Wir Älteren erinnern uns: Der "Veggie-Day" war 2013 nicht nur ein, nun ja, gefundenes Fressen für all jene, die eher im Jäger- als im Sammlerdasein des pleistozänen Homo erectus bis heute das eigentliche Wesensmerkmal des Menschen sehen. Sondern auch eine überaus erfolgreiche Diät für die Umfragewerte der Grünen. Kaum hatte Katrin Göring-Eckardt, grüne Spitzenkandidatin für die anstehende Bundestagswahl, einen fleischlosen Tag in Deutschlands Kantinen gefordert, lag ihre Partei so ermattet am Boden wie eine Löwin, die seit Tagen keinen Bissen Weißbartgnu mehr zwischen die Reißzähne bekommen hat. Schließlich war die deutsche Kantine damals noch keine Heimstatt des Kichererbsen-Eintopfs mit Aubergine, der Blumenkohl-Tacos mit Tahini-Sauce oder der Tempeh-Bowl mit Reisnudeln und zerlassener Erdnussbutter, sondern der mittägliche Fluchtpunkt aller Carnivoren mit Festanstellung. Mahlzeit!