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Airbus Defence

Deshalb werden trotz Rüstungsboom 2000 Stellen gestrichen

Airbus-Rüstungschef Michael Schöllhorn erklärt, in welchen Bereichen seine Sparte abbauen soll und warum die Bundeswehr im Falle eines Angriffs nicht in der Lage sei, groß gegenzuhalten.Markus Fasse, Thomas Jahn 20.12.2024 - 11:53 Uhr Artikel anhören
Kampfflugzeug Eurofighter: Airbus ist in Gesprächen mit der Bundesregierung über eine Bestellung neuer Maschinen. Foto: picture alliance/dpa

München. Die Nachricht war ein Schock: Anfang Dezember verkündete Airbus Defence and Space, 2000 Stellen abzubauen. Denn im Raumfahrtgeschäft schreibt der multinationale Konzern Airbus Verluste – anders als im zivilen Flugzeugbau. Spartenchef Michael Schöllhorn nutzt die Gelegenheit, die Verwaltung zu straffen, denn das Umfeld habe sich mit dem Ukrainekrieg radikal verändert, sagte er im Gespräch mit dem Handelsblatt: „Wir müssen in Zukunft schneller sein.“

Dieser „Anpassungsplan“ fällt in eine Zeit großer Umbrüche: Schöllhorn fordert insbesondere von der Bundesregierung mehr Engagement und Aufträge für europäische Produkte. „Das Kaufen ‚von der Stange‘ in den USA, um Fähigkeitslücken rasch zu stopfen, geht bis zu einem gewissen Grad“, sagte Schöllhorn. Damit meint er Großprojekte wie das Kampfflugzeug F-35, das Deutschland kurzfristig nach Ausbruch des Ukrainekriegs bei dem Airbus-Rivalen Lockheed Martin bestellt hat.

Airbus drängt nun auf den Entwicklungsauftrag für das Future Combat Aircraft System (FCAS), das Deutschland gemeinsam mit Frankreich und Spanien entwickeln will. Allein für diese Entwicklung werde „auf jeden Fall ein zweistelliger Milliardenbetrag“ fällig. Damit sichere sich Europa aber wichtige Technologie und damit Souveränität. Bis dahin soll die Bundesregierung das aktuell von Airbus produzierte Kampfflugzeug Eurofighter bestellen und den Export ermöglichen.

Lesen Sie hier das vollständige Interview:

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