Die Hilflosigkeit der gesetzlich Versicherten
Erneut gibt es alarmierende Prognosen zur Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
Im Vergleich zu den Schätzungen des GKV-Schätzerkreises ist diese Prognose besonders düster. Möglicherweise liegt das an unterschiedlichen Annahmen zur Kassenstruktur oder daran, dass Bitmarck eher eine rechnerische und der Schätzerkreis eine politisch motivierte Prognose erstellt hat. Dennoch gibt es einen Punkt, bei dem beide Analysen übereinstimmen: Die Zusatzbeiträge müssen deutlich steigen – um 0,8 Prozentpunkte.
Ein Grund dafür ist auch, dass die Rücklagen der Krankenkassen zunehmend aufgebraucht sind. Laut Bitmarck hat mehr als die Hälfte der Krankenkassen (rund 60 Prozent) im laufenden Jahr nicht genügend Puffer, um ihre monatlichen Ausgaben vollständig zu decken.