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Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich

Wer
wir sind

Wir sind die zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich.

Die Herausforderungen, vor denen die Behörden des Bundes mit Sicherheitsaufgaben vor allem im Hinblick auf informationstechnische Fähigkeiten stehen, haben in den letzten Jahren eine immer stärkere Dynamik erfahren. Unsere Gesellschaft wird digitaler, und das immer schneller. Wir alle nutzen die Vorzüge der Digitalisierung – sichere Kommunikation, mobiles Computing, sichere Datenhaltung. Das gilt leider aber auch für Kriminelle oder Terroristen, die diese Technologien für ihre Zwecke missbrauchen. Ermittlungs- und Aufklärungsarbeit muss sich deshalb immer wieder anpassen, immer am Puls der Zeit bleiben und es ist wichtiger als je zuvor, neue Wege, neue Werkzeuge zu entwickeln und zu erforschen.

Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) hat die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) ins Leben gerufen, um die Herausforderungen unserer immer komplexer werdenden Welt beantworten zu können. ZITiS unterstützt die Sicherheitsbehörden Deutschlands, indem wir technisches Know-how bündeln. Durch unsere Expertise schaffen wir Werkzeuge und Lösungen, die für deren Aufgabenerfüllung unverzichtbar sind.

ZITiS hat deshalb eine zentrale Bedeutung, sowohl um die Zukunftsfähigkeit der Sicherheitsbehörden Deutschlands zu sichern, als auch für die digitale Souveränität Deutschlands.

Wir sind ZITiS

Was ist ZITiS

Aufgaben

ZITiS bedient die Sicherheitsbehörden Deutschlands mit Forschung und Entwicklung in den Bereichen Digitale Forensik, Telekommunikationsüberwachung, Krypto- und Big Data Analyse sowie zu Fragen der Kriminalitätsbekämpfung, Gefahren- und Spionageabwehr, hat selbst aber keine Eingriffsbefugnisse.

Forschung & Entwicklung

ZITiS entwickelt und testet Strategien, technische Lösungen sowie Werkzeuge mit Cyberbezug und gemeinsame Projekte für die deutschen Sicherheitsbehörden. Selbstverständlich definieren die gesetzlichen Vorgaben den Rahmen für technische Entwicklungen.

Die Grundlage von unserer Entwicklungsarbeit ist ein Jahresarbeitsprogramm, das mit dem Bundeskriminalamt, dem Bundesamt für Verfassungsschutz und der Bundespolizei abgestimmt wird. Darüber hinaus blicken wir mit anwendungsbezogener Forschung weiter in die Zukunft, sind Partner für Forschung und Wissenschaft und bearbeiten Projekte in Zusammenarbeit mit Universitäten, staatlichen Stellen, Instituten und Unternehmen auf nationaler und internationaler Ebene.

Unterstützung und Beratung

Cyberbezogene Lösungen zu aktuellen Fragestellungen und Knowhow zu Technologien wie 5G sind auf verschiedene Stellen in Bund und Ländern verteilt, viele der technischen Herausforderungen der einzelnen Behörden überschneiden sich. Die meisten Herausforderungen im Cyberbereich erfordern zudem eine Vielzahl von Kompetenzen unterschiedlicher Fachdisziplinen für ihre Lösung. ZITiS bündelt das Fachwissen und berät die Sicherheitsbehörden umfassend in technischen und strategischen Fragen. Die Expertinnen und Experten in den verschiedenen Disziplinen sitzen bei uns an einer Stelle und können sich leicht gegenseitig ergänzen. Hinzu kommen übergreifende Dienstleistungen wie zentrale Wissensdatenbanken und Qualitätssicherung eingesetzter Produkte.

Innovative Lösungen im Dienst der inneren Sicherheit

Ein strategisches Ziel von ZITiS ist das frühzeitige Erkennen technologischer Trends. Innovation und Geschwindigkeit sind dabei der Schlüssel zum Erfolg. Als Teil der Cyber-Sicherheitsstrategie Deutschlands übernimmt ZITiS eine zentrale Rolle bei der Erforschung und Entwicklung von Lösungen mit Cyberbezug.

Im Einsatz benötigen Sicherheitsbehörden oft Lösungen und Know-how aus verschiedenen Bereichen. ZITiS führt diese Kompetenzen zusammen und behält den Überblick. Die Disziplinen und Projekte, in denen ZITiS forscht, entwickelt und berät, sind extrem vielseitig und alles, nur nicht langweilig.

ZITiS arbeitet in Netzwerken. National wie international stehen wir im Austausch mit den führenden Köpfen unserer Fachgebiete. Wir pflegen Kooperationen mit Universitäten, Forschungseinrichtungen, Behörden oder Unternehmen. Gerade durch die Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Industrie schaffen wir Synergien für eine effektivere Weiterentwicklung der Technik für die Sicherheitsbehörden.

Leitung

Sicherheitsbehörden müssen immer am Puls der Zeit bleiben, was Technik und Methodik für Ermittlung und Aufklärung betrifft. Zudem überschneiden sich viele der technischen Herausforderungen der einzelnen Behörden, auch wenn die Aufgaben unterschiedlich sind. ZITiS bündelt die Fachexpertise, forscht zentral an neuen Technologien und bietet die bestmögliche Unterstützung für eine in Zukunft noch bessere Handlungsfähigkeit der Sicherheitsbehörden.

Wilfried Karl Präsident
Porträt von Wilfried Karl

Digitale Forensik

Smartphones, Tablets und Laptops sind für straffällige Personen nicht nur lohnende Ziele, sondern auch Mittel zur Durchführung von Straftaten. ZITiS unterstützt in Abstimmung mit seinen Bedarfsträgern die Erforschung und Entwicklung neuer Methoden zur forensischen Sicherung digitaler Asservate. Diese Methoden bilden die Grundlage für die gerichtsfeste Verwertung digitaler Spuren, und beinhalten sowohl softwaretechnische Methoden als auch spezielle Hardwarelösungen. Durch die breite Verwendung von Verschlüsselungstechnik ist eine enge Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus der Kryptoanalyse notwendig. Im Umgang mit der Menge digitaler Spuren ist zudem eine gute Fachkenntnis im Bereich Big Data unerlässlich. Geschäftsfeldleitung Digitale Forensik

In vielen Unternehmen ist man als Entwicklerin oder Entwickler mit Routineaufgaben und eng abgegrenzten Themenfeldern konfrontiert. Bei ZITiS hingegen bietet sich mir ein spannendes und abwechslungsreiches Arbeitsgebiet. Aufgrund unserer Aufgaben habe ich stets die Chance, neueste Technologien zu erproben und zukünftige Entwicklungen selbst zu begleiten.Dr. Andreas Attenberger, Forschungsleitung Digitale Forensik

Porträt von Andreas Attenberger

Telekommunikationsüberwachung

Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) ist bei schweren Straftaten, vor allem im Bereich der organisierten Kriminalität und des Terrorismus, ein wichtiges Ermittlungsinstrument. ZITiS selbst verfügt über keine eigenen Befugnisse zur TKÜ, erforscht und entwickelt jedoch neue Methoden und Strategien, stellt Werkzeuge bereit und berät die Behörden bei der Durchführung ihrer gesetzlichen Aufgaben. Durch die breite Verwendung von Verschlüsselungstechnik ist hier eine enge Zusammenarbeit mit dem Arbeitsfeld Kryptoanalyse notwendig. Außerdem erfordert der Umgang mit enormen Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen eine solide Fachkenntnis im Bereich Big Data. Andreas Köpf, Geschäftsfeldleitung TKÜ

Porträt von Andreas Köpf

ZITiS bietet mir viele Möglichkeiten, um unterschiedlichste Themen voranzutreiben und tolle interessante technische Lösungen zu erarbeiten. Durch übergreifende Aufgaben mit anderen Bereichen erhält man immer einen Blick über den Tellerrand, was das tägliche Arbeiten sehr spannend gestaltet. Auch Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist mir sehr wichtig und hier hat ZITiS die besten Voraussetzungen geschaffen. Christine Krüger, Senior Expert TKÜ

Porträt von Christine Krüger

Kryptoanalyse

Kryptografie dient eigentlich dem Schutz von Daten und Privatsphäre. Sie bietet straffälligen Personen jedoch auch die Möglichkeit, verdeckt zu kommunizieren, zu handeln oder sich der Strafverfolgung zu entziehen. ZITiS berät und unterstützt Bedarfsträger im Umgang mit verschlüsselten Daten. ZITiS ist es möglich, mithilfe hochmoderner Labore für die Bedarfsträger anwendbare Methoden zu entwickeln und ihnen zur Verfügung zu stellen. Innerhalb von ZITiS unterstützt das Fachpersonal für Embedded Security sowie Reverse Engineering insbesondere Projekte in der Digitalforensik und Telekommunikationsüberwachung. Für komplexe Angriffe und den Einsatz von High-Performance-Computing werden die Spezialisteninnen und Spezialisten des Bereichs Big Data hinzugezogen. Axel Treßel, Geschäftsfeldleitung Kryptoanalyse

Porträt von Axel Treßel

Auf den ersten Blick scheint vieles in der Informations- und Computertechnik äußerst kompliziert. Die Ästhetik darin zu erkennen und Zusammenhänge zu begreifen, ist eine Faszination für sich. Schon als Kind wollte ich so viel wie möglich von Natur und Technik verstehen. Jetzt fühle ich beruflich Verschlüsselungstechniken auf den Zahn und beschäftige mich jeden Tag mit den zugrundeliegenden Ideen. Bei ZITiS habe ich eine Arbeitsumgebung, die meine Talente fördert und ein Team, das meine Interessen teilt. Peter Baumgartner, Hardwareingenieur Kryptoanalyse

Porträt von Peter Baumgartner

Big Data Analyse

Big Data Analyse legt den Schwerpunkt auf Open Source Intelligence (OSINT) und Künstliche Intelligenz (KI), um den Sicherheitsbehörden effektive Methoden und umfangreiche Fähigkeiten zur Verarbeitung großer und heterogener Datenmengen bereitzustellen. OSINT bezeichnet die Gewinnung von Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen, etwa aus sozialen Netzwerken, Foren oder Blogs. Um diese auswerten zu können, bieten wir Sicherheitsbehörden fortschrittlichste Data Science-Tools an, damit diese zeitnah auf Bedrohungen reagieren können. Der Einsatz von KI erlaubt eine schnellere und tiefere Datenauswertung sowie die Erkennung komplexer Muster und Zusammenhänge, die für die Vorbeugung und Aufklärung von Straftaten eine wichtige Rolle spielt. So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Sicherheit. Dr. Harald Klinke, Geschäftsfeldleitung Big Data Analyse

Porträt von Dr. Harald Klinke

Ich finde es immer reizvoll, neues Wissen durch Forschung zu schaffen. Für mich ist wichtig, dass die Forschung einen Mehrwert für die Gesellschaft bietet. Ich möchte die handfesten Ergebnisse meiner Arbeit erleben. Was bewirkt sie überhaupt? Was haben die Menschen von ihr? Was bewege ich? Hier bei ZITiS kann ich sagen: eine Menge. Dr. Eleanor Hobley, Referentin Forschungsstrategie und Forschungsökosysteme

Porträt von Eleanor Hobley

Zentrale Services

Hier werden alle Services bereitgestellt, die die Organisation zur Erledigung ihrer vielfältigen Aufgaben benötigt. ZITiS ist darauf ausgelegt, Innovationen zu fördern und tagtäglich möglich zu machen. Um den Erfolg unserer Behörde sicherzustellen, arbeiten wir agil, ergebnisorientiert und stets im Sinne unserer Beschäftigten. Mit unserer Fachexpertise in den Bereichen Personal, IT, Organisation und Infrastruktur sowie Recht und Finanzen ist dieser Bereich nicht nur die Serviceeinheit unserer Behörde, sondern auch ein Kernstück der ZITiS. Leitung Zentrale Services

Gehörlose Menschen haben in der Arbeitswelt oft Probleme. Bei ZITiS habe ich einen Arbeitgeber, der mich voll unterstützt. Hier spielen Dinge wie Herkunft oder Status keine Rolle. Die Kolleginnen und Kollegen sind entspannt und besuchen sogar angebotene Gebärdensprachkurse. Deshalb sind wir insgesamt eine in jeder Hinsicht richtig bunte Truppe. Dirk Reinhard, Rechnungsbearbeiter

Porträt von Dirk Reinhard

Forschungsprojekte

Logo Projekt UNCOVER

Immer häufiger wird die Nutzung von Verfahren zum Verbergen von Daten in einem Trägermedium, sogenannter Steganographie, im Rahmen von Straftaten beobachtet. Hierdurch können Informationen in vermeintlich unschuldig aussehenden digitalen Mediendateien, wie Bildern, Video, Audio- und Textdateien, versteckt und übermittelt werden.

Logo Forschungsprojekt KISTRA

Das Forschungsprojekt KISTRA (Einsatz von KI zur Früherkennung von Straftaten) ist am 01.07.2020 gestartet. Ziel ist die Erforschung der Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für den ethisch und rechtlich vertretbaren Einsatz von Künstlicher Intelligenz durch Sicherheitsbehörden zur frühzeitigen Erkennung und Prävention von Straftaten der Hasskriminalität.

FORMOBILE Logo

Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden stehen heute vor rechtlich und technisch komplexen Herausforderungen bei der Extraktion, Dekodierung, Analyse und gerichtsfesten Aufbereitung von Daten aus Mobilfunktelefonen. Darüber hinaus existiert aktuell kein einheitlicher europäischer Standard bezüglich der forensischen Untersuchungskette, also der Weg eines Mobiltelefons vom sogenannten First Responder, dem Polizisten, der das Gerät sicherstellt, bis hin zum Sachverständigen, der das Gutachten im Auftrag des Gerichts erstellt.

Logo Projekt STARLIGHT

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) kann insbesondere durch die Auswertung großer digitaler Datenmengen bei der effektiven Bekämpfung von Kriminalität unterstützen. Die Chancen, die sich durch die Nutzung von KI-Methoden ergeben, sind enorm.

Logo Projekt VIKING

In komplexen polizeilichen Ermittlungsverfahren – u.a. in Fällen von organisierter Kriminalität oder Terrorismus – fallen regelmäßig große Mengen an digitalen Daten an, insbesondere Bilder, Videos, Audioaufnahmen, Text- und Sprachnachrichten. KI-Lösungen versprechen hier Abhilfe, indem sie eine Vorsortierung der Daten nach ihrer potentiellen Relevanz vornehmen und so die Auswertung von Massendaten erst ermöglichen.

Mitgliedschaften

Startups

Als Dienstleister für Behörden mit Cybersicherheitsbezug arbeiten wir am Puls der Zeit und freuen uns daher ebenfalls über innovativen Input sowohl aus eigenen Reihen als auch von extern. Um unsere Innovationskraft zu verstärken, sind Ideen und Vorschläge von StartUps in den Bereichen Telekommunikationsüberwachung, Big Data Analyse, Kryptoanalyse und Digitale Forensik bei uns sehr willkommen. Wenn ihr euch als StartUp bei ZITiS einbringen wollt, dann wendet euch gerne an SPOC@zitis.bund.de.