Bahn in Berlin-Brandenburg: Auf diesen RE-Strecken wird 2025 gebaut

Auf allen Regionalexpress-Hauptstrecken zwischen Berlin und Brandenburg gibt es 2025 Einschränkungen wegen Bauarbeiten. Welcher RE wann und wie betroffen ist.
Berlin
Ein Artikel von
Maria Neuendorff

RE-Züge der Bahn im Hauptbahnhof in Berlin: 2025 müssen Pendler wegen zahlreicher Baustellen mit längeren Fahrzeiten, unter anderem durch Schienenersatzverkehr, rechnen.

dpa/Jörg Carstensen

Wer glaubt, dass die Deutsche Bahn mit der Generalsanierung der Strecke Berlin – Hamburg von August 2025 bis April 2026 voll ausgelastet ist, hat sich getäuscht. Auch in diesem für viele Bahn-Pendler sowieso schon sehr schwierigen Jahr wird in Berlin und Brandenburg auch auf anderen wichtigen Linien geflickt, saniert, modernisiert und umgebaut.

„Im Grunde haben wir alle Hauptstrecken am Wickel, die von Berlin aus wegführen. Es wäre einfacher, wenn ich die nennen würde, wo wir nicht bauen“, sagte der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Berlin, Alexander Kaczmarek, bei der Vorstellung der Modernisierungspläne. Hier die wichtigsten Einschränkungen im Regionalverkehr:

Pendelverkehr zwischen Fürstenwalde und Erkner

Ostbahn/RB26: Bauarbeiten auf der Ostbahn sorgen dafür, dass vom 16. April bis zum 31. Juli 2025 die Regionalbahnen der Linie RB26 zwischen Rehfelde und Müncheberg (Mark) durch Busse ersetzt werden müssen. Zwischen Ostkreuz und Lichtenberg werden vom 22. April bis zum 5. Mai 2025 keine Regionalbahnen fahren.

RE1, Berlin-Frankfurt (Oder): Wegen des Umzugs des Bahnhofs Fangschleuse (Oder-Spree) in die Nähe der Tesla-Ansiedlung können die Regionalzüge des RE1 mehrere Monate nur noch eingleisig verkehren, was zu Einschränkungen führt. Schon klar ist, dass zwischen Fangschleuse und Hangelsberg vom 23. Juni bis zum 7. Juli 2025 Pendelverkehr herrschen wird. Zwischen Fürstenwalde und Erkner müssen Fahrgäste dann vom 7. bis zum 25. Juli 2025 auf Busse umsteigen.

RE6/Kremmen-Neuruppin/Kremmen-Velten: Vom 1. August 2025 bis zum 9. Februar 2026 wird wegen Bauarbeiten zwischen Kremmen und Neuruppin ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Gleiches gilt für den Abschnitt Kremmen–Velten vom 1. August bis zum 8. September 2025.

RE1/Potsdam-Berlin: Zwischen Griebnitzsee und Potsdam wird wegen des Einbaus von neuen Weichen und Gleisen vom 7. bis zum 19. März 2025 und zwischen Griebnitzsee und Wannsee vom 5. bis zum 16. Mai 2025 ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

DB erneuert 60 Kilometer Gleise

Stettiner Bahn/RB66: Der Ausbau der historischen Bahnstrecke Berlin-Stettin soll künftig unter anderem die Uckermark besser anbinden. Doch bevor sich dadurch die Reisezeiten und Taktungen des RB66 zwischen Berlin-Gesundbrunnen und Szczecin Glowny deutlich verkürzen, müssen Pendler noch bis mindestens 2026 viele Einschränkungen hinnehmen.

Derzeit fahren die Züge bis zum 4. Juli zwischen Angermünde und Schönermark nur eingleisig, was auf dem Streckenabschnitt Pendelverkehr zur Folge hat. Vom 4. Juli bis in den November 2025 müssen Fahrgäste dort dann ganz auf Busse umsteigen.

Anhalter Bahn/RE3: Derzeit müssten alle Züge in Richtung Süden über die Anhalter Bahn. Doch die direkte Strecke zwischen Berlin und Leipzig wird ebenfalls zur Baustelle. Die DB erneuert 60 Kilometer Gleise und zehn Weichen zwischen Berlin-Südkreuz und Jüterbog. Außerdem wird die Sicherungstechnik für die Eröffnung der neu gebauten Dresdner Bahn im Süden Berlins vorbereitet, die ab Dezember 2025 die Verbindungen zum BER und nach Dresden verbessert.

So kann ab dem Berliner Hauptbahnhof und dem Südkreuz laut Bahn vom 24. Oktober bis zum 13. Dezember 2025 kein Fern- und Regionalzugverkehr möglich sein. Die Verbindung zwischen Südkreuz – Jüterbog und Niedergörsdorf (RE3) ist vom 24. September bis zum 13. Dezember 2025 unterbrochen. Dort wird Schienenersatzverkehr mit Bussen eingesetzt. Der RE4 verkehrt nicht zwischen Berlin und Oehna.

Aus 95 Minuten werden dreieinhalb Stunden

Hamburger Bahn: Die Direkt-Verbindung zwischen Berlin und Hamburg wird wie schon oben erwähnt neun Monate zur Mega-Baustelle. So werden vom 1. August 2025 bis zum 30. April 2026 ICE-Züge über Stendal umgeleitet. Im Regionalverkehr ist ein umfänglicher Schienenersatzverkehr geplant. Für Pendler aus Speckgürtelgemeinden, zum Beispiel Nauen und Falkensee, dauert die Fahrt aber dadurch länger.

Fahrgäste aus Wittenberge, die im Regionalexpress derzeit etwa 95 Minuten pro Strecke brauchen, sind dann mehr als dreieinhalb Stunden unterwegs. Die Bahn arbeitet darauf hin, dass vom 9. Februar 2026 an zumindest zwischen Berlin und Nauen wieder Regionalzüge verkehren können.

Spontan informieren

Reisende können sich aktuell auf Bahn.de sowie im DB Navigator über Fahrmöglichkeiten informieren.

Unterwegs in Brandenburg
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Warum kommt die Bahn zu spät? Was bringt ein Tempolimit auf der Autobahn? Und wie sieht die perfekte Innenstadt für Radfahrer und Fußgänger aus? Wir berichten über Mobilität in unserer Region - und darüber hinaus.
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