Dank KI die tödliche Sepsis verhindern
Berlin. Intensivmedizin ist eben intensiv. Die Patientinnen und Patienten in kritischem Zustand müssen umfassend überwacht, oft beatmet, ihr Kreislauf muss stabilisiert werden. Neben modernster Technik braucht es ein fachkundiges Team aus Ärzten und Pflegekräften – und das alles rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche.
Insbesondere kleinere Krankenhäuser bringt das an ihre Grenzen. Hier setzt die Geschäftsidee des Hamburger Start-ups TCC an: Seit zwei Jahren bietet es digitale Fernbetreuung von Intensivpatienten an. Nun konnte TCC 20 Millionen Euro Wachstumskapital einwerben.
Mit dem Geld will sich das Start-up auf die Entwicklung und Zulassung von Systemen für die klinische Entscheidungsunterstützung spezialisieren. Das sind Software-Programme, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) zum Beispiel Krankheitsereignisse vorhersagen können.
An Bord ist auch ein Kapitän
Gegründet haben TCC – das steht für „Telehealth Competence Center“ – Christian Storm und David Barg. Beide kennen die Arbeit und die Herausforderungen in Krankenhäusern. Storm war lange als Intensiv- und Notfallmediziner an der Charité tätig. Sein Mitgründer Barg ist examinierter Krankenpfleger und Betriebswirt und hat bereits die Geschäfte des Rettungsdienstleisters Falck AS Deutschland geführt.