Work-Life-Balance: "Es ist nicht die Karriere, die einen abends in den Arm nimmt"
Für die Arbeit haben sie auf Kinder, Freunde und Hobbys verzichtet. Oder ihre Gesundheit riskiert. Diese acht Menschen bereuen, den Job über das Leben gestellt zu haben.
Svenja Habersatt machte im Vertrieb Karriere, arbeitete hart und wurde gemobbt, was zu fehlenden Beförderungen führte. Heute bereut sie, keine Zeit für Privatleben genommen zu haben. Eine Umfrage zeigt, dass fast 60 Prozent der Befragten in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland ihre Work-Life-Balance vernachlässigt haben. Viele Leserinnen und Leser berichten von Opfern für den Job, wie psychischen Problemen und fehlender Zeit für Familie und Hobbys. Bauingenieur Tom Müller erlitt eine schwere Depression aufgrund von Überstunden und Stress, während Nadine Succow feststellte, dass sie vor lauter Arbeit ihre Interessen verloren hatte.
Dies ist ein experimentelles Tool. Die Resultate können unvollständig, veraltet oder sogar falsch sein.
Svenja Habersatt* machte im Vertrieb
Karriere und wollte weiter aufsteigen. Sie arbeitete ständig, leistete
unzählige Überstunden, freute sich über ihren Erfolg. So berichtet sie heute.
Doch dann hätten die Kollegen sie gemobbt – wohl aus Neid. Sie wurde nicht mehr
befördert. Heute bereut die 44-Jährige es, dass sie sich nicht mehr Zeit für
ihr Privatleben genommen, nicht geheiratet, keine Kinder bekommen hat.
Eine
Karriere kann man nur bedingt planen. Manche sitzen mit 40 Jahren im Vorstand
oder dürfen die spannendsten Aufgaben bearbeiten und haben gleichzeitig ein
erfülltes Privatleben. Bei anderen, die ebenso ambitioniert waren, läuft es
schlechter: Sie arbeiten und arbeiten, stellen ihre Freizeit, Freunde und
Familie hintenan und bereuen irgendwann, so viel Zeit in den Job investiert zu
haben.