspieler Matt in 3 / Vorteil in 2+ Zügen
Kombiecke: Kombis von der DLM 2024 Teil 1
Beiträge zur Schachdidaktik 209: Schachdidaktische Modelle 72 – Hastings 1895: Verfehlter Läufertausch
Schachtaktik Mix 01/2025
Eröffnungsecke: Drachen mit 9.0-0-0 d5 Teil 2
Lösungen

JugendSchach

DSJ-Forum

Mädchenschach – Mädchenschachkongress
Mädchenschach – Mädchenschachpatent
eSport – Olympic eSport Games 2025
Sportpolitik – Vollversammlung der deutschen sportjugend
Gesellschaft – KI im gemeinnützigen Sport
Schulschach – Schulschachpatent
Allgemeine Jugendarbeit – Sommercamp 2025
Termine – Termine – Termine

JugendSchach Ausgabe 12/2024

Liebe Leserschaft,

dass die Zeitung im Januar 1990 mit ihren regelmäßigen Ausgaben begann, habe ich im letzten Vorwort verraten. Gibt es eigentlich unter den Leserinnen und Lesern einige, die seit Anfang an dabei sind, vielleicht sogar ab den beiden Nullnummern Ende 1989? Das wäre spannend zu erfahren und vielleicht meldet sich ja der eine oder die andere bei mir. Ich würde mich freuen!

Jetzt sitze ich an der Ausgabe 12 / 2024, wieder mit dem jährlichen Weihnachtsquiz, und habe für das DSJ-Forum gerade zwei Artikel abgeschlossen, die von gerade eben beendeten DSJ-Veranstaltungen berichten.

Da war das Mädchenschachcamp in Schweinfurt, das so überlaufen war mit interessierten Mädchen, dass wir sogar Zimmer in einem nahe gelegenen Hotel dazu buchen mussten. Und das im Mädchenschach, fantastisch! Das Camp war Teil der Betreuerinnenausbildung für Mädchen und wir können uns über vier weitere sehr gute Betreuerinnen freuen.
Eine von ihnen will sogar in ihrem Heimatland Rheinland-Pfalz in 2025 ein Landescamp für Mädchen organisieren.

So soll und muss das laufen. Wir benötigen in allen Bundesländern Camps für Mädchen, wollen wir die Zahl der Mädchen steigern und die Chance erhöhen, dass sie beim Schach und in den Vereinen bleiben. Dafür benötigen sie Veranstaltungen, in denen sie freudvoll ohne Stress mit Gleichgesinnten Schach erleben können. Diese Angebote muss es aber flächendeckend in ganz Deutschland geben. Nicht immer nur an Turniere denken, zur Mitgliederhaltung sind vor allem andere Formate notwendig. Und die können nicht nur von der Bundesebene angeboten werden. Damit erreichen wir zu wenige. Da müssen alle Ebenen mithelfen.

Die andere tolle Veranstaltung war der diesjährige, unterdessen der 16.!, Schulschachkongress in Magdeburg. Immer wieder eine tolle Veranstaltung und bewundernswert wie viele Lehrerinnen, Lehrer und Vereinsvertretende, die in Schulen arbeiten, sich beteiligen, sich fortbilden. Gerade in der Vermittlung von Schach an Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen und verschiedenster persönlicher Hintergründe ist es notwendig sich ständig fortzubilden. Und es ist andersherum erschreckend, wie viele mit einer gewissen Ignoranz von sich behaupten, sie bräuchten das nicht.

Auf dem diesjährigen Kongress sind wieder verschiedene neue Lehrmaterialien vorgestellt worden. Gerade in der Vermittlung von Schach in den jüngeren Jahrgängen hat sich in den letzten 10 Jahren so viel verändert, dass die alten Methoden von ehedem nicht mehr reichen um zeitgemäß Schach zu vermitteln. Und übrigens Leittragende sind am Ende die Kinder, die keine fachgemäße Unterrichtung erhalten!

In dieses Thema passt übrigens auch, dass die Deutsche Schachjugend ab 2025 in die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern einsteigt und damit das Ausbildungsangebot erweitert und so mehr Menschen die Chance bietet sich ausbilden zu lassen. Neu im Angebot der DSJ wird sein, dass die DSJ einen D-Schein den bekannten C-Scheinen voranstellt. Eine verkürzte Ausbildung, allerdings auch mit über 60 Übungseinheiten, mit Prüfungen. Der Schwerpunkt wird dabei auf der schachfachlichen Ausbildung liegen. Gestartet wird Anfang 2025. Die Daten und Inhalte werdet ihr demnächst auf der DSJ-Homepage finden.

Auch die Zeitung JugendSchach hat ihren Schwerpunkt ja in der Ausbildung mit den vielen Trainingsserien und so schließt sich der Kreis wieder.

In diesem Sinne wünsche ich mir, dass die Lesergemeinde von JugendSchach offen für Ausbildungsangebote bleibt und die Lehrserien bei der Verbesserung der Spielstärke helfen.

Ich wünsche allen weiterhin viel Freude an der Zeitung JugendSchach und viel Spaß und viel Erfolg mit und beim Schach!

Bleibt gesund und zuversichtlich!

Ihr / Euer Jörg Schulz

Schachzeitung JugendSchach 12/2024 kaufen

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Schach spielen!

Aktuelles

Jugendweltmeisterschaft in Brasilien – Bronze für Charis Peglau
Berlin-U25-Open – Höhepunkt der Nachwuchsszene

Schachserien

Eröffnungsecke: Drachen mit 9.0-0-0 d5 Teil 1 (Fortsetzung)
Denken und Planen leicht gemacht Folge 39: Der Rochadeangriff – Der Angriff gegen den h-Bauern (Teil 1)
Beiträge zur Schachdidaktik 208: Schachdidaktische Modelle 71 – Tarrasch in Hastings 1895
Taktik Matt / Matt oder Vorteil in 1 Zug
Taktik Matt oder Vorteil / Matt in 2 Zügen
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsspieler Matt in 4 / 5+ Zügen
Kombiecke: Weihnachtsquiz – eine bunte Mischung zum Jahresende
Schachtaktik Mix 12/2024
Lösungen

JugendSchach

DSJ-Forum

Sportpolitik – Vollversammlung der deutschen sportjugend
Schulschach – 16. Schulschachkongress
Sportpolitik – Mitgliederzahlen im Sport
Mädchenschach – Mädchenschachcamp zu Halloween
Allgemeine Jugendarbeit – Sommercamp 2025
Termine – Termine – Termine

 

JugendSchach Ausgabe 11/2024

Liebe Leserschaft,

diesmal gibt es einige Erlebnisse von mir zum Älterwerden. Wenn man wie ich sein Leben lang mit und für Kinder und Jugendliche arbeitet, so hat man nicht den Eindruck älter zu werden. Die Arbeit mit dieser Zielgruppe hält jung, so heißt es.

Dass dies eventuell trotzdem an Grenzen stößt, erlebte ich mittels eines einschneidenden Ereignisses eines Tages auf der Fahrt ins Büro. In einer vollen U-Bahn ergatterte ich einen sicheren Stehplatz und wurde plötzlich von einer sitzenden jungen Frau angesprochen. Sie erhob sich und sprach: „Möchten Sie sitzen?“ Das wars! Ich war in einem Alter angekommen, in dem einem in öffentlichen Verkehrsmitteln von jungen Leuten ein Sitzplatz angeboten wird. Oh je! Und ich nahm an!

Dass man altert, wird einem auch bewusst, wenn auf deutschen Meisterschaften erwachsene Personen an einen herantreten und einem stolz ihre Kinder vorstellen. Einst hatte ich die heutigen Erwachsenen als Jugendliche bei deutschen Meisterschaften, Europa- oder Weltmeisterschaften betreut, und nun sind deren Kinder Teilnehmende an deutschen Meisterschaften und ich organisiere nun für sie die Veranstaltungen.

Ein anderes Schachbeispiel: Kürzlich erhielt ich vom Verlag eine Mail mit der Nachricht, ob ich denn auch bemerkt hätte, dass die Zeitung JugendSchach seit 35 Jahren existiert. War mir natürlich nicht bewusst! Doch jetzt kam die Erinnerung zurück. Es war im Sommer 1988 als mich der Chef vom Schach-Echo Verlag ansprach mit der Idee eine Zeitung nur zum Thema Jugendschach herausbringen zu wollen. Nach einigen Gesprächen wurde aus der Idee eine neue Schachzeitung in Deutschland, JugendSchach. Im November und Dezember 1988 kamen die ersten Nullnummern heraus und ab Januar 1989 erschien JugendSchach regelmäßig. Damals noch im DIN A5 – Format. Redakteur damals wie heute der Hamburger Junge Jörg Schulz. Damals war ich 31 Jahre alt und saß an meiner Doktorarbeit der Geschichtswissenschaften, war DSJ-Vorsitzender, und wir nahmen erste Kontakte zum Schachverband der DDR auf. Jetzt bin ich 66 Jahre alt, wieder in Hamburg zurück, und sitze immer noch Monat für Monat am Rechner, um für die Leser und Leserinnen, ob jung, ob alt, das neue Heft zu erstellen.

Doch der Dank für das regelmäßige Erscheinen dieser dem Kinder- und Jugendschach gewidmeten Schachzeitung, auch wenn sie für Lesende aller Altersgruppen Lehrreiches bietet, gebührt dem JugendSchachVerlag in Dresden, der extra zum Erhalt dieser Zeitung Anfang der neunziger Jahre gegründet wurde, nachdem der Schach-Echo Verlag seine Arbeit eingestellt hatte.

Der Dank gebührt auch den vielen, tollen Autoren, die Jahr für Jahr und zumeist über einen langen Zeitraum die Lehrserien verfassen. Denen danke ich besonders, denn ihre Serien sind das Markenzeichen von JugendSchach geworden. Stand am Anfang der Zeitung hauptsächlich noch eine Berichterstattung von Jugendturnieren im Mittelpunkt, sind dies schon seit vielen, vielen Jahren die Lehrserien, die eben für alle Altersgruppen hilfreich sind. Und so wird die Zeitung nicht nur in den Jugendgruppen der Vereine und Schulen gelesen und zum Training genutzt, sie liegt unterdessen auch in vielen Briefkästen von gestandenen Schachspielern und Schachspielerinnen, die vielleicht als Jugendliche begonnen haben JugendSchach zu lesen, und immer noch dabeigeblieben sind.

In diesem Sinne hoffe ich, dass JugendSchach noch viele Jahre erleben wird, ob mit mir oder ohne mich, dass viele Leser und Leserinnen der Zeitung treu bleiben und immer wieder neue hinzukommen.

Ich wünsche allen weiterhin viel Freude an der Zeitung JugendSchach und viel Spaß und viel Erfolg mit und beim Schach!

Bleibt gesund und zuversichtlich!

Ihr / Euer Jörg Schulz

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Schach spielen!

Aktuelles

Verlagsinformation
Yuefan Chen gewinnt Silber bei der EM
Hessen ist Deutscher Ländermeister der Jugend
Jubiläum beim Schach in Wernigerode

Schachserien

Denken und Planen leicht gemacht Folge 38: Der Rochadeangriff – Der Angriff gegen den g-Bauern (Teil 3)
Taktik Matt in 1 Zug
Taktik Matt / Vorteil in 2 Zügen
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsspieler Matt oder Vorteil / Matt in 5+ Zügen
Kombiecke: Kombis von der EM der Jugend in Prag Teil 2
Beiträge zur Schachdidaktik 207: Schachdidaktische Modelle 70 – Pillsbury und das Tohuwabohu
Schachtaktik Mix 11/2024
Eröffnungsecke: Drachen mit 9.0-0-0 d5 Teil 1
Lösungen

JugendSchach

DSJ-Forum

Allgemeine Jugendarbeit – Geburtstag
Allgemeine Jugendarbeit – Sommercamp 2025
Allgemeine Jugendarbeit – Verein und Politik
Sport – Kinder richtig trainieren
Nachruf – Nikolaus Sentef
Vorstand – neue Vorstandsmitglieder vorgestellt
Termine – Termine – Termine

Titelbild: U10 Spieler Yunqi Li bei der EM in Prag (eycc2024.eu)

JugendSchach Ausgabe 10/2024

Liebe Leserschaft,

gerne würde ich ja wieder vor dem Fernseher sitzen und Sport schauen. Aber leider bekommen die Paralympischen Spiele in Paris nicht die gleiche Wertschätzung in den öffentlich-rechtlichen Programmen entgegengebracht, wie der professionelle olympische Sport. Was sehr schade ist, denn die Leistungen der Menschen mit Beeinträchtigungen ist wahrlich phantastisch, beeindruckend. Aber es stecken halt keine Weltkonzerne dahinter, die die Berichterstattung erzwingen. Leider.

Umso erfreulicher, dass der Deutsche Schachbund eine langfällige Lücke schließt in seinem Turnierangebot und die erste offene Deutsche Meisterschaft für Schachspielende mit Behinderungen ausscheibt. Ein schöner Erfolg für den DSB-Beauftragten für Inklusion Gert Schulz!
Noch schöner wäre es, wenn auch Programme aufgelegt werden, bei denen das Miteinanderspielen von Behinderten und Nichtbehinderten gefördert wird. Damit das gegenseitige Verständnis gestärkt wird.
Eine ebenfalls lang vernachlässigte Zielgruppe, der Hochschulsport, soll nun anscheinend auch vom DSB angepackt werden. Zumindest hat er endlich die vakante Position des Beauftragten für Hochschulschach besetzt.
Es geht also vorwärts, wenn auch mit kleinen Schritten, aber immerhin. Mal andere Nachrichten als die von mannigfaltigen Finanzproblemen.

Von der Deutschen Schachjugend gibt es auch viele neue Nachrichten. Sie gewinnt neue Ehrenamtler für ihre vielen Aufgaben, plant intensiv das nächste Schachjahr mit vielen Ausbildungsangeboten. Dies schon lange ein Schwerpunkt der DSJ. Der Ausbildungsbereich wird immer weiter ausgebaut, im Wissen, dass man die vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen und Schulen stärken muss für ihre Arbeit. So sollen demnächst auch in der Trainer- und Trainerinnenausbildung neue Akzente gesetzt werden. Man darf gespannt sein, wann es damit losgeht.

Gut angenommen werden die Angebote für die so wichtige Zielgruppe Mädchen. Eben gerade wurde eine erneute Ausbildung von Betreuerinnen durchgeführt, die nun wiederum in ihrer Ausbildung Camps für Mädchen organisieren. Und das scheint anzukommen. Kaum ausgeschrieben, ist das Camp Anfang November in Schweinfurt schon zur Hälfte ausgebucht. Und vom Finale des Mädchen-Grand-Prix kann man in diesem Heft lesen. Auch das wieder eine gelungene Veranstaltung.

Der Sommer und damit die Ferien nähern sich dem Ende, die aktive Phase des Turnierschachs und der Mannschaftskämpfe beginnt wieder. Dafür und für alle anderen Schachaktivitäten wünsche ich allen weiterhin viel Spaß viel Erfolg!

Bleibt gesund und zuversichtlich!

Ihr / Euer Jörg Schulz

 

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Schach spielen!

Aktuelles

Mädchen-Grand-Prix Finale 2024
Schach – Spiel der unbegrenzten Möglichkeiten
Hochschulschach als Zielgruppe erkannt?

Schachserien

Denken und Planen leicht gemacht Folge 37 – Der Rochadeangriff – Der Angriff gegen den g-Bauern (Teil 2)
Eröffnungsecke: Vier Kurzpartien im Spanischen Vierspringerspiel
Beiträge zur Schachdidaktik 206: Schachdidaktische Modelle 69 – Laskers Abtauschvariante
Taktik Matt / Vorteil in 1 Zug
Taktik Vorteil / Matt in 2 Zügen
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsspieler Matt in 3 / Vorteil in 2+ Zügen
Kombiecke: Kombinationen von der Europameisterschaft der Jugend in Prag 2024
Schachtaktik Mix 10/2024
Lösungen

JugendSchach

DSJ-Forum

Nachruf Gregor Johann
Allgemeine Jugendarbeit – Sommercamp 2025
Vorstandsarbeit – DSJ-Planung
Spielbetrieb – Ausrichter gesucht
Deutsch-französisches olympisches Jugendlager in Paris
Termine – Termine – Termine

Titelbild: Sommercamp 2024 https://www.deutsche-schachjugend.de/news/2024/sommercamp-bildergalerie/

JugendSchach Ausgabe 09/2024

Liebe Leserschaft,

und schon wieder habe ich die vergangenen Tage, wenn die Zeit es erlaubte, vor dem Fernseher verbracht und mich am Sport begeistert. Diesmal waren es die Olympischen Spiele, die mich in ihren Bann zogen. Vor allem Sportarten zu sehen, die sonst im Verborgenen stattfinden, das ist die große Chance bei Olympia. Wenn die Fernsehgewaltigen dies zulassen und nicht wie sonst auch mit Fußballübertragungen aufwarten. Selbst der Auftakt der zweiten Fußballbundesliga war ihnen wichtiger als Olympia. Dafür wurden die Direktübertragungen extra unterbrochen. Dabei hatten wir doch gerade Fußball rund um die Uhr.

Der Sport begeistert mich, eigentlich egal welcher. Das Drumherum, vor allem wenn Funktionäre daran beteiligt sind, das schreckt mich wiederum ab. Und da bot die Olympiade ebenfalls viel. Ob bewusst übersehenes Doping, Milliarden scheffelnde Funktionäre oder der peinliche Geschlechterkampf im Boxsport mit einem aus Russland per Video zugeschalteten Verbandspräsidenten, der in Paris nicht einreisen durfte, da er auf der internationalen Sanktionsliste steht. Wer denkt da nicht an den Schachsport? Im Geschlechterkampf ging es nicht um die Sportlerinnen, es ging um Machtkämpfe von Funktionären.

Da war es dann ganz schön, dass ich mir beim Sommercamp der Deutschen Schachjugend eine einwöchige Olympiapause gönnen konnte. Direkte Kinder- und Jugendarbeit auf einem wunderbaren Zeltplatz bei strahlendem Sonnenschein. Und wer stand im Mittelpunkt? Die acht- bis sechzehnjährigen Teilnehmenden! Ihnen eine unvergessliche Woche zu bereiten, war unser Ziel. Und glaubt man ihren Aussagen bei der Verabschiedung, war uns das gelungen.

Schön, dass es noch so viele Menschen gibt überall in Deutschland und auf der Welt, denen es wichtig ist, etwas für Kinder und Jugendliche, für die Sportler:innen zu tun und nicht nur für sich, Macht und Geld.

Und natürlich gut für JugendSchach, denn so können wir immer wieder über tolle Turniere und großartige Leistungen berichten, wie in diesem Heft.

Dabei möchte ich die Gelegenheit nutzen, der Leserschaft zu danken für ihre Treue zur Zeitschrift, für die Einsendungen von Berichten, Reaktionen und auch für Fehlermeldungen. Wir bemühen uns redlich keine Fehler zu machen, ausschließen können wir es jedoch nicht.
Im Beitrag der 35. Folge von Reinhold Ripperger in Ausgabe 08/2024 sind uns in der 1. Partie auf Seite 10 doch tatsächlich die Züge zwischen dem 6. Zug von Weiß bis zum 9. Zug von Schwarz abhandengekommen. Wir bitten um Entschuldigung, ab Seite 6 gibt es die vollständige Partie nochmal bevor es mit dem neuen Thema weiter geht.
Denn, wie es im Leserbrief stand, erfreut sich die Lehrserie wie auch die der anderen Autoren größter Beliebtheit.
Der Leserbrief endet mit dem schönen Satz: „Vielen Dank für die tolle Zeitschrift!“. Das motiviert und bestätigt uns, auch nach 35 Jahren noch eine wertvolle Schachzeitschrift herauszubringen, die viele Schachfreunde nicht missen möchten.

In diesem Sinne, liebe Leserschaft bleibt uns gewogen und habt weiterhin viel Spaß am und mit Schach und viel Erfolg!

Bleibt gesund und zuversichtlich!

Ihr / Euer Jörg Schulz

 

Schachzeitung JugendSchach 09/2024 kaufen

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Schach spielen!

Aktuelles

EU-Jugendmeisterschaften 2024
Jugend-Grand-Prix 2024 in Eisenberg

Schachserien

Denken und Planen leicht gemacht: Folge 36 – Der Rochadeangriff – Der Angriff gegen den g-Bauern (Teil 1)
Beiträge zur Schachdidaktik 205: Schachdidaktische Modelle 68 – Lasker vor dem WM-Kampf 1894
Taktik Matt in 1 Zug
Taktik Matt / Vorteil in 2 Zügen
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsspieler: Matt in 3+ / Vorteil in 2+ Zügen
Kombiecke: Kombinationen von der DEM 2024 Teil III
Schachtaktik Mix 09/2024
Eröffnungsecke: Musterpartien zum Klassischen Sizilianer Teil II
Lösungen

JugendSchach

DSJ-Forum

Allgemeine Jugendarbeit – Sommercamp 2024
Mädchenschach – Förderprojekt
Mädchenschach – Mädchenbetreuerinnenausbildung
Mädchenschach – Mädchenschachcamp
Spielbetrieb – Ausrichter gesucht
Gesellschaft – Generationengerechtigkeit
Allgemeine Jugendarbeit – Simultanschach für einen guten Zweck
Allgemeine Jugendarbeit – 24-Stunden-Blitz
Termine – Termine – Termine

JugendSchach Ausgabe 08/2024

Liebe Leserschaft,

und wieder zieht uns der Fußball in seinen Bann, zumindest all diejenigen, die über den Schachtellerrand schauen. Es gibt natürlich auch die anderen, die egal was passiert, welche Ereignisse gerade anstehen, ihre Schachveranstaltungen und Sitzungen planen, ansetzen und mit Unverständnis darauf reagieren, wenn sie zu hören bekommen, aber da spielt doch Deutschland bei der EM!

Eigentlich stehen ja die elf Fußballvirtuosen auf jeder Seite im Mittelpunkt des Geschehens und des Interesses. Und doch am Ende redet man oft nur über die Entscheidungen des Schiedsrichterteams, früher über die auf dem Platz, nun auch über die in den Videokellern. Sie brachten uns um das Sommermärchen 2.0, sie waren schuld an der Niederlage Hollands gegen England. Natürlich ein „deutscher Schiedsrichter“, der hat uns verpfiffen, hört man aus dem orangenen Fanlager.

Da lob ich mir doch den Schachsport. Da steht immer noch die Leistung der Sportler im Mittelpunkt und die Schiedsrichter spielen überhaupt keine Rolle. Auch wenn sie das natürlich ganz anders sehen und sich für den Nabel des Sports halten und als einzige im Team der Turnierverantwortlichen Geld für ihr Tun verlangen, und das meist sehr energisch!

Zum Glück kommen wir ohne Schiedsrichterpfiff, ohne Videobeweis aus. Matt ist halt Matt!

Und doch denkt man an die berühmte Partie von Kasparow gegen J. Polgar, spielte der Videobeweis da nicht eine große Rolle? Ja, im Nachhinein als alles vorbei war, konnte man sehen, dass Kasparow sich an die elementare Grundregel „berührt ist geführt“ nicht gehalten hatte trotz all seiner Beteuerungen, dass da nichts war. Da hätte der Schiedsrichter ihn gebrauchen können den Videobeweis.

Eine Parallele zwischen Fußball und Schach gibt es dann doch. Die Wunderkinder. Im Schach trifft man ständig auf neue Wunderkinder, gerade hört man von neuen aus England. Im Fußball sind sie nicht so häufig. Doch diesmal bei der EM verzückt ein Wunderkind uns alle, der noch sechzehnjährige und während der EM 17 gewordene Spanier Lamine Yamal, der mit einer faszinierenden Leichtigkeit spielt. „Ich denke nicht lange nach, ich will nur Spaß haben auf dem Platz!“ Tja im Fußball geht das, im Schach leider nicht. Das mit dem Spaß schon, nur das andere nicht.

Und wenn wir uns vom Finale erholt haben und entspannen wollen, dann steht der nächste sportliche Höhepunkt an. Die olympischen Spiele in Paris. Leider ohne Schach, aber dafür mit Schiedsrichtern und Wettkampfrichtern, Videobeweisen und allem drumherum. Da weiß man dann wieder, wer schuld an den Niederlagen ist. Beim Schach leider immer nur wir, die den letzten Fehler gemacht haben.

In diesem Sinne, liebe Leserschaft macht immer den vorletzten Fehler! Ich wünsche allen weiterhin viel Spaß am und mit Schach und viel Erfolg!

Bleibt gesund und zuversichtlich!

Ihr / Euer Jörg Schulz

 

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Schach spielen!

Aktuelles

Deutsche Jugendmeisterschaften 2024 Teil 2

Schachserien

Denken und Planen leicht gemacht Folge 34 – Der Rochadeangriff – Der Angriff gegen den f-Bauern
Taktik Matt / Vorteil in 1 Zug
Taktik Matt / Vorteil in 2 Zügen
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsspieler-  Matt in 4+ / Vorteil in 3+ Zügen
Kombiecke: Kombis von der DEM 2024 Teil II
Beiträge zur Schachdidaktik 204: Schachdidaktische Modelle 67 – Lasker gegen Blackburne, London 1892
Schachtaktik Mix 08/2024
Lösungen

JugendSchach

DSJ-Forum

Allgemeine Jugendarbeit – Juniorteam M-V gegründet
Allgemeine Jugendarbeit – Juniorteams erfolgreich
Ausbildung – DSJ-Akademie
Gerhard Hund verstorben
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JugendSchach Ausgabe 07/2024

Liebe Leserschaft,

das waren sie also, die Deutschen Meisterschaften der Kinder und Jugendlichen, im Schulschach über alle Klassenstufen hinweg, und im Einzel in den Altersklassen U8 bis U25. Dafür wird geübt, trainiert in den Vereinen, in den Schulen. Ein Jahr lang, unterstützt von vielen Ehrenamtlichen aber auch von professionellen Trainer:innen. Tolle Ausrichtungen ließen die Herzen höher schlagen und motivierten sich weiter anzustrengen.

Den höchsten Motivationsfaktor haben wie immer die Deutschen Jugendmeisterschaften mit ihren spektakulären Angeboten. Alles, was Rang und Namen hat im Jugendschach versammelt sich dort. Und so kann man dieses Zusammentreffen auch nutzen um zum Beispiel Ausbildungsgänge durchzuführen, Ehrungen vorzunehmen. Man konnte sich als Schiedsrichter ausbilden lassen, oder in verschiedenen Patenten um besser im Bereich der Vereine, der Schulen, im Kinderbereich arbeiten zu können.

Mit den Verleihungen vom Goldenen Chesso wird das Ehrenamt ausgezeichnet wie auch die Spieler und Spielerinnen des Jahres. Die zentrale Deutsche Jugendmeisterschaft bietet dafür die Bühne!

Umso bedauerlicher ist es, dass nur die Deutsche Schachjugend solch ein Event anbietet, und das schon fast dreißig Jahre lang. 1996 in Pinneberg war die Geburtsstunde der zentralen Deutschen Jugendmeisterschaften, bei der sich alle Altersgruppen an einem Ort zur Meisterschaft treffen. Der DSB-Vizepräsident Sport Prof. Dr. Jürgen Klüners war vor Ort, leider der einzige DSB-Vertreter, und er hat hoffentlich mitgenommen, wie wichtig solch ein Event für das Schach ist. Bleibt also zu hoffen, dass auch der DSB irgendwann wieder in der Lage ist, eine zentrale Deutsche Meisterschaft auszurichten. Wo kann man besser Amateursport und Leistungssport zusammenführen?

Von der FIDE, unserem Weltverband, sind erstaunliche Dinge zu hören, die man so nicht vermuten konnte. Die Ethikkommission der FIDE hat auf Antrag den eigenen FIDE-Präsidenten Arkady Dvorkovich gerügt aufgrund seiner besonderen Nähe zu sanktionierten russischen Politikern und Personen. Er selbst kann sich nicht mehr frei in der Welt bewegen, da verschiedene Länder ihm die Einreise verweigern. Zudem wurde der russische Verband für zwei Jahre aus der FIDE ausgeschlossen. Der Hauptgrund hierfür sind die vom russischen Verband durchgeführten offiziellen Schachturniere auf den völkerrechtswidrig annektierten ukrainischen Staatsgebieten.

Ich gestehe ein, damit hatte ich in dem durch Russland beherrschten Weltverband nicht gerechnet. Und sehr wahrscheinlich wird es bei der Strafe auch nicht bleiben. Schon hat der Präsident Arkady Dvorkovich angekündigt, die Rechte der eigenen Etikkommission zu beschneiden, damit solche „Fehlurteile“ nicht wieder vorkommen. Ein bekanntes Muster von Personen, die mit der Demokratie nichts anfangen können. Umso besser, dass es noch unabhängig denkende und handelnde Personen gibt, die Unterstützung erfahren sollten. Doch wie fast immer die übergroße Mehrheit im Weltverband, darunter auch das deutsche Schach, schweigt und duckt sich weg.

Unabhängig vom Weltgeschehen, wir machen weiter und arbeiten wie immer für das Kinder- und Jugendschach in Deutschland und in diesem Sinne wünsche ich den Leserinnen und Lesern weiterhin viel Spaß am und mit Schach und auch viel Erfolg!

Bleibt gesund und zuversichtlich!

Ihr / Euer Jörg Schulz

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Schach spielen!

Aktuelles

Deutsche Grundschulmeisterschaften der Mädchen 2024
Deutsche Jugendmeisterschaften 2024

Schachserien

Denken und Planen leicht gemacht Folge 34 – Der Rochadeangriff – Wenn die Rochade in die direkte Katastrophe führt
Eröffnungsecke: Musterpartien zum Klassischen Sizilianer Teil I
Taktik Matt / Vorteil in 1 Zug
Taktik Vorteil / Matt in 2 Zügen
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsspieler – Vorteil in 2+ / Matt in 3 Zügen
Kombiecke: Kombis von der DEM 2024
Schachtaktik Mix 07/2024
Lösungen

JugendSchach

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Inklusion – Gert Schulz DSB-Referent für Inklusion
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Allgemeine Jugendarbeit – Schachokalypse
Allgemeine Jugendarbeit – Schach lernen
Sportpolitik – Finanzierung des Jugendsports sichern
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JugendSchach Ausgabe 06/2024

Liebe Leserschaft,

gerade bin ich zurück von der Deutschen Schulschachmeisterschaft für Grundschulen in Willingen. Es war wie immer ein herausragendes Erlebnis diesen jungen Kindern bis einschließlich vierter Klasse beim Spielen zuzuschauen und ihnen dabei zu helfen.
Diese Freude und Begeisterung beim Spiel. Und diese Ehrlichkeit und dieses natürliche Fairplay im Spiel, das ihnen dann nach und nach von ehrgeizigen Erwachsenen abgewöhnt wird. Die Kinder wollen nicht durch Schiedsrichterentscheidungen oder Unzulänglichkeiten gewinnen, sondern durch ihre Leistung auf dem Brett.
Ein Beispiel: In einer Partie droht dem einem Spieler der Verlust der Partie durch wiederholte Fehler bei der Durchführung seiner Züge. Der Schiedsrichter muss nun androhen, dass beim nächsten falschen Zug die Partie verloren ist. Das möchte der Gegner aber nicht und meint, er möchte, dass
weitergespielt werden soll. Eben eine Entscheidung durch schachliche Leistungen am Brett und nicht durch Eingriffe von außen. Wunderbar!
Und warum nur versuchen die Erwachsenen den Kindern dieses faire Verhalten abzugewöhnen und ihnen stattdessen beizubringen, dass Gewinnen um jeden Preis der richtige Weg sein soll?

Und die Freude am Schach hängt nicht unbedingt am Ergebnis. Wir bekamen eine euphorische Dankesmail zugeschickt, in der sich der Betreuer für die tolle Meisterschaft bedankt und schrieb, dass seine Kinder total begeistert waren und unbedingt wieder zur Deutschen fahren möchten. Im Wissen,
dass sie dann aber besser werden müssen, denn bei dieser Auflage fanden sie sich am Tabellenende wieder. Um diese Begeisterung zu erzeugen, bedarf es aber auch guter Ausrichtungen, die in diesem Jahr bei allen Schulschachmeisterschaften gegeben waren.

Im Schulschach schlummert ein riesiges Potential an schachbegeisterten Kindern und Jugendlichen. Wir Vereinsvertreter müssten die Kinder eigentlich nur noch einsammeln. Doch genau da fehlt es. Viele Schulschachkinder bekommen kein Vereinsangebot, fi nden keinen Verein in ihrer Nähe. Von alleine kommen die wenigsten. Da müssen die Vereine schon aktiv Angebote machen.

Im DSJ-Forum in diesem Heft gibt es zwei Interviews zum Thema Freiwilligendienste im Schach. Das Freiwillige Soziale Jahr und der Bundesfreiwilligendienst bieten den Vereinen eine tolle Chance ihre Arbeit besser aufzustellen und Angebote für Kinder aufzubauen. Es gibt leider noch viel zu wenige Vereine in Schachdeutschland, die diese Chance nutzen. Vielen ist das „Risiko“ zu groß. Dabei werden die Chancen für den Verein außer Acht gelassen. Es überwiegt leider bei vielen Menschen die Sichtweise, immer erst die Risiken anstatt an erster Stelle die Chancen zu sehen. Genau umgekehrt ist es richtig. Das gilt auch für die Schachpartie.

In diesem Sinne, wünsche ich den Leserinnen und Lesern weiterhin viel Spaß am und mit Schach und auch viel Erfolg!

Bleibt gesund und zuversichtlich!

Ihr / Euer Jörg Schulz

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Schach spielen!

Aktuelles

Deutsche Schulschachmeisterschaften 2024

Schachserien

Denken und Planen leicht gemacht Folge 33 – Der Angriff gegen den unrochierten König – Das Cochrane-Gambit
Eröffnungsecke: Fischers Waffe 6.Lc4 gegen Najdorf
Taktik Matt / Vorteil in 1 Zug
Taktik Matt / Vorteil in 2 Zügen
Taktik für Fortgeschrittene und Vereinsspieler Matt in 4 / Vorteil in 3 Zügen
Kombiecke: Kombis von der Hessischen Jugendmeisterschaft
Beiträge zur Schachdidaktik 203: Schachdidaktische Modelle 66 – Lasker gegen Bird, Liverpool 1890
Schachtaktik Mix 06/2024
Lösungen

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