AfD-Gründung unter Protest: Demo gegen Ortsverband in Nordhessen
Rund 80 Demonstranten hatten sich in Lohfelden (Kreis Kassel) eingefunden, um gegen die Gründung eines Ortsverbandes der AfD zu protestieren.
Lohfelden – Aufgerufen hatte die in Kassel ansässige Organisation Bündnis gegen Rechts, dem sich einige weitere Organisationen angeschlossen hatten. Mit Fahnen, Spruchbändern und einigen Redebeiträgen machten sie auf sich aufmerksam.
Elida Danger, Sprecher der Linken Jugend Hessen, fasste die verschiedenen Aussagen mit einem Satz zusammen: „Die AfD braucht niemand. Und schon gar nicht in Lohfelden“. Auch das Kasseler Bündnis „Omas gegen Rechts“, vertrat mit Sprecherin Dorle Klint diese Auffassung. „Man muss laut werden, um die AfD zu verhindern“, so ihre Meinung.
„Man muss laut werden“ – Protest gegen die AfD in Nordhessen
Ungeachtet der Proteste, die wachsam von einem großen Polizeiaufgebot beobachtet wurde, trafen sich knapp 20 Interessenten, um an der Veranstaltung der AfD teilzunehmen.
„Nach der erfolgreichen Gründung eines Ortsverbandes in Vellmar wird es Zeit, einen weiteren Verband zu gründen“, sagte deren Sprecher Alexander Stock vor dem Versammlungsraum. Für die Gründung eines Ortsverbandes sind lediglich drei Mitglieder nötig. „So sieht es die Satzung vor“, erklärte Stock.
Zu der eigentlichen Versammlung war die Presse nicht erwünscht – die Türen blieben zu. Stock erklärte auf HNA-Nachfrage, dass er zum Vorsitzenden des neuen Ortsverbandes gewählt wurde. Der Ortsverband habe 13 Mitglieder. (Lutz Herzog)