Kriegsende in der Ukraine: Frieden schaffen – mit Waffen
Donald Trump hat angekündigt, für raschen Frieden in der Ukraine zu sorgen. Das wird nicht gelingen. Welche Optionen gibt es dann für einen Waffenstillstand?
Donald Trump startet eine Vermittlermission im Ukrainekrieg mit einer klaren Drohung an Wladimir Putin: Sanktionen, Zölle und Steuern auf russische Exporte, falls kein "Deal" zustande kommt. Putin hoffte auf einen freundlichen Auftakt, nach Lob für Trump und Dialogbereitschaft. Ukraines Präsident Selenskyj versucht Trump zu überzeugen, dass ein siegreiches Russland auch für die USA schädlich wäre. Es gibt vier mögliche Szenarien für die Zukunft: Kein Deal, eine entmilitarisierte Zone wie in Korea, eine dauerhafte Teilung wie auf Zypern oder Sicherheit durch Nato-Aufnahme, wobei letzteres unwahrscheinlich ist aufgrund des russischen Widerstands und des Konsensprinzips der Nato.
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Mit einem solchen Neuanfang hat der russische Präsident Wladimir Putin wohl nicht gerechnet. Donald Trumps Vermittlermission im Ukrainekrieg startete am Mittwoch mit einer überraschend deutlichen Drohung: Sollte sich Putin nicht auf einen "Deal" einlassen, sei er gezwungen, Sanktionen, Zölle und Steuern auf alle russischen Exporte zu verhängen, schrieb Trump in einem Posting auf seiner Plattform Truth Social. Der Krieg müsse enden. "Wir können es auf die leichte oder auf die schwere Art tun", fuhr Trump fort.
Putin dürfte auf einen freundlicheren Auftakt gehofft haben. Noch am Montag gratulierte er Trump zur erneuten Inauguration als US-Präsident. Er sei offen für einen Dialog und interessiert am "dauerhaften Frieden", behauptete Putin. Vorauseilendes Lob für die neuen Machthaber in den USA kam auch aus dem Moskauer Außenministerium. Im Gegensatz zur "in jeder Hinsicht hoffnungslosen Biden-Regierung" öffne sich nun ein "Fenster der Gelegenheiten" für Verhandlungen, sagte Russlands Vize-Außenminister Sergei Rjabkow am Mittwoch.