Missbrauch in der Kirche: „Meine Eltern ließen ihn auf der Matratze in meinem Zimmer übernachten“
Jakob Feisthauer erwartet von der evangelischen Kirche mehr Entschiedenheit bei der Aufklärung und bei Hilfen für Betroffene.
privatJakob Feisthauer hat sich vor seinem Bildschirm in Wilhelmshafen eingerichtet. Ganz nahe am Meer sei er, erzählt der 38-Jährige. Die Ruhe tut ihm gut und die Nähe zur Natur. Feisthauer liebt den Norden. Auch wenn Ausflüge an die Nordsee mit zu seinen schlimmsten Erinnerungen zählen. Denn dort, in der Wohnung eines evangelischen Diakons, wurde er als 13- und 14-Jähriger schwer missbraucht. Was er über die Taten, die evangelische Kirche und ihre Aufarbeitung denkt und was er von der anstehenden EKD-Synode erwartet, sagt er in einem Zoom-Gespräch. Ruhig und klar ist seine Stimme.