DIE ZEIT: Herr El-Mafaalani, in fünf Wochen wird eine neue Regierung gewählt. 42 Prozent der Wahlberechtigten sind dann über 60 Jahre alt. Ihnen stehen knapp vier Prozent potenzielle Erstwähler gegenüber. Macht Ihnen das Sorgen?

Aladin El-Mafaalani: Und wie! Schon bei der letzten Bundestagswahl war die Hälfte der Wähler über 53 Jahre alt. Das Durchschnittsalter steigt jetzt immer weiter. Bald bestimmen diejenigen, die selbst nicht mehr berufstätig sind, über die Zukunft. Das ist historisch einmalig. Bisher haben diejenigen die Wahlen entschieden, die den Laden am Laufen gehalten haben.