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Eröffnungen und Schließungen: Kasseler Gastroszene hat sich 2024 verändert

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Im Jahr 2024 haben sich im Kreis Kassel neue Lokale etabliert und bieten frische kulinarische Erlebnisse. Andere lang etablierte Restaurants mussten ihren Betrieb schließen.

Kassel - Restaurants sind heute mehr denn je Orte des Zusammenkommens, des Austauschs und der Begegnung. Zum Jahresende werfen wir einen Blick auf die Neueröffnungen in Kassel sowie auf die Schließungen langjähriger und beliebter Restaurants.

Diese neuen Restaurants gibt es seit 2024 in Kassel

Seit Mai 2024 hat das Restaurant „Edna“ in Kasseler-Wilhelmshöhe neu eröffnet. Die aus Äthiopien stammende Samrawit Wolf kocht traditionelle Küche aus ihrem Heimatland. Es gibt viele vegane und vegetarische Gerichte, aber auch mit Lamm, Huhn und Rind. Wer die Variation liebt, kann einen vegetarischen Teller mit bis zu sechs verschiedenen Gerichten kosten.

The Hoang Tran und seine Frau Thu Ha Nguyen bei der Neueröffnung ihres Lokals „Ume“ in Kassel.
The Hoang Tran und seine Frau Thu Ha Nguyen bei der Neueröffnung ihres Lokals „Umê“ in Kassel. © Katja Rudolph

Seit dem 1. November 2024 hat zudem das vietnamesische Restaurant „Umê“ in der Kasseler Innenstadt geöffnet. Dort werden traditionelle Gerichte aus dem südostasiatischen Land serviert. Das Restaurant bietet authentische vietnamesische Gerichte, verschiedene Frühlings- und Sommerrollen sowie die Spezialität „Mam Com“, ein Familienessen mit Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten, das auf einem großen Aluminiumtablett serviert wird. Das „Mam Com“ für zwei Personen beginnt bei 65 Euro, zusätzliche Komponenten können nach Wunsch hinzugefügt werden.

Er bietet glutenfreies Essen an. Nima Fard-Khojasteh mit seiner Tochter in seinem Restaurant „Casa Del Nonno“.
Er bietet glutenfreies Essen an. Nima Fard-Khojasteh mit seiner Tochter in seinem Restaurant „Casa Del Nonno“. © Dieter Schachtschneider

„Casa Del Nonno“ eröffnet an der Wilhelmshöher Allee in Kassel

Pizza und Pasta auf besondere Art: Im Restaurant „Casa Del Nonno“. Das außergewöhnliche: hier werden alle Speisen glutenfrei serviert. Der Geschäftsführer Nima Fard-Khojasteh leidet selbst an Zöliakie und weiß, wie schlecht das Angebot ist.

Seit September diesen Jahres gibt es im „Casa Del Nonno“ Pizza, Pasta, Salate und Burger. Glutenfreie Gerichte seien nicht nur für Menschen mit einer Intoleranz wichtig. Auch für Gäste, die keine Probleme mit Gluten hätten, seien die „gesunden Kohlenhydrate“, die er in seinem Restaurant anbiete, besser, so der 42-jährige.

Von diesen Lokalen mussten sich die Kasseler in diesem Jahr verabschieden

Das Traditions-Gasthaus „Zur Schloßklause“ schließt nach mehr als 60 Jahren. In dem deutschen Restaurant wurde immer mit frischen und saisonalen Produkten gekocht. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schließt das Ehepaar Ruthchen und Reiner Hanstein ihren Betrieb. Die Kraft lässt nach und die Erschöpfung ist groß.

In den vergangenen Jahren war es eine Mehrfachbelastung. Ruthchen Hanstein musste neben Küche und Büro auch die Reinigungsarbeiten übernehmen. Das Ehepaar freue sich dennoch auf ihren wohlverdienten Ruhestand und Zeit mit den Enkelkindern.

Ruthchen und reiner Hanstein schliessen ihr Traditionsgasthaus am 30. Dezember endgültig.
Ruthchen und Reiner Hanstein schliessen ihr Traditionsgasthaus nach 60 Jahren am 30. Dezember endgültig. © Susanne Kanngieser
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Verluste im Gastronomiebereich: Die Traditionslokale „Pharao“ und „Kupferkanne“ in Kassel schließen ihre Türen für immer

Nach 25 Jahren muss sich auch Ali Abdel Kaderder mit seinem Lokal „Pharao“ an der Lassallestraße im Vorderen Westen in Kassel verabschieden. Sein Mietvertrag wurde zu Ende März 2025 gekündigt. Seine ägyptischen Gerichte hat er immer selbst und mit frischen Produkten gekocht. Auch wenn es manchmal anstrengend sei, so liebt er doch seinen heutigen Job als Koch und Gastgeber. „Ich will so lange weitermachen, wie es gesundheitlich geht.“ Deshalb hofft er, dass er im Vorderen Westen oder auch im angrenzenden Wehlheiden eine vergleichbare Gastronomiefläche findet. Die bisherige Suche sei leider erfolglos gewesen.

Auch das Restaurant „Kupferkanne“ in Fuldabrück musste nach sieben Jahren schließen. Die Schließung des Bürgerhauses in Fuldabrück erfolgte aufgrund finanzieller Schwierigkeiten des Betreibers, der die Pacht- und Nebenkosten nicht mehr begleichen konnte. Nach der Coronapandemie, wirtschaftlichen Belastungen und Personalmangel konnte der Betrieb nicht mehr genügend Gäste anziehen, was zu Zahlungsproblemen führte. Die Gemeinde kündigte daraufhin den Pachtvertrag. (jubi)

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