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Die Sucht-Maschine

Facebook und Co. geben vor, uns mit Freunden zu verbinden. Doch sie säen Zwietracht und machen süchtig. Jetzt wird der Ruf nach Regulierung lauter.

Redaktor Gian Signorell

Veröffentlicht am 22. Oktober 2021 - 01:35 Uhr
Kim Jan Ludwig

«Wenn ich mit Kollegen zusammen bin, ist oft trotzdem jeder am Handy. Dann sind wir zwar zusammen, aber jeder ist allein. Es ist dann nicht einfach, ein gutes Gesprächsthema zu finden. Das ist schade.» – Kim Jan Ludwig (18) nutzt Instagram, Snapchat, Whatsapp, Facebook.

Quelle: Roger Hofstetter

Facebook und Co. geben vor, uns mit Freunden zu verbinden. Doch sie säen Zwietracht und machen süchtig. Jetzt wird der Ruf nach Regulierung lauter.

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Da sei dieser Käfer gewesen. Grün schimmernd, kupferfarben an manchen Stellen. Als würde er leuchten. «Ich dachte unwillkürlich: das vollkommene Tier», sagt Pascale Cardoit. Sie habe versucht, das Insekt mit dem Smartphone ihrer Schwester zu fotografieren. Doch Kamera und Bildschirm hätten die Perfektion nicht einfangen können. «Es fehlte die Tiefe, die Lebendigkeit.»  

Wirklichkeit toppt digitale Realität – das erlebt die 35-jährige Berner Theaterschaffende und angehende Landwirtin in ihrem Alltag andauernd. Etwa auf Wanderungen. Ihre Begleiterinnen rufen dann mehrfach die Meteo-App auf dem Handy auf. «Dabei genügt doch ein Blick in den Himmel.»