Estland als Vorbild :
So geht das mit der Gesundheitskarte

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Deutschland versucht seit 15 Jahren erfolglos, das Gesundheitssystem fit fürs Internet zu machen. Estland ist schon fertig.

Die Esten haben keine Gesundheitskarte. Deswegen gibt es in Estland auch keine Debatte darüber, wie die Gesundheitskarte fit fürs Internetzeitalter gemacht werden kann. In Deutschland hat der Bundestag vor 15 Jahren beschlossen, dass es höchste Zeit für die „Elektronische Gesundheitskarte“ ist. Seitdem wurden rund eine Milliarde Euro in das Projekt gesteckt. Aber Patienten, Arztpraxen, Krankenhäuser und Apotheken leben hierzulande immer noch im Papierzeitalter. Das ist so anachronistisch, dass es nun auch dem neuen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aufgefallen ist („Das ist völlig inakzeptabel“, sagte er vor kurzem der F.A.Z.). In Estland, diesem kleinen Staat im Baltikum, werden 99 von 100 Rezepten elektronisch ausgestellt und eingelöst, Röntgenbilder und Arztbriefe elektronisch gespeichert. Und Ersthelfer wissen im Notfall mit einem Klick, an welchen Allergien der Patient vor ihnen leidet, welche Blutgruppe er hat, ob er geimpft ist und welche Medikamente er braucht. Auch das ist definitiv ein Plus für die Patienten.

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